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Thüringenliga

SC 1903 Weimar vs. FSV Wacker 03 Gotha
1 : 1

Es war der absolute Wahnsinn. 92. Minute: Jens Ahlgrimm schlägt den letzten Freistoß-Ball in den Gothaer Strafraum. Per Kopf landet der Ball bei Felix Müller, der zu einem sagenhaften Fallrückzieher ansetzt und die Pille in die Gästemaschen ballert: 1:1! Das war´s. Mit einem Remis trennten sich der SC 03 Weimar und der favorisierte FSV Wacker Gotha in der Thüringenliga. Die besagte Szene war der zweite Wendepunkt in dieser Partie. Den ersten gab es in der 44. Minute. Der schon mit Gelb vorbelastete Thomas Müller drückte nach einer schönen Hereingabe Toralf Fredrichs den Ball mit der Hand über die Gothaer Linie.
Klare Sache: Dem Schiedsrichter blieb keine andere Wahl, als dem Sünder Gelb-Rot zu zeigen. "Das war eine Dummheit", sagte Th. Müller nach der Begegnung und gestand seine Schuld ein. Fragwürdig war aber sein erster Katon. Den erhielt er wegen Meckerns. Zweimal wurde er zuvor von den Gästen tätlich angegangen, egal ob Absicht oder nicht. Logisch, das man mal lauter wird, zumal der Unparteiische Östreich die beiden Aktionen nicht erkannt hatte.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren schon mit 0:1 in Rückstand. Kapitän Christian Kucharz hatte einen Bock in der Defensive geschossen und so schickte Tobias Müller seinen Kollegen Steffen Scheidler, der David Schmitt im Weimarer Kasten umkurvte und dann locker einschob (4.). Das war aber auch die einzige hochkarätige Chance für den Spitzenreiter in der ersten Halbzeit. Schmitt musste nur noch einmal beim Freistoß von Kevin Holland-Moritz mit den Fäusten eingreifen. Die beste Szene der Weimarer hatte Jens Ahlgrimm. Seinen Freistoß entschärfte Rainer Behnke in der kurzen Ecke.

Zu zehnt und 0:1 hinten. Keine guten Voraussetzungen, um eine zweite Halbzeit gegen den Klassenprimus zu drehen. Doch zum einen konnten sich die Weimarer auf die eigene Moral, zum anderen auch auf den Gegner verlassen. Denn Gotha ließ die letzte Entschlossenheit vermissen, sich durch ein 2:0 in Sicherheit zu wiegen. Somit bot der SC gut Paroli und hatte nach einer Stunde schon die Gelegenheit zum Ausgleich. Kucharz leitete das Leder per Kopf auf Mario Schmidt weiter. Der narrte seinen Gegenspieler und zog in den Wacker-16er ein. Aus guter Position hämmerte er die Kugel allerdings über die Kiste. In der Schlussphase gab es noch ein paar schöne Aktionen der Gothaer, doch Christian Hatzky und zweimal der eingewechselte Christoph Kühn konnten Schmitt nicht überwinden. Und dann kam Felix Müller ...

"Das war wirklich harte Arbeit. Aber die Mannschaft hat fantastisch reagiert", sagte SC-Trainer Ulrich Oevermann nach dem verdienten Punktgewinn seines Teams.


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