Nach dem Klassenerhalt hatte der SC 03 Weimar noch ein Ziel in dieser Thüringenliga-Saison: Endlich den ersten Auswärtssieg der Spielzeit einfahren! Denn das ist den Akteuren vom Lindenberg bis zur letzten Partie noch nicht geglückt. "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass es eine Saison ohne Dreier auf fremden Platz noch nicht gegeben hat. Das reichte als Motivation", heizte Trainer Ulrich Oevermann seine Spieler vor der Begegnung in Heiligenstadt nochmals an.
Und es funktionierte. Mit dem 3:0-Erfolg beendeten die Weimar eine schwierige Spielzeit noch mit einem versöhnlichen Abschluss. Der SC stellte von Beginn an die Räume im Mittelfeld zu, so dass Heiligenstadt wenig Möglichkeiten sah, die 03er Defensive zu durchbrechen. Auf der Gegenseite überzeugten die Goethestädter spielerisch, weshalb sie zu einigen klaren Torchancen kamen. Sowohl Andy Steiner, der frei auf den Torwart zulief, als auch Daniel Romstedt aus 10 Metern hätten schon netzen müssen. Dies erledigte aber dann Stefan Winterkorn, der einen an Stefan Gehre verübten Foulelfmeter zur Führung verwandelte (25.). Heiligenstadt war bis zur Halbzeit nur durch einige Standards gefährlich. Nach dem Wechsel bäumten sich die Gastgeber auf, was aber nur ein Strohfeuer bleiben sollte, denn fortan hatte der SC das Geschehen wieder im Griff. "Das Einzige, was mich störte war, dass unsere finalen Pässe nicht ankamen, sonst hätten wir schon früher das 2:0 erzielt", analysierte Oevermann. Doch Marcus Becker erlöste seinen Trainer (65.). Anschließend konnte Heiligenstadt zwei Riesen nicht nutzen, so dass Winterkorn nach einigen Ballstaffeten im 16er zum Endstand einschob (82.).
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