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Männer | Regionalliga Nordost

ZFC Meuselwitz vs. FC Rot-Weiß Erfurt
0 : 3

EFFEKTIVE ERFURTER GEWINNEN IN ZIPSENDORF


Bedauerlicherweise konnte unser ZFC auch beim Heimspiel am Sonntag, dem 19.04.2026, den Bock nicht umstoßen und musste sich im rot-weißen Derby gegen den FC Rot-Weiß Erfurt glatt mit 0:3 geschlagen geben. Dabei zeigten sich die Gäste äußerst effizient. Mitten hinein in die gute Zipsendorfer Anfangsphase brachte Falcao die Gäste quasi aus dem Nichts in Führung. Marco Ferdinand Wolf baute diese Führung in der ersten Hälfte noch auf 0:2 aus. Im zweiten Durchgang verlagerte sich das Spielgeschehen zwar nahezu komplett in die Erfurter Hälfte, aber es fehlte unserer Mannschaft immer wieder die Durchschlagskraft oder an der zündenden Idee. So machten die Erfurter eine Viertelstunde vor Schluss durch Falcao das 0:3 und somit den Deckel drauf.

Es war regnerisch in der heimischen bluechip-Arena, und trotzdem waren 1002 Zuschauer, darunter natürlich der größte Teil aus Erfurt, gekommen, um das „kleine" rot-weiße Derby zwischen unserem ZFC Meuselwitz und den Kickern aus der Landeshauptstadt zu sehen. Nach einem kurzen Abtasten versuchte unser ZFC gezielt nach vorn zu spielen und hatte in der 14. Minute die erste gute Torgelegenheit. Luis Fischer hatte sich stark durchgesetzt und brachte das Leder scharf nach innen, aber Renés Eckardts guter Abschluss konnte noch auf der Linie von Gäste-Keeper Jaden Rodtnick gehalten werden. Einen weiteren vielversprechenden Angriff startete unsere Mannschaft nach 22 Minuten. Diesmal bediente David Pfeil Felix Pilger, aber dessen Direktabnahme ging am Tor vorbei. Nur zwei Zeigerumdrehungen später war wieder unser ZFC im Angriff. Dabei prüfte Eric Stiller den Erfurter Keeper und zwang ihn zur nächsten Parade (24.). Quasi im Gegenzug fuhren die Gäste, die bis dato nur sporadisch im Zipsendorfer Strafraum aufgetaucht waren, einen ersten sehenswerten Angriff und gingen prompt in Führung. Obed Chidindu Ugondu hatte für Falcao per Hacke aufgelegt und die Erfurter Nummer 55 legte sich die Kugel zurecht und netzte zum 0:1 ein (25.). Kurz darauf hatten die Gäste sogar das 0:2 auf dem Fuß, aber Boipelo Mashigo wurde wegen eines Offensivfouls zurückgepfiffen. Unsere Mannschaft schüttelte sich kurz und griff wieder an. Nach 36 Minuten wäre dann auch fast der Ausgleich gefallen. Bedauerlicherweise köpfte aber René Eckardt nach einer schönen Flanke von Ben Nitschke das Leder nur an die Querlatte. Ja, viel Matchglück hat in diesen Tagen unser ZFC wirklich nicht, denn wieder im Gegenzug fiel dann das 0:2. Obed Chidindu Ugondu brachte das Leder aufs Tor, Lukas Sedlak konnte diesen Ball noch halten, doch beim Abstauber von Marco Ferdinand Wolf war er machtlos. Bescheidener kann ein Spiel nicht laufen. Du bist die aktivere Mannschaft und liegst 0:2 hinten. Ein paar Minuten vor der Halbzeitpause wurde René Eckardt nicht zum ersten Mal im Strafraum zu Fall gebracht. Wenn nicht schon beim ersten Mal, hätte es auf jeden Fall beim Foul durch Benny Boboy einen Strafstoß geben müssen. Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer sah das anders und so blieb es beim 0:2 bis zur Pause.

Pausengespräche habe ich diesmal keine geführt. Aber die enttäuschten Blicke einiger Zipse-Anhänger sagten mehr aus als Worte.

