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Landesliga Frauen

SC 1903 Weimar vs. FSV 1921 Uder
3 : 2

Vorab: Ich hatte immer einen sehr guten Draht nach Uder und würde mich sehr freuen, wenn es der Elf um Spielertrainerin Nadine Erdmann gelingt, die Klasse zu halten, aber die die auf der Internetseite des FSV Uder 1921 zu lesenden Infos, dass unser Team nur glücklich und mit Hilfe des Schiedsrichters gesiegt hätten, entbehren jeglicher Grundlage! Auch pfiff Schiri Huber keineswegs zu früh ab, auch wenn er fast auf die Sekunde die Begegnung beendet hatte. Nur: wer sich 80 Minuten lang nur Gedanken um Ergebniskosmetik und Spielzerstörung bemüht, braucht sich dann nicht wundern, dass man keinen Nachschlag erhält, nur weil man dann noch die unerwartete Möglichkeit zu Remis von uns bekommt. Das Resultat von 3:2 drückt nämlich auf keine Weise die Dominanz und Souveränität aus, welche meine Mädels 70 Minuten lang demonstrierten. Die Fünfach-Umstellung nach zwei Spieldritteln brachte tatsächlich erhebliche Unordnung in unsere Reihen. Insofern nehme ich die folgenden Ereignisse und Gegentreffer (79.-3:1 Karina Wilhelm, die es schaffte, einen Sololauf gegen Romy und Susi mit einem Schuss aus spitzem Winkel ins kurze obere Eck gekonnt abzuschließen; 88.-3:2 Katja Zimmermann per Distanzschuss, der unter den Armen von Clara seinen Weg ins Tor fand) voll auf mich. Ziel war es freilich nicht, die Gäste aus Uder zu brüskieren oder gar lächerlich zu machen, sondern allen Spielerinnen ausreichende Einsatzzeitenzu gestatten. In Meuselwitz hatte das super geklappt. Dort konnten wird das 4:0 sogar in ein 8:0 verwandeln. Gegen Uder ging's in die Hose, wenngleich auch danach noch Tore für uns im Bereich des Möglichen waren. Betrachtet man allerdings die erste Stunde, so werden alle, die das Spiel verfolgt haben, meiner Meinung sein, dass wir deutlich höher hätten führen können, ja müssen, als wir es taten. Denises schöner Sololauf nach Pass von Manja mit krönendem Abschluss (15.) und Ellis Bauernspann-Treffer aus dem Gewühl (22.) waren, weiß Gott, nicht unsere einzigen Chance, auch wenn wir nicht so oft zum Torabschluss kamen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Teilweise verschluderten wir jedoch tolle Einschussgelegenheiten (Clara nach Mellis Hereingabe, Denise nach aus Nahdistanz, KF mit Torschuss aus 10 Metern direkt auf die gute Nadine Erdmann im Gästegehäuse). Spielerisch boten wir eine richtig gute Leistung, auch von ganz hinten wurde der Ball teils sehr schön herausgespielt. Aber bei aller Freude über das Spiel, das tolle Wetter, die Führung hielt dann 10 Minuten vor der Halbzeit - zumindest gefühlt - der Schlendrian Einzug, als sich der Ball im Dreieick Elli-Melli-Susi befand und jeder der drei sich auf den anderen zu verlassen schien. Eine Gästestürmerin ließ sich nicht lange bitten und zog gen Franzis Tor. Hätte sie in dieser SItuation nicht so glänzend reagiert, wäre das Spiel möglicherweise anders gelaufen. Dies sollte jedoch Uders einziger (!!!) Torschuss bis zu 61. Minute sein. Wir sammelten bis dato immerhin 16. Auch ich sah KF beim Anspiel von Elli im Abseits, habe allerdings auch erst dann zu KF geblickt, als der Ball bei ihr ankam und nicht als Elli ihn 20 Meter weiter hinten gespielt hatte. Egal: das 3:0 nach 50 Uhrumläufen war mehr als verdient. Wenn Uder von Fehlentscheidungen spricht, dann sollte man auch nicht das klar erkennbare Handspiel im eigenen Strafraum außer Acht lassen (53.)... Fakt ist jedoch wirklich und dafür muss man den Gästen wirklich ein Kompliment machen, dass sie aufopferungsvoll kämpften, nie aufsteckten und alles taten, jedes weitere Gegentor zu vermeiden. Großchancen für Manja Seeger, Melli Theile-Müller und Maria Weinert scheiterten an der glänzend parierenden Spielertrainerin Nadine Erdmann, an der Latte bzw. an der vielbeinigen Abwehr.
Unter dem Strich bleibt ein Erfolg, der am Ende unnötig knapp ausfiel. Die Kritik muss v. a. ich mir anheften. Ziel muss es nun sein, wieder eine schlagkräftige Truppe für das schwere Match in Sundhausen am So, 14 Uhr, zu rüsten. Hoffentlich wird auch Sandra Busch, die als einzige gegen Uder verletzungsbedingt fehlte, wieder mit von der Partie sein.

Aufstellung: Wabner (ab 62. Hoffmann) - Abé - Haase, Ahner - Theile-Müller, Houtzager (ab 62. Biskop), Seeger, Henker (ab 62. Müller) - Csincsura (ab 62. Weinert), Förster (ab 62. L. Platzdasch), Hoffmann (ab 62. Wabner)


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