|
|
Richtig bedient war nach dem letzten Spiel in 2009 Weimars SC-Trainer Ulrich Oevermann. Seine Mannen gingen in Altenburg mit 1:6 unter und haben das eigene Ziel verpasst, das Jahr mit einem positiven Ergebnis zu beenden. "Das Resultat ist viel zu hoch ausgefallen", sagte der Coach nach dieser Pleite. Vor dem Spiel musste er die Aufstellung auf wichtigen Positionen verändern, weil die Leistungsträger Jens Ahlgrimm (Zerrung), Rene Buschmann (Mittelhandbruch) und Stefan Winterkorn (fünfte Gelbe Karte) passen mussten. Gespielt wurde auf dem für die Weimarer noch ungewohnten Kunstrasen, doch über die gesamte Partie gesehen, waren die Gäste komischerweise die spielbestimmende Mannschaft. Die Tore schossen jedoch die Altenburger. Schon in der vierten Minute klingelte es durch einen Versuch aus spitzem Winkel im Kasten von Patrick Müller, der diesmal im SC-Tor stand und nicht seinen besten Tag hatte. Die 03er wachten auf und brachten mehr Kontrolle in ihre Aktionen. Folgerichtig fiel der Ausgleich. Mario Brömßer nagelte einen Freistoß in die Altenburger Maschen (20.). Danach gab es für Weimar weitere gute Chancen, die zum Beispiel von Stefan Gehre und Thomas Müller nicht genutzt wurden. Mit einem Doppelschlag dann wie aus dem nichts die 3:1-Führung für die Hausherren (37./39.). Das war natürlich der ungünstigste Zeitpunkt aus Sicht der SC-Akteure. Doch auch nach der Pause rappelten sie sich wieder auf und drängten die Altenburger hinten rein. Der Knackpunkt der Begegnung hätte zu einem Fußballtraum werden können. Der eingewechselte Mario Oschmann nahm sich die Pille und trat zum Elfmeter an. Doch anstatt sich selbst nach seiner schweren Verletzung in den Himmel zu schießen, wurde es ein Alptraum für ihn. Seinen Ball hielt der Heimkeeper sogar sicher fest. "Er war einfach nicht gut geschossen", meinte Oevermann zu der Riesenchance. Davon erholten sich seine Schützlinge nicht mehr. Zwar spielte Weimar anschließend weiter nach vorne, große Möglichkeiten sprangen dabei aber nicht mehr heraus. Wie es geht, zeigte Altenburg dann in beeindruckender Art und Weise. Insgesamt schossen sie gefühlte fünfmal in der zweiten Halbzeit auf die SC-Kiste und drei Dinger davon schlugen auch ein (75./85./88.). In einigen Aktionen wurde sie auch von SC-Abwehr begünstigt. Damit überwintern die Goethestädter mit 20 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz der Thüringenliga.
|