ZIPSE VERLIERT AUCH IN GREIFSWALD
Im Rahmen des 27. Spieltags der Regionalliga Nordost musste sich unser ZFC, nach der Niederlage unter der Woche in Eilenburg, auch am Samstag, dem 21.03.2026, beim Greifswalder FC geschlagen geben. Dabei fielen die spielentscheidenden Treffer schon in der Anfangsphase. Osman Atilgan hatte nach einem Eckball den GFC per Kopf schon nach zwei Minuten in Führung gebracht und legte auch in der 13. Spielminute nach einem perfekten Zuspiel das 2:0 nach. Zwar kamen unsere Kicker mit der Zeit etwas besser ins Spiel und mühten sich auch, besonders nach dem Seitenwechsel, noch irgendwie zurückzukommen, doch das gelang nicht. Am Ende blieb es beim 2:0 für die Hausherren, die damit in der Tabelle näher an unseren ZFC heranrücken. Wie schon des Öfteren haben sich auch diesmal wieder einige der angereisten Zipse-Anhänger eine Übernachtung gebucht, um am Abend vor dem Spiel noch etwas gemütlich zusammenzusitzen und bei ein, zwei Kaltgetränken über den „Lieblingssport" oder auch andere aktuelle Themen angeregt zu diskutieren und am Morgen vor der Partie noch etwas Kulturelles zu unternehmen. Ein großes Dankeschön dabei an unseren Thomas für die Organisation.
Die 721 Zuschauer, darunter auch ein paar Zipse-Anhänger, sahen einen ZFC, der in der Anfangsphase kalt erwischt wurde. Schon nach dem ersten Eckball stand es 1:0 für den Gastgeber. Lukas Lämmel hatte die Kugel auf den kurzen Pfosten gebracht, wo Osman Atilgan einlief und ins lange Eck einköpfte (2.). Diese Führung spielte natürlich dem Gastgeber in die Karten und sie rissen sofort das Spielgeschehen an sich. Soufian Benyamina hatte nach 10 Minuten die Möglichkeit, die Führung auszubauen, doch sein Schuss wurde zur Ecke geklärt. Drei Minuten später mal etwas Entlastung über Christoph Pauling, dessen gute Hereingabe aber nicht verwertet wurde. Quasi im Gegenzug machten es die Hausherren schnell. Einen starken Pass diesmal von Tristan Wagner auf Osman Atilgan nutzte der ehemalige Lok-Kicker und erzielte das 2:0 (13.). Natürlich wurden nach dieser frühen Doppelführung Erinnerungen wach. Insider wissen, was ich meine. Der GFC blieb weiter am Drücker und erarbeitete sich auch in der Folge ein paar Möglichkeiten. So traf Soufian Benyamina nach 17 Minuten mit einem Aufsetzer nur die Querlatte, sonst hätte es 3:0 gestanden. Es war schon ein guter Auftritt der Hausherren, die unseren ZFC dominierten. Immer wieder versuchte es der Greifswalder Kapitän mit ein paar Abschlüssen, die teilweise auch kreuzgefährlich waren. Unsere Mannschaft versuchte zwar immer mal wieder über Christoph Pauling selbst offensiv aktiv zu werden, aber mehr als etwas Entlastung war in der ersten Halbzeit kaum drin. Nur der heutigen Abschlussschwäche eines Soufian Benyamina war es zu verdanken, dass es bis dato nur 2:0 stand. Pausengespräche habe ich an diesem Tag keine geführt. Ich saß allein an meinem Pressetisch neben den GFC-Fans und hoffte auf die zweite Hälfte. Danke hier nochmal an den aufmerksamen Greifswalder Fan, der mich mit einem Kaltgetränk versorgen wollte.