Nach dem Seitenwechsel gab wieder unser ZFC den Ton an und arbeitete akribisch nach vorn. Doch wie schon in den letzten Spielen eher glücklos. Obwohl Glück hatte Zipse in der 50. Spielminute, als der Erfurter Keeper bei einem Zweikampf mit dem schon gelbvorbelasteten Califo Baldé zu Boden ging. Es gibt Schiedsrichter, die hätten da die Ampelkarte gezogen. Unser ZFC bemühte sich weiter, die Gäste unter Druck zu setzen, aber zwingende Aktionen blieben Mangelware. Nach 62 Minuten lag der Ball dann doch mal im Erfurter Kasten. Doch dieser Treffer wurde wegen eines vorhergehenden Stürmerfouls aberkannt. Kurz darauf hatte Niklas Jeck mit einem Kopfball noch einen guten Abschluss, aber auch der fand nicht den Weg ins Tor (64.). So kam es, wie es kommen musste, denn in der 76. Spielminute legten die Erfurter den dritten Treffer nach und machten somit den Deckel drauf. Falcao hatte sich gut durchgesetzt und traf mit Hilfe des Innenpfostens. Lukas Sedlak war zwar noch dran, konnte aber den Einschlag nicht verhindern. Die Gäste spielten den Rest der Zeit clever herunter, auch unter Mithilfe des kurz vor Schluss eingewechselten etatmäßigen Keepers Lorenz Otto, der heute als Feldspieler agieren musste. Am Ende ist das Ergebnis wohl etwas zu hoch: Den Erfurtern wird es egal sein.

Fazit: Der FC Rot-Weiß Erfurt hat das Duell der beiden ersatzgeschwächten rot-weißen Thüringer Regionalligisten klar für sich entschieden. Glückwunsch dazu an die Erfurter Kicker und die Verantwortlichen. Respekt auch an den Großteil der lautstark unterstützenden Schlachtenbummler, die mit nach Meuselwitz gereist waren. Aber mal ganz ehrlich: Was habt ihr da vereinzelt für Chaoten unter euch? Was muss in einem vorgehen oder wie krank muss man sein, wenn man bewusst sanitäre Einrichtungen in Schutt und Asche legt? Wie viele Gehirnwindungen müssen da fehlen? Zum Kampf um die Nummer eins in Thüringen gehört auch eine gewisse Haltung und Größe dazu. Das aber war eine ganz dämliche Aktion.

Trainerstimmen: 

Fabian Gerber (Trainer Rot-Weiß Erfurt): Wir sind hier mit einer Rumpftruppe aufgelaufen. Auch die Jungs auf der Bank waren alle angeschlagen. Trotzdem mussten einige heute auch von Beginn an spielen. Das ist Wahnsinn, und deshalb bin ich froh, dass wir über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben uns couragiert in jeden Zweikampf geschmissen, und das von Anfang an. Wir haben die Chancen, die uns der Gegner geboten hat, heute kaltschnäuzig genutzt, und das war Gold wert. In der zweiten Halbzeit haben wir dann nicht so sauber gespielt und da war auch der ein oder andere kritische Ball dabei. Da kann man schnell mal das 1:2 bekommen und dann wird es wieder unangenehm. Wir haben es aber dann leidenschaftlich verteidigt, und mit dem 0:3 war das Spiel dann durch. Die Einwechslung unseres Torwarts Lorenz Otto als Feldspieler war aus der Not heraus und nicht aus Respektlosigkeit dem Gegner gegenüber. 

Georg-Martin Leopold (ZFC Meuselwitz): Wir sind zurzeit im Negativstrudel, den wir trotz großer Mühe nicht durchbrechen können. Wir haben in der ersten Halbzeit drei glasklare Chancen, die wir nicht machen. Der Gegner schießt zweimal aufs Tor und es steht 0:2. Da muss man die Mannschaft in der Kabine wieder aufbauen. Wir schaffen es im Moment nicht, Spiele zu gewinnen, aber jetzt sind die englischen Wochen endlich vorbei und ich hoffe, dass wir uns jetzt wieder regenerieren, Dinge ansprechen, die wir verbessern müssen, und dann unseren Vorsprung verteidigen können. Wir wollen die nötigen Punkte einfahren. Es sind jetzt vier Punkte in vier Spielen. Wenn wir den Abstand nicht halten können, haben wir es auch nicht verdient und müssen dann auf den Gewinn der Relegation durch den Regionalliga-Meister hoffen. Das wollen wir aber unbedingt vermeiden.

J.K.


Tore: Text

ZFC Meuselwitz: Text

RW Erfurt: Text

Zuschauer: Text

Gelbe Karten: Text

Schiedsrichter: Text


Pressekonferenz

Spielzusammenfassung


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