zliga Thüringer Fussball Facebook Twitter / X RSS-Newsfeed
zurück

Männer Landesklasse Süd

SV Elektro-Keramik Veilsdorf vs. SV Stahl Unterwellenborn
2 : 0

Mit dem richtigen Biss im Angriff die Nase am Ende vorne

von Albrecht Wirsing (Veilsdorf)

In einer lange Zeit umkämpften Partie hatten die Keramiker mit disziplinierter Abwehrarbeit, konsequenter Zweikampfführung und dem diesmal richtigen Biss im Angriff am Ende die Nase vorne und konnten die ersten Punkte auf ihr Konto schreiben.

Anspannung schon vor dieser richtungweisenden Partie im Veilsdorfer Lager, denn nach den verpatzten Auftaktspielen war man bereits frühzeitig in Zugzwang geraten und die bis dahin noch ungeschlagenen Stahlwerker kannte man nur von Hören Sagen. So begannen die Veilsdorfer zwar ohne Erdenbrecher, Otto, Börner, Thiel und Kreußel die Partie recht vorsichtig aber diesmal kompakt stehend und ließen die von Thomas Gierig trainierten Stahlwerker zunächst kommen. Um ihre Antreiber Perthun und Reichmann zeigten die Gäste dann auch den gefälligeren Fußball, doch vor dem wieder ausgezeichnet haltenden Reimpell machte die Veilsdorfer Defensivabteilung diesmal die Räume sehr eng und konnte so die Gästeangriffe frühzeitig entschärfen. Tief durchatmen mussten aber die Gastgeber als Reichmann (11.) aus halblinker Position nur den linken Außenpfosten traf, obwohl auch hier Marco Reimpell schon zur Stelle war. Ein erstes Achtungszeichen für die Einheimischen setzte dann Stefan Trier nach einem Dribbling am rechten Strafraumeck als er per Flachschuss den linken Pfosten des Gästetores nur um Millimeter verfehlte. Von dort an erreichten die Veilsdorfer Gleichwertigkeit im Feldspiel und wobei aber die Zielstrebigkeit und Genauigkeit ihrer Angriffsbemühungen noch zu wünschen übrig ließ. Viele beinharte Zweikämpfe und ein oft überforderter Referee Nico Hoffmann aus Arnstadt, der für beide Teams zu viele Gelbe Kartons verteilte, anstatt frühzeitige Duschpausen zu verordnen, kennzeichneten nun die Partie. So hatte der oft übertrieben einsteigende Buschmann bereits nach einer halben Stunde Stefan Trier verletzt zum Ausscheiden verdammt, wobei aber auch Gretsch gegen Tuchenhagen keine feine Partie spielte. In Privat-Gesprächen nach den Fouls konnte beide immer wieder den unsicheren Schiedsrichter umstimmen die Ampelkarte zu zeigen. Als dann laut hörbar Gretsch den im Strafraum mit Fuß am Ball quer laufenden Tuchenhagen (32.) laut hörbar von hinten fällte und Hoffmann deplatziert weiter spielen ließ, wiegelte er jetzt noch zusätzlich Spieler und Zuschauer auf.

Richtungweisend sollte aber der zur Halbzeit gekommene FW-Fotograph Maik Ehrlich Recht behalten, das erst Tore fallen wenn er am Spielfeldrand seine Aufnahmen macht.

SO beruhigten sich dann nach dem Wechsel die Kontrahenten wieder und gingen dem eigentlichen Anliegen des Fußballspiels nach. Die Gastgeber übernahmen dabei als erste das Heft des Handels und zeigten einige sehenswerte und zielstrebige Aktionen vor dem Gästetor. Zweimal legte dabei Wirsing zunächst steil für Tuchenhagen und dann über rechts für Dörfel super auf, doch beide verpassten freistehend per Kopf das Tor von Gästekeeper Lanz. Als dann aber der mit aufgerückte Höfer einen verloren geglaubten Ball an der Auslinie noch nachsetzte und Lanz mit seiner Abwehr uneinig war spritzte Marcel Tuchenhagen dazwischen und schob das Leder aus spitzen Winkel zur umjubelten Führung ins Netz. Zum umkämpften Spiel war nach einer Stunde noch starker Platzregen gekommen, der den Spielern im weiteren Verlauf alles abverlangte. Wenig später hatte Dörfel nach energischem Zuspiel von Rudzinski erneut die Möglichkeiten zu erhöhen, doch diesmal strich sein Kopfball am linken Torpfosten ins Toraus. Die Stahlwerker erhöhten nun ob des Rückstandes ihre Bemühungen und kamen besonders nach Standards zu einigen brenzligen Aktionen im Veilsdorfer Strafraum. Besonders bei hohen Bällen zeigten die langen Gretsch und Stark ihre Vorteile im Kopfballspiel. So hatte in dieser Phase der Veilsdorfer Torwart das Glück des Tüchtigen als eine Kopfballbogenlampe von Christian Stark unerreichbar auf dem Querbalken tanzte und von dort ins Aus prallte. Super aber dann Reimpells Parade (82.) gegen den Kopfballaufsetzer des gleichen Spielers, den der Veilsdorfer Youngster-Keeper per Flugeinlage an die Querstange lenken konnte und so den Ausgleich verhinderte. Nun trat auch noch einmal Referee Hoffmann in Erscheinung als er Christoph Langguth für alle anderen rotverdächtigen Spieler auf dem Feld bestrafte und so die Veilsdorfer auf 10 Spieler dezimierte. Wieder aber war es dann Sturmführer Tuchenhagen (83.) der die Veilsdorfer Fußballseele beruhigen konnte als aus dem Gewühl im Fünfmeterraum per Direktaufnahme vehement zur Spielentscheidung einlochen konnte.

Statistik zum Spiel:

Torfolge: 1:0 Marcel Tuchenhagen (63.), 2:0 Marcel Tuchenhagen (83.)

SV Elektro-Keramik Veilsdorf:
Reimpell - Rudzinski (90. Schneider), Dörfel (87. Weikard), Keller, Wirsing, Höfer, Goldschmidt (MK), Langguth, Westhäuser, Tuchenhagen, Trier (30. Möhring)

SV Stahl Unterwellenborn:
Lanz - P. Reichmann (75. Wolter), Baldauf, Lerche, Sachs, Perthun (MK), Ch. Gretsch, Buschmann, Stark, M. Reichmann (85. Benz), Kowalleck

Schiedsrichter: Nico Hoffmann (Arnstadt)

Zuschauer: 220

Anzeige:

Partner & Sponsoren
THÜRINGERFUSSBALL
PUNKTSPIELE
POKALSPIELE