Im zweiten Durchgang sah man unserer Mannschaft an, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatte. Sie versuchte auf jeden Fall, in den Anfangsminuten gleich etwas Druck aufzubauen. Auch wenn es nicht zwingend war, waren doch gute Ansätze dabei. In der 53. Spielminute war aber wieder der GFC am Drücker und hatte durch Lukas Lämmel eine gute Gelegenheit, um auf 3:0 zu stellen. Zum Glück ging sein Schuss neben das Tor. Fünf Zeigerumdrehungen später zog auf der anderen Seite Zipse-Kapitän René Eckardt mal ab. Der Schuss lag nicht schlecht, fand aber auch nicht den Weg ins gegnerische Tor (58.). Zwei weitere Minuten später hatten die Greifswalder die wohl beste Gelegenheit der zweiten Hälfte, um den Sack gänzlich zuzumachen. Doch wieder scheiterte der GFC-Kapitän, der allein auf Lukas Sedlak zulief, am Zipsendorfer Torhüter (60.). Unsere Mannschaft gab sich in der Phase redlich Mühe, um nochmal zurückzukommen, und wer weiß, was noch gegangen wäre, wenn der gute Abschluss von Luis Fischer nach 68 Minuten hereingegangen wäre? So aber zischte der Schuss am Lattenkreuz vorbei und der Anschlusstreffer gelang nicht. Zudem musste auch noch unser Kapitän Rene Eckardt kurz darauf verletzt ausgewechselt werden. Die Personalsorgen werden also auch nicht weniger. Der Rest ist schnell erzählt. Keiner der beiden Mannschaften erzielte noch ein Tor, denn richtig gute Gelegenheiten spielte sich keiner mehr heraus. Am Ende war es ein verdienter Sieg für die Nordlichter. Unsere Mannschaft trat dann leider ohne Punkte die lange Heimreise an, und auch wir machten uns auf den Weg. So brachten wir noch schnell unseren Georg vom Berliner ZFC-Fanclub nach Hause, natürlich nicht ohne mal kurz auf ein, zwei leckere Getränke in „Peters Bierbar" vorbeizuschauen. Besten Dank dafür extra nochmal an unseren „Schorsch".
Fazit: Das nennt man jetzt wohl mal eine Durststrecke. Vielleicht kommt das Pokalspiel nächste Woche zur richtigen Zeit. Eventuell kann man da wieder in die Spur kommen. Es bleibt auch zu hoffen, dass unser Kapitän Ecki nicht schwerer verletzt ist: Gute Besserung an dieser Stelle. Ansonsten heißt es jetzt für die Jungs wieder: aufstehen und weiter angreifen. Wir können sie dabei weiter nur bedingungslos unterstützen. Den Greifswaldern wünschen wir noch eine verletzungsfreie Saison und bei den Verantwortlichen bedanken wir uns für die Gastfreundschaft und das freundliche Miteinander.
Für unseren ZFC geht es mit dem Pokalhalbfinale am nächsten Samstag in Bad Frankenhausen weiter.
Stimmen zum Spiel Georg-Martin Leopold (ZFC Meuselwitz): Wir haben als Verein für so ein Spiel hier schon viel getan und versucht. Diesmal sind wir professionell schon einen Tag eher hierhergefahren, und da ist es schade, wenn man in den ersten 15 Minuten das Spiel schon verliert. Am Ende verlierst du 2:0. Ich sage mal: Im Grunde kann man in Greifswald mit 2:0 verlieren, weil es eine Mannschaft ist, die mit Ambitionen gestartet war, oben mitzuspielen. Ja, aber die erste halbe Stunde regt mich extrem auf. So kannst du kein Spiel gewinnen, und da bin ich heute extrem sauer. Björn Lipfert (Greifswalder FC): Ich bin heute sehr zufrieden. Die Mannschaft hat heute vor Spielfreude gestrotzt. Gerade in der ersten Halbzeit war das ein Chancenfeuerwerk. Einsatzbereitschaft, zielstrebig nach vorn gespielt, es hat einfach Spaß gemacht, zuzusehen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann nicht mehr so intensiv aus der Kabine gekommen, da haben sich dann einige Möglichkeiten für den ZFC ergeben. Doch unsere Mannschaft hat stabil alles wegverteidigt. Unterm Strich haben wir sieben Punkte aus drei Spielen und ich bin stolz auf die Mannschaft.
J.K.
Tore: 1:0 Atilgan (2.), 2:0 Atilgan (13.)
Greifswalder FC: Jakubov, Strietzel, Farr, Bokake (71.Ndualu), Lämmel (90.Memaj), Eder, Montcheu (76.Hemarzo), Daedlow, Wagner, Benyamina, Atilgan (90.Kaizer)
ZFC Meuselwitz: Sedlak, Rehder, Stiller (46.Jeck), Bürger (84.Teßmer), Pfeil, Nitschke, Wurr (46.Fischer), Pauling (84.Seidemann), Hansch, Eckardt (71.Balde), Schmökel
Zuschauer: 721
Gelbe Karten: Strietzel (GFC) | Stiller, Bürger (alle ZFC)
Schiedsrichter: John Bartsch | Lucas Leihkauf und Nicholas Köhler
PressekonferenzSpielzusammenfassung |