Mit einer Halbzeit, in der man spielerisch überzeugte, und mit einer anderen, in der man kämpferisch dem Gegner überlegen war, verdiente sich der SC 03 Weimar die drei Punkte gegen den SV Schmölln auf dem heimischen Lindenberg. Die Gäste hatten nur einen Spieler in ihren Reihen, der die Oevermann-Elf in Verlegenheit brachte. Doch dann wurde er des Feldes verwiesen. Somit siegte Weimar 3:1.
Die Hausherren begannen energisch. Stefan Gehres Kopfball über den Kasten in den ersten Minuten war der Anfang einer Reihe von 03er Chancen. Thomas Müller und gleich wieder Gehre tauchten in mittlerer Position vor dem Schmöllner Keeper Timo Köhler auf, fanden aber zunächst in ihm den Meister (6./9.). Steve Zelßmann per Kopf und Gehre scheiterten ebenfalls bei ihren Versuchen im SV-Strafraum (15./21.). Wenn man so viele Chancen vergibt, rächt sich das meistens. Dieses Gefühl kam bei dem ein oder anderen Zuschauer sicherlich auf und es sollte sich fast bestätigen. Petr Bartejs zog aus der Distanz einfach mal ab und setzte das Leder ans Weimarer Lattenkreuz. Rene Neumaier markierte den Nachschuss, den Patrick Müller in der Gastgeber-Kiste überragend hielt (22.). Durchatmen auf den Rängen. Das war aber die einzig nennenswerte Szene der Schmöllner in Durchgang eins. Fortan stürmte der SC weiter. Thomas Müller setzte seinen Volleyschuss knapp über die Latte (26.). Auch Rene Buschmann scheiterte mit seinem Kopfball (32.). Dann sollte Ulrich Oevermann endlich erlöst werden: Stefan Winterkorn stand zum Freistoß aus zentraler Position bereit. Er legte den Ball nach rechtsaußen, wo Mario Brömßer bis auf die Grundlinie durchging und die Pille butterweich auf Buschmanns Kopf legte. Der Rest war Formsache: 1:0 (34.). In der Folge scheiterte Gehre noch am Innenpfosten (43.). Nach dem Wechsel plötzlich die Chance zum Ausgleich. Bartejs lupfte den Ball an die Latte, vergab aber aus zwei Metern den Abpraller. Nach einem Foul im SC-Strafraum dann Elfmeter für Schmölln. Bartejs zum 1:1 (59.). Gleich darauf ließ sich der Torschütze zu einer Tätlichkeit gegen Buschmann hinreißen und sah die Rote Karte (60.). Damit hatte Weimar alles in der Hand. Christian Kucharz wurde ebenfalls im 16er gelegt. Thomas Müller netzte sicher zum 2:1 (68.). Auch Gehre sollte nach einem Abwehrfehler noch belohnt werden und schob zum 3:1-Endstand ein. (73.).