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Rückblick Stadtliga 2009/2010: Titel nach Roschütz

Nur Agaer können mit Stadtmeister mithalten - Leumnitz überzeugt




Daniel Gehrt (Foto: Lohse)

(Jens Lohse). In überzeugender Manier hat sich der SV Roschütz den Geraer Stadtmeistertitel gesichert und steigt gemeinsam mit dem SV Aga in die neu gebildete Regionalklasse auf.

Nach einem missglückten Saisonstart mit einem 3:3 in Lusan nahm die Schachtschabel-Elf schnell Fahrt auf, gab nur noch einmal zwei Zähler beim 3:3 gegen die SG Hermes/Liebschwitz im letzten Dezember auf dem Kunstrasen in Heinmrichsgrün ab.

Die anderen 20 Begegnungen wurden gewonnen. 21 Zähler Vorsprung hatte man auf den Drittplatzierten SG Hermes/Liebschwitz. Das Torverhältnis von 103:18 spricht ein eindeutige Sprache zugunsten des Champions, der nur selten ernsthaft gefordert wurde und sich nun auf die neue Spielklasse freut.



Mit nur 17 Verwarnungen holten die Roschützer auch den Fairplay-Pokal. Logische Konsequenz all der Superlative ist, dass mit Daniel Gehrt (36 Treffer) auch der Torschützenkönig vom SVR kam.

Mehr als zufrieden war auch Vizemeister SV Aga, der trotz zeitweiser enormer Personalengpässe nie Zweifel am zweiten Platz aufkommen ließ. Manchmal musste sogar Trainer Uwe Pilakowski mit auflaufen. Mit dem 3:2-Finalsieg im Köstritzer Pokal gegen Lusan krönte man eine überaus erfolgreiche Saison.

Dem Tabellendritten SG Hermes/Liebschwitz ging in der Endphase der Meisterschaft etwas die Luft aus. Man muss aufpassen, nicht wieder in alte Liebschwitzer Besetzungssorgen zu verfallen. In der neuen Stadtliga-Saison zählt man nach derzeitigem Leistungsstand zu den Aufstiegsfavoriten.

Gute Arbeit wurde beim TSV 1886 Leumnitz geleistet. Noch gar nicht so lange her sind die Zeiten, als man fast ein Abonnement auf die rote Laterne in der Stadtklasse hatte. Als Neuling schoben sich die vom engagierten Carsten Schmelzer betreuten TSV-Kicker gleich auf einen beachtlichen vierten Platz nach vorn. Nur in den Spitzenspielen bekam man noch die Grenzen aufgezeigt.
 


Die Bilder der Stadtligasaison 2009/2010 =»

(Vielen Dank an dieser Stelle an Klaus-Peter Hutzsch (TSV 1886 Gera-Leumnitz), Claudia Barwinski (VfL 1990 Gera) und Mike Grauel (OTG 1902 Gera)


Der Roschützer Erik Frahm (r.) spitzelt Sportfreunde-Kapitän Thomas Winkler den Ball vom Fuß. Einsam zieht der SV Roschütz in der Stadtliga-Saison 2009/10 seine Kreise. (Foto: Jens Lohse)


OTG 1902 Gera befindet sich im Umbruch. In der Vorsaison noch knapp den Aufstieg verpasst, übernahm Jens Geisler wieder das Trainer-Zepter und setzt auf die Jugend. Nach anfänglichen Problemen stabilisierte man sich später etwas.

Um einen Platz verbesserte sich der SV 1876 Pforten als Tabellensechster, holte diesmal aber auswärts mehr Punkte als im heimischen Erdbeerstadion. Daran gilt es zu arbeiten. Der BSG Wismut Gera II fehlte auf Platz sieben wie immer in den letzten Jahren die Konstanz. Man konnte keinen wesentlichen Boden gut machen.

Der Lusaner SC 1980, der als einzige Mannschaft gegen Roschütz (3:3) und Aga (2:1) punktete, konzentrierte sich auf Spitzenspiele und den Pokal. Angesichts des engen Spielerkaders musste Trainer Mario Nietzold mit dem achten Rang zufrieden sein. Bis sich die eigene Nachwuchsarbeit auch im Männerbereich bezahlbar macht, dauert eben noch ein paar Jahre.

Die Sportfreunde Gera büßten als Neunter ein. Pokal und Hallenmeisterschaft waren die sportlichen Ziele der Männer aus Falka. In beiden Wettbewerben konnte man sich aber nicht durchsetzen. Weiter auf Rang zehn dümpelt man beim VfL 1990 Gera herum. Eine nachhaltige Vorwärtsentwicklung steht am Fuchsberg noch aus.

Punktgleich mit dem VfL belegte der TSV Gera-Westvororte II den elften Platz. In der Rückrunde drehte die Scheubengrobsdorfer Reserve auf. Schlusslicht wurde der Post SV Gera II. Trotz vieler Altherrenkicker im Aufgebot absolvierten die Bieblacher sportlich fair alle 22 Begegnungen und feierten mit dem 1:0-Heimsieg gegen den VfL im Frühjahr ihr Erfolgserlebnis.


Es gab sie doch noch: Fußballspiele im Schnee. Was noch vor Jahren zum normalen Spielbetrieb dazu gehörte, ist heute aufgrund von vermehrten Absagen kaum noch zu sehen. (Foto: Claudia Barwinski)


Stadtliga-Statistik 2009/2010:

 

Spiele: 132, davon wurden 130 durchgeführt. Nicht ausgetragen wurden die Partien TSV 1886 Leumnitz - TSV Gera-Westvororte II und Lusaner SC 1980 - Sportfreunde Gera jeweils wegen Nichtantretens der Gäste

Tore: 558. Die meisten Tore erzielten der SV Roschütz (103) und der SV Aga (86). Die wenigsten Treffer durften der VfL 1990 Gera (16) und der Post SV Gera II (9) bejubeln. Die wenigsten Gegentore kassierten der SV Roschütz (18) und der SV Aga (28). Die "Schießbuden" der Liga waren der TSV Gera-Westvororte II (66) und der Post SV Gera II (102)

Torschützen: 148. Am häufigsten trugen sich Spieler der Sportfreunde Gera (18) und des SV Roschütz (16) in die Torschützenliste sein. Beim Post SV Gera II (7) und beim TSV 1886 Leumnitz (8) durften die wenigsten Kicker Treffer bejubeln

Torschützenliste: 1. Daniel Gehrt (SV Roschütz) 36 Tore, 2. Martin Schulze (SV Aga) 30, 3. Eric Frahm (SV Roschütz) 18, 4. Matthias Tretbar (SV Aga) 17, 5. Sven Schroth (SG Hermes/Liebschwitz) 16, 6. Oliver Pohl (SG Hermes/Liebschwitz) und Maik Scherzer (TSV 1886 Leumnitz) je 15, 8. Jörg Krawczyk (SV Aga) 14, 9. Alexander Schmidt (TSV 1886 Leumnitz) 13, 10. Marc Seidel (SV 1876 Pforten) 11.

Eigentore: 9

Zuschauer: 5650. Die meisten Zuschauer kamen zu den Heimspielen von SV Roschütz (950) und des SV Aga (624). Das geringste Interesse weckten die Heimpartien der Sportfreunde Gera (291) und des Post SV Gera II (235).

Eingesetzte Spieler: 368. Mit den wenigsten Spielern kamen der SV Roschütz (23) und die SG Hermes/Liebschwitz (23) aus. Die meisten Kicker brachten der TSV Gera-Westvororte II (39) und die BSG Wismut Gera II (40) zum Einsatz

Fairplay-Wertung: 1. SV Roschütz 85 Punkte, 2. SG Hermes/Liebschwitz 130, 3. OTG 1902 Gera 160, 4. SV Aga 175, 5. TSV 1886 Leimnitz 225, 6. SV 1876 Pforten 230, 7. Post SV Gera II 260, 8. BSG Wismut Gera II und VfL 1990 Gera je 275 10. Lusaner SC 1980 285, 11. Sportfreunde 315, 12. TSV Gera-Westvororte II 435

Gelbe Karten: 326. Die wenigsten Verwarnungen erhielten der SV Roschütz (17) und die BSG Wismut Gera II (22). Die meisten gelben Kartons sahen Spieler vom SV 1876 Pforten (32) und vom TSV Gera-Westvororte II (34)

Häufigste Gelbsünder: Tobias Theil (TSV 1886 Leumnitz) 8 Verwarnungen, Michael Ploss 7, Sven Bergt (beide VfL 1990 Gera), Markus Wicher (BSG Wismut Gera II) je 6

Gelb-rote Karten: 12. Ohne Ampelkarte blieben der SV Roschütz, die SG Hermes/Liebschwitz, der TSV 1886 Leumnitz und die Sportfreunde Gera. Vier Ampelkarten sahen die Kicker des VfL 1990 Gera. Zwei Mal vorzeitig zum Duschen mussten Spieler des Lusaner SC 1980

Rote Karten: 15. Ohne Feldverweis kamen der SV Roschütz, die SG Hermes/Liebschwitz, OTG 1902 Gera und der VfL 1990 Gera. Drei Mal Rot gab es für die BSG Wismut Gera II und den TSV Gera-Westvororte II. Zwei rote Karten in der Saison sahen Patrick Gottschaldt (TSV Gera-Westvororte II) und Heiko Knopfe (Post SV Gera II)



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