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Der Ausflug in seine alte Heimat wurde für Trainer Ulrich Oevermann zum Reinfall: Der SC 03 Weimar verlor gestern in Rudolstadt mit 3:0. Keine einzige echte Torchance in 90 Minuten! "Wir haben nächste Woche einiges auszuwerten", grollte Trainer Ulrich Oevermann nach der 3:0 (1:0)-Schlappe seines SC 03 Weimar gestern Abend in der Thüringenliga bei Einheit Rudolstadt. Er blieb nach dem Spiel erst einmal in seiner alten Heimatstadt, besuchte seine Mutter und will sich heute oder morgen mit einer Spielbeobachtung künftiger Gegner wieder auf andere Gedanken bringen. Was er von seinen Männern gestern geboten bekam, gehört tatsächlich schnell vergessen. Ein Anfänger-Fehler stellte früh die Weichen: Mario Schmidt dribbelte quer zum eigenen Strafraum - und verlor prompt den Ball, worauf Rudolstadt freie Bahn hatte (7.). Bis zur Halbzeit passierte in einem schwachen Spiel wenig. Die langen Bälle der Rudolstädter waren selten ein Problem, aber Weimar brachte nach vorn noch weniger zustande. Auch nach der Pause, mit der Maßgabe, über die Flügel mehr Druck aufzubauen, änderte sich daran nichts. "Schlechte Anspiele aus dem Mittelfeld, kein Biss, keine Durchschlagskraft", schüttelte Oevermann den Kopf. Zudem profitierten die Rudolstädter mit der Führung im Rücken von den zahlreichen Spielunterbrechungen des kleinlich pfeifenden Schiedsrichters. Zwei seiner Entscheidungen erzürnten Oevermann besonders: Nach einem Trikot-Zupfer sah Daniel Romstedt zunächst Gelb, nach einer Schauspiel-Einlage des Rudolstädter Torwarts auch noch Gelb-Rot (40.). Oevermann:"Er hat ihn nicht mal berührt." Nach dem etwas glücklichen 2:0 per Pfosten-Abpraller (62.) setzten die Weimarer am Ende erfolglos alles auf eine Karte und wurden ausgekontert. Mit dem dritten Tor (80.) waren alle Messen endgültig gesungen. Weimar: Schmitt, Ahlgrimm, Kucharz, M. Schmidt (65. Steiner), F. Müller, König, Winterkorn (87. Fredrich), Becker, Romstedt (40. GRK), Gehre, Sander (72. Seele).
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