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Aufgrund der parallelen Austragung des Spiels der Regionalliga-Truppe vom ZFC gegen den CFC, das vom DFB als Hochsicherheitsspiel eingestuft wurde, verlegte man die LL-Frauen-Partie nach Nißma. Der Platz dort war aufgrund mehrerer Faktoren (Welligkeit, Löcher, Gefälle...) schwer zu bespielen, aber eben besser schwer als gar nicht. Von den teils ausgezeichneten Resultaten der Gastgeber und vor ihren Stärken gewarnt wollten meine Mädels dennoch vom Anpfiff wegen jegliche Unklarheiten, wer das Spielgeschehen bestimme, beseitigen. Trotz anfänglicher Nervosität in Verbindung mit Abstimmungsproblemen auf der rechten Abwehrseite gegen Meuselwitz` torgefährliche Nicole Mirke boten sich schnell die ersten Chancen. Bereits nach weniger als einer Minute prüfte ein erster Distanzschuss - allerdings noch ohne entprechendem Bums - Stephanie Siebert im Tor des ZFC. Die Forderung nach einer Ausnutzung von Standardsituationen, bei denen wir zuletzt nicht die gewohnte Gefährlichkeit ausstrahlen konnten, wurde diesmal wieder 1a umgesetzt: So traf Sandra Busch in der 14. Minute per Hammerkopfball nach der dritte Ecke von Manja Seeger. Meuselwitz zeigte sich deutlich verunsichert von der Anfangsoffensive und dem konsequenten Pressing und schlug viele Bälle unkontrolliert. So gelang es uns den Gegner immer wieder einzuschnüren und Tormöglichkeiten zu produzieren. Im dreißigsten Uhrumlauf der schönste Angriffszug des Matches: Angela Houtzager (für Elli Haase in der Innenverteidigung aufgeboten) eroberte einen langen Ball an der Mittellinie und legte quer auf Außen zu Mareen Dietrich. Diese kombinierte sich per Doppelpass mit Manja Seeger an zwei Gegnern vorbei und spielte long-line auf Nic Henker. Deren scharfe Flanke auf den ersten Pfosten erlief KF Förster, die per Direktabnahme zum 2:0 scoren konnte. Nur 40 Sekunden später traf Spielführerin Melli Theile-Müller aus 25 Metern nur die Lattenunterkante. Als in Minute 34 Kerstin Förster zum zweiten Streich ansetzte, als sie nach gefühlvoller Seeger-Flanke der Torfrau ein Schnippchen schlug, war das Spiel aber noch nicht endgültig auf den für uns sicheren Schienen. Denn wie schon gegen Saalfeld nahm sich die Truppe in den letzten fünf Minuten eine kleine Aus(setzer)zeit und gestattete dem ausrichtenden Tabellendritten zwei Hundertprozenter. Zunächst traf Lisann Liedtke nur die Latte (40.) und zwei Minuten darauf kullerte ihr Pikenball aus Nahdistanz nur um Zentimeter an der hinterdreinschauenden Liza Puchta aber auch am Tor vorbei. Der Trainer war für ein Mü dem Tobsuchtsanfall nahe... Zumindest hatten die Mädels dieses Signal verstanden: nicht locker lassen, alles andere wäre Humbug. Wir sind keine Mannschaft, der es gelingt, ein Ergebnis zu verwalten. Wir müssen selbst initiativ sein. Also besann man sich auf Weimarer Seite nach dem Pausentee (Vielen Dank sowohl dafür als auch für Deine generelle Unterstützung unseres Team seit dem Saalfeld-Spiel, Gerhard Hintsche! Wir sind sehr froh, Dich für uns gewonnen zu haben!) wieder auf eigene Aktionen. Diese führten dann auch zu weiteren Treffern. So konnte Mareen Dietrich nach Flanke Nic Henkers und Ablage KF Försters genauso das Torschützentableau signieren (59.) wie Sandra Busch zum zweiten Male (64.). Wie bereits gegen Saalfeld war das natürlich auch wieder eine gute Ausgangsbasis für die dreifach besetzte Ergänzungsspielerabteilung, die nun zum Zuge kommen sollte (Sophie Biskop, Lydia Müller und Clara Hoffmann). Das Spiel ging weiter eigentlich nur in eine Richtung, Liza war lediglich Anspielstation und musste sich beim Herauslaufen bewähren. Etliche Tormöglichkeiten wurden dabei ausgelassen. Eine dieser eigenen potenziellen Tore führte gleichwohl zum Anschlusstreffer des ZFC, als nämlich Manja Seeger einen Freistoß aus 20 Metern zentraler Position an die Latte ballerte und ein langer Befreiungsschlag nach vorn durch Denise Csincsura nicht ins Aus geklärt werden konnte. Nicole Mirke eroberte das Leder, legte ab auf Manuela Lange und die hämmerte es aus knapp 25 Metern von Linksaußen ins lange Eck. Wieder so ein unnötiges Gegentor - übrigens genau in derselben 79. Minute wie in der Vorwoche gegen den Tabellenführer -, das wir in Zukunft vermeiden müssen. Es kann nicht sein, dass wir jeden Gegner so einfach zum Abschluss lassen kommen. Wie bitter man dafür manchmal bestraft wird, zeigte die Partie gegen Uder. Hier ist deutlich mehr Zielstrebigkeit gefragt! Den Schlusspunkt setzte erneut KF Förster, die in der 84. Minute nach Flanke von Nic Henker und eigenem Kopfball, den Stephanie Siebert nur vor ihre Füße abklatschen konnte, im Nachsetzen zum halben Dutzend einnetzte und das Team sowie den mitgereisten fünfköpfigen Anhang,, dessen namentliche Erwähnung ich nach seinem regelmäßigen Besuch der letzten Spiele nicht verschweigen möchte: Heike und Peter Zehetner, Kathrin Puchta, Detlef Riemer und Bernd Theinert (Danke für die Unterstützung!), jubeln ließ. Fazit: Freude über den Sieg - absolut. Freude über die Tore - auf jeden Fall. Aber die Leistung an sich ist aufgrund der unterdurchschnittlichen Tagesform des Gegners nicht zu bewerten. Gegen Hermsdorf/Eisenberg wird es darauf ankommen, mehr eigene Aktionen zu kreieren und nicht nur von den Fehlern des Kontrahenten zu profitieren, zumal dort mit Andrea Schreiber eine überragende Torwächterin zwischen den Pfosten stehen wird. Aufstellung: Puchta - Csincsura, Weinert, Houtzager, Dietrich - Theile-Müller (ab 65. Müller), Seeger, L. Platzdasch (ab 60. Biskop), Henker - Förster, Busch (ab 70. Hoffmann) Torfolge: 0:1 - Sandra Busch (13.) per Kopf nach Ecke von Manja Seeger 0:2 - Kerstin Förster (20.) per Direktabnahme nach tollem Angriff über Angela Houtzager,Mareen Dietrich, Manja Seeger und abschließender Eingabe von Nic Henker 0:3 - Kerstin Förster (34.) Kopfball nach Flanke von Manja Seeger 0:4 - Mareen Dietrich (59.) aus Nahdistanz nach Flanke von Nic Henker und Ablage von Kerstin Förster 0:5 - Sandra Busch (64.) nach Solo 1:5 - Distanzschuss nach Konter (79.) 1:6 - Kerstin Förster im Nachsetzen nach eigenem Kopfball auf Flanke von Nic Henker (83.) |