Lange Gesichter auf dem Lindenberg: Das torlose Unentschieden des SC 1903 Weimar gegen Germania Ilmenau in der Thüringenliga vermochte die magere Kulisse nicht zu begeistern.
„Ein typisches 0:0.“ Trainer Ulrich Oevermann, dem sonst gern einmal der Schalk im Nacken sitzt, wirkte todernst und ernüchtert, als er nach Schlusspfiff die Bilanz des Fußball-Thüringenliga-Duells seines SC 1903 gegen Ilmenau zog. „Das, was wir wollten, haben wir nicht umgesetzt. Hoffentlich läuft es am Mittwoch gegen Gera besser.“ Die Ilmenauer standen in der Abwehr erwartungsgemäß sicher, Libero Nico Eberhardt hielt souverän den Laden zusammen. Weimar fiel dagegen nicht allzu viel ein. Nur ein Mal gab es Aufregung: Christian Kucharz startete ein Solo, legte ab auf Daniel Romstedt, aber nachdem dieser beim Schussversuch attackiert wurde, blieb der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters aus. Zur pause verloren die Weimarer zudem mit Stefan Winterkorn einen wichtigen Antreiber – er hatte sich am Oberschenkel gezerrt. Nach einer Stunde hatte der SC 1903 seine stärkste Phase, aber nach Chancen für Mario Oschmann, Christoph König und Mario Schmidt war das Strohfeuer auch schon wieder verglüht. Bester Weimarer war Torwart David Schmitt, der fehlerfrei blieb und am Ende den Punktgewinn mit mehreren gute Paraden rettete.
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