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Köstritzer Kreispokalfinale 2009/2010: SV Aga - Lusaner SC 1980 3:2 (1:1)




Rene Feistner bejubelt sein 3:2-
Siegtor in letzter Minute. (Foto:
Jens Lohse)

(Jens Lohse). Ein rassiges Pokalfinale mit zahlreichen Torraumszenen auf beiden Seiten bekamen die 220 Zuschauer in Roschütz zu sehen.

Am Ende behielten die favorisierten Agaer mit 3:2 gegen den tapfer kämpfenden Lusaner SC die Oberhand.

Die Lusaner hatten sich schon in der Verlängerung gesehen, nachdem in der Schlussminute der erst 19jährige Schiedsrichter Kirchner nach einer Strafraum-Attacke von Heller gegen Tarne auf Foulelfmeter entschieden hatte und Tille sich die Chance vom Punkt zum 2:2 nicht entgehen ließ (90.).

Doch freute sich der Außenseiter einen Tick zu lange.



Bei einem langen Ball der Agaer kurz darauf wirkte die LSC-Abwehr ungeordnet. Der kurz zuvor eingewechselte Feistner bewies seinen Torriecher, erlief sich den Ball und vollendete in unnachahmlicher Manier zum 3:2 ins Eck (90.+2).

Die Nordgeraer überrannten den Torschützen förmlich, der sich dann nach der Siegerehrung besonders bedankte.

Es war die Geschichte des Pokalfinals. Rene Feistner - langjähriger Agaer Torjäger in Stadt- und Bezirksliga - hatte sich zuletzt etwas vom Fußball zurückgezogen und seinen endgültigen Abschied für den Tag nach dem Pokalendspiel angekündigt. So wollten ihm seine langjährigen Kumpels natürlich nur in Ehren ziehen lassen.


 

 

 

Noch mehr Bilder zum Pokalfinale gibt´s hier =»

(Die Videos zum Spiel gibt es am Ende des Berichts)


 

 

 

Agas Matthias Tretbar (r.) vergibt die Großchance zum 3:1, nachdem er LSC-Torwart Patrick Plarre (l.) und Feldspieler Christian Rolle schon umspielt hatte. (Foto: Jens Lohse)



Er wurde ins Aufgebot berufen. Fünf Minuten vor Schluss hatte Agas Trainer Uwe Pilakowski bei seiner dritten Auswechslung die Wahl zwischen Matthias Dischmann und Rene Feistner. Für Dischmann war die Sache klar. Er verzichtete, wollte dass Sturmtank Feistner in die Partie kommt, der kurz vor Spielschluss dann zum Matchwinner wurde.

"Ich habe richtig spekuliert", berichtete der 32-jährige Feistner anschließend und bedankte sich mit einem Kasten Bier und einen nagelneuen Spielball bei seinem Freunden, von denen er mit vielen schon seit zehn, