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Sport hält fit und vor allem warm. Das weiß auch Heike Hünniger, Trainerin der Fußballfrauen des SV Jena-Zwätzen. In der zweiten Halbzeit des Landesligaspiels auf dem Weimarer Lindenberg-Hartplatz gegen den SC war sie fast so engagiert wie ihre Akteurinnen. Etliche Male wurde sie zum Laufschritt gezwungen, als die Bälle immer wieder im Seitenaus landeten und weit aufs Feld flogen. Heike Hüniger musste sich beeilen, um das Spielgerät wieder schleunigst auf den Platz zu bekommen. Ihre Mannschaft lag schon 0:2 zurück. Warum die Gäste ins Hintertreffen gerieten, ist schnell erklärt: Die Weimarer Damen von Thomas Müller spielten stark und ein eiskalter Wind pfiff über den Platz wie Hechtsuppe. Mit diesem im Rücken machte der SC gehörig Druck und durfte schon in der zweiten Minute zum ersten Mal jubeln. Sandra Busch wurde frei gespielt, zog ab, scheiterte an Peggy Hünniger im SV-Tor. Kerstin Förster setzte nach - Pfosten. Von hinten kam Nicole Henker und schoss zum 1:0 ein. Das Geschehen spielte sich danach weiter nur in der Jenaer Hälfte ab. Nach 21 Minuten stand dann Manja Seeger zum Freistoß bereit. Ihr Versuch kam mittig per Aufsetzer auf die Kiste. Der stellte Peggy Hünniger vor solch große Probleme, dass sie sich das Leder selbst reinklatschte - 2:0. Zweimal Busch und jeweils einmal Maria Weinert und Seeger hatten weitere Möglichkeiten für den SC, um zu erhöhen. Aber es blieb zur Pause beim 2:0 - ohne einen Jenaer Torschuss. Es konnte für die Gäste also mit dem Wind nur besser werden. Doch auch nach dem Wechsel war Weimar besser, obwohl der SV nun mehr in des Gegners Hälfte zu finden war. Distanzschüsse der Zwätzenerinnen Rachel Baumgarten und Anja Kerzel aus 30 Metern waren trotz der Bedingungen sichere Beute für Liza-Kristin Puchta im 03er-Tor. Auf der anderen Seite besorgte Corina Maasch per Eigentor das entscheidende 3:0 für die Gastgeberinnen. Sie fälschte Seegers Schuss ab, der vom Innenpfosten ins Netz sprang (78). Das endgültige 4:0 gelang dann wieder Henker, nach feinem Pass von Busch (85.). Zwei Minuten später hätte es nach einer Notbremse an eben jener Busch noch einen Platzverweis für die Gäste geben müssen, doch Schiedsrichter Christian Müller übersah dies und gab noch nicht einmal Freistoß. Sein einzig großer Fehler. Letztlich hatte Jena-Zwätzen keine einzige Hundertprozentige Möglichkeit. Und Heike Hünniger? Ihr Einsatz am Spielfeldrand hat sich nicht bezahlt gemacht, trotzdem hatte sie sich genauso eine warme Dusche verdient wie die Protagonistinnen. |