Mannschaftspokale der NBC – Halbfinale, Freitag 3. Oktober 2014

Die Bahn in Koblach (Österreich) –  für die Bamberger Frauen schon bekannt, die Zerbster Männer betreten Neuland. Ihre Qualifikation fand in Hard statt. Foto: Andreas Förster

Drei deutsche Teams kämpften am Freitag um den Einzug in die Finales der Mannschaftspokale der NBC, die am Samstag ausgetragen werden.

Als Sieger der Qualifikation im Weltpokal der Frauen traf dabei der deutsche Meister und Titelverteidiger Victoria Bamberg ab 11.30 Uhr im österreichischen Knoblach auf SKK Zagreb Zaboky.

Bamberg: Diesmal souveräne Vorstellung vom ersten Wurf an

Im Starttrio beherrschten Sina Beißer und Sabrina Imbs ihre Kontrahentinnen klar, auch Ioana Vaidahazan hatte dank der 154:115 auf der 2. Bahn vor dem Schlusssatz alles selbst in der Hand, lag aber 1:2 zurück. Souverän löste sie die letzten 30 Wurf, holte schon mit 97:88 in die Vollen den entscheidenden Vorsprung heraus, um auch ihr Duell siegreich zu gestalten.
Auch das Schlusstrio ging komplett und äußerst souverän an den Titelverteidiger. Corinna Kastner ließ es nach 2:0-Führung (168er-Startbahn) gut sein und kam trotz Satzausgleich niemals in Gefahr. Für die erneut überzeugende Daniela Kicker wurde dann Beate Fritzmann eingewechselt, die den zu-Null-Duellsieg perfekt machte und Beata Wlodarczyk zeigte sich von einer ganz anderen als der Qualifikationsseite und erzielte mit 604 Kegeln den Partiebestwert. Zum kompletten Spielbericht

Um 14.00 Uhr schloss sich an gleicher Stelle das Halbfinale im Weltpokal der Männer zwischen Rot-Weiß Zerbst und KK Belgrad an. Dabei kam es für den Titelverteidiger aus Deutschland zur Neuauflage des vorjährigen Halbfinales in Apatin.

Im Schlusstrio schnell die Entscheidung gesucht

Das Zerbster Team vor dem Halbfinale. Foto: Andreas Förster

Im Trommelfeuer der Würfe behielten die Zerbster einen klaren Kopf, auch wenn Igor Kovacic von Axel Schondelmaier nicht zu halten war. Uros Stoklas setzte nach dem 170:185-Wahnsinn die feinen Nadelstiche und sicherte sich alle folgenden Sätze und drehte auch noch das Gesamtergebnis. Mathias Weber brauchte im 29. Wurf auf der letzten Bahn unbedingt eine Neun, er machte sie und legte als Bonbon noch eine drauf. Zerbst nahm drei Kegel mit ins Finale, was den Puls bei Sportwart Andreas Förster in die Höhe trieb. Was er und alle anderen in der Knoblacher Halle sahen, war ein Kabinettstück der Rot-Weißen. Timo Hoffmann zog Arpad Antal den Zahn und machte nach dem Wechsel bei den Gästen in stoischer Ruhe den Sack zu, sodass Torsten Reiser noch eingewechselt werden konnte, der seinerseits mit einem 176:160 zeigte, dass er offensichtlich rechtzeitig zu alter Stärke zurückfand. Ein Wechselduo, dass den Partiebestwert spielt – das gibt es fürwahr nicht alle Tage. Boris Benedik hatte keinerlei Erbarmen mit Goran Ostojic und spielte wie ein Uhrwerk, selbst im letzten (bedeutungslosen) Satz – 164:140. Calic und Schneider waren gleichstark, der Zerbster ließ nur zuviel in die Vollen liegen, sodass dieses Duell an den Belgrader ging. Zum kompletten Spielbericht


Die Teams aus Rijeka und Schrezheim bei der Begrüßung vor dem Halbfinale. Foto: KCS-Facebook

Eröffnet wurden die Halbfinalspiele aber bereits um 10.40 Uhr mit dem DKBC-Pokalsieger und deutschen Vizemeister KC Schrezheim, der als Vierter der Qualifikation im Europapokal in Varazdin (Kroatien) auf den Quali-Sieger KK Mlaka Rijeka traf. Für die Schrezheimerinnen war schon das Erreichen der Finalspiele eine riesige Sensation.

Schrezheim:
Das Märchen Europapokal geht weiter!!

So sehen Sieger aus – das Team des KC Schrezheim. Foto: KCS

Der KC Schrezheim steht im Halbfinale eines internationalen Turniers. Das war schon eine Riesensensation. Im Halbfinale ging es gegen Rijeka um den Einzug ins Finale. Hierbei wird – anders als in der Liga – verdeckt gesetzt. Natürlich macht man sich Gedanken, wer wo spielen könnte, doch am Ende bleibt es spannend. Die Mannschaft aus Rijeka wollte unsere Mädels mit psychologischen Tricks durcheinanderbringen und wechselte ihre besten Spielerinnen kurz vor Spielbeginn gegen Saskia Barth und Bianca Sauter ein. Doch sie machten die Rechnung ohne die Schrezheimerinnen
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