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Nach all den Irrungen und Wirrungen, nach denen das Spiel nur mit Hilfe eines Bolzenschneiders eines freundlichen Anwohners stattfinden konnte (Danke, Herr Bleibtreu!), waren unsere Mädels ganz im Gegensatz zu uns Männern am Vortag von Beginn an hellwach: Anstoß, Ball nach rechts vorn, Elli ging couragiert auf die Verteidigerin, erkämpfte das Streitobjekt und passte in die Mitte, der Schussversuch wurde abgeblockt, den zweiten von Sandra wehrte eine Gästespielerin im Liegen mit der Hand ab > Elfer nach 43 Sekunden! Sandra wamste dann nach exakt 83 Sekunden den Ball mit Vollspeed rechts halbhoch in die Maschen. Endlich mal ein frühes Tor! Ab diesem Zeitpunkt versuchten wir, die Partie mit konsequenter Zweikampfgestaltung und aggressivem Pressing früh zu entscheiden. Angriff auf Angriff wurde initiiert, die zwar nicht alle zu Torchancen, aber doch zumindest zu einem deutlichen Feldvorteil führten. Leider versäumten wir es genau wie im Hinspiel, uns für den hohen läuferischen und kämpferischen, zum Teil sogar spielerischen Aufwand (Elli, Dein Übersteiger im vollen Lauf auf rechts bei rückwärtigem Anspiel war sensationell!) zu belohnen, indem wir ein weiteres Mal das Runde ins Eckige befördert hätten. Die besten Gelegenheiten besaßen Mareen und Denise kurz vor bzw. nach der Pause, als sie aus Nahdistanz an der glänzend reagierenden groß gewachsenen und auch groß haltenden Gästetorsteherin scheiterten. Als auch Ellis Kopfballheber nach weiter Freistoßflanke von Susi zu deren Beute wurde, mutierte ich zum Rumpelstilzchen, da ich auf die 3-Euro-Phrase von den ausgelassenen Chancen verweisend auf sybillinische Art und Weise das orakelte, was dann kommen musste. Ein harmloser Gästefreistoß aus 30 Metern wurde von Susi abgeköpft, leider brachten wir nicht entscheidend genug Druck auf die Gästespielerin, die sich das Leder geangelt hatte, sodass sie zum Schuss aus knapp 25 Metern kam. Dieser Schuss senkte sich für Franzi unglücklich unter die Latte (76.). Ein Paar Stöckelschuhe hätten hier einen großen Dienst erweisen können. Unglücklicher hätte es fast nicht passieren können. Es war Sundhausens erster und einziger Torschuss in 90 Minuten, der dann, nachdem wir zwar in der Schlussviertelstunde alles nach vorn warfen (aber nichts Zählbares mehr erreichten), zu einem Punktgewinn für den ohne Frage sehr ambitionierten und gut besetzten Aufsteiger, dem auch aufgrund der Jugendlickeit (Durchschnittsalter des Teams: 18,8 Jahre!) die Zukunft gehören wird. Bitter für uns: wir beherrschten sowohl Hin- als auch Rückspiel, der Gegner hatte in der Summe 4 Torgelegenheiten und machte daraus drei Tore sowie vier Punkte. ABER: Die Leistung der Mannschaft hat absolut gestimmt. Leidenschaft und Engagement, Lauffreude und unbedingter Wille waren über die komplette Zeitdauer einwandfrei erkennbar. Besonders das unverwüstliche Pressing, das im Prinzip auf dem ganzen Platz stattfand, zollte Respekt ab. Also Köpfe hoch! Am kommenden Sonntag gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus Jena werden wir mit solch einer Leistung den Gegner alles abverlangen und uns hoffentlich durchsetzen! |