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Thüringenliga

SC 1903 Weimar vs. SV 09 Arnstadt
2 : 1

Es war schon sehr hektisch, wie es zum Spielende auf dem Lindenberg zuging: Die Verantwortlichen des Gegners, SV 09 Arnstadt, wurden inklusive Trainer Jürgen Heun auf die Tribüne oder in den Innenraum des Lindenberggebäudes vom Schiedsrichter Reuter verbannt. Grund: Heftiges Reklamieren mit Beleidigungen in Richtung des Unparteiischen. Dabei waren die Unmutsbekundungen noch nicht einmal berechtigt gewesen. Die zwei Platzverweise, jeweils eine pro Halbzeit für die Gäste, waren berechtigt.

Es war besser, dass der Schiri zügig abpfiff, vielleicht wäre sonst noch mehr passiert. Letztlich gewann der SC 03 Weimar mit 2:1 diese Partie und hat damit weitere wichtige Zähler eingefahren.

In Minute 14 wurde Daniel Romstedt im Arnstädter 16er elfmeterreif gelegt. Thomas Müller verwandelte zum 1:0. Wenig später sollte der Routinier aber das Spiel beenden, unfreiwillig. Nach einem Luftkampf brach er sich das Schulterblatt. Er wurde von Felix Seele ersetzt (26.). Nach einem Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft der Goethestädter kamen die Gäste zum 1:1-Ausgleich. Seele hätte noch das 2:1 machen können, als er alleine auf den Keeper zulief, scheiterte aber. Auch Stefan Winterkorn hatte seine Chance, doch sein Ball klatschte an den Querbalken. Mario Schmidt erging es nicht anders und setzte die Kugel ebenfalls ans Aluminium.

In Halbzeit zwei kontrollierte Weimar die Partie, Arnstadt besaß nur wenige Möglichkeiten. Nachdem Romstedt seinen Versuch verzogen hatte, bekam kurz vor Schluss Christian Kucharz den zweiten Ball nach einer Flanke von Außen. Er hämmerte das Leder an die Unterkante der Latte, von der es im Winkel zum 2:1 einschlug (87.). Es folgten die geschilderten Szenen. Gästetrainer Heun forderte sogar seine Mannschaft auf, das Feld zu verlassen, obwohl noch nicht abgepfiffen worden war. Der SV 09 Arnstadt hat sich in dieser Begegnung wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert.

Ulrich Oevermann war vor allem mit der Defensivleistung seines Teams zufrieden und konnte die Aufregung seitens der Gäste nicht verstehen: "Dass man reklamiert, gehört dazu, aber dies ständig zu praktizieren, war völlig unnötig." Der anwesende, offizielle Beobachter wird sich seine Notizen gemacht haben.


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