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Kurve noch gekriegt SV Grün-Weiß Triptis – SV Grün-Weiß Tanna 2 : 1 ( 1 : 0 ) Es
war ein Spiel zweier verschiedener Halbzeiten, wie es im Fußball immer
mal wieder vorkommt. Die Triptiser begannen wie die Feuerwehr, jeder der
80 Zuschauer spürte den Willen der Akteure die Regie auf dem Platz zu
übernehmen und es besser als vor einer Woche zu machen. Gleich zwei
Ecken in den ersten Minuten waren Beleg dafür. Dann das frühe 1:0 nach sechs Minuten durch einen aus halblinker Position hereingedrehten Freistoß von Marko Eitner, den Ives Achtner dankbar per Kopf verwerten konnte. Gleich zwei Minuten später hebelte Kapitän Marko Eitner die durcheinander geratene Gästeabwehr aus, steuerte alleine auf Torwart Nico Bocklisch zu, konnte diesen aber nicht überwinden. Die Grün-Weißen Hausherren spielten auch in der Folgezeit konzentriert, waren lauffreudig, aber auch ballsicher und somit feldüberlegen. Fast wäre in der 16. Minute eine Kopie des Freistoßtreffers geglückt, diesmal allerdings von der anderen Seite, der Ball streifte den Torwinkel. Erst nach 25 Minuten kam Tanna etwas besser ins Spiel, ohne aber zwingend zu agieren, so brachten die Gäste in der ersten Hälfte kaum etwas Vernünftiges zustande. Die Triptiser hätten hier den Sack schon zubinden müssen, ein 2:0 oder gar 3:0 war durchaus im Bereich des Möglichen. Nach einer halben Stunde klärte ein Gästeverteidiger mit letztem Einsatz gegen Martin Hoffmann. Fünf Minuten später versuchte es Daniel Sattler. Seinen 20-Meter-Schuss konnte der Tannaer Torhüter erst im Nachfassen entschärfen. Gefährlich wurde es einmal für die Gastgeber, als Tobias Golditz knapp den Triptiser Kasten verfehlte. Dann probierten es die Hausherren wieder. Daniel Sattler über links, visierte das kurze Eck aus spitzem Winkel an und wieder zeigte der Gästetorwart eine kleine Unsicherheit ( 40.). Ivo Wunderlichs Kunststoß mit der Hacke brachte auch nichts, war aber etwas für die Galerie. Nach dem Seitenwechsel glaubte der Triptiser Anhang, das ginge weiter so. Ivo Wunderlich hatte gleich nach Wiederanpfiff bei einem Lattenschuss ordentlich Pech, aber dann riss plötzlich der Faden im Triptiser Spiel. Verständlicherweise drängten die Gäste auf den Ausgleich, aber die Gastgeber waren nun desorientiert und unsortiert, die Linie aus der 1.Halbzeit war einfach nicht mehr da. Einen Schuss von Michael Kohl konnte die Abwehr gerade noch abblocken und in der 57.Minute bewies Burkhard Borde seine Gefährlichkeit, setzte unter Bedrängnis einen Kopfball aber neben den Pfosten. Nach einer Stunde bestimmten zunehmend Hektik und Fouls das Geschehen, so dass Schiedsrichterin Katja Poschart (Gera) zu tun hatte, den Überblick zu behalten. So gab es den Ausgleich in der 62. Minute durch einen sicher verwandelten Foulelfmeter von Tino Kaiser. In der Folge mussten die Triptiser noch fast um dieses Unentschieden fürchten, einfache Ballverluste ließen kein systematisches Aufbauspiel zu. Erste Lebenszeichen dann endlich wieder eine Viertelstunde vor dem Abpfiff. Erst köpfte Lutz Jäger den Tannaer Keeper in die Arme, dann verfehlte in der 77. Minute Marko Eitner nach einem Konter den Gästekasten. Doch die Wetterataler drückten weiter, wollten hier und jetzt mehr als einen Punkt. Torwart Martin Höring musste noch eine große Chance zunichte machen und dann fast wie aus dem Nichts flankte wenig später der eingewechselte Marcel Hoffmann auf seinen Bruder Martin, der unhaltbar zum umjubelten 2:1 einköpfen konnte. Nun war die Partie für Triptis gesichert, ein Spiel, das aber hätte eher entschieden werden müssen, um nicht Gefahr zu laufen, ganz mit leeren Händen da zu stehen. Wichtig sind aber diese drei Punkte, die Selbstvertrauen, nicht Überschätzung bringen sollten. W. Schumann
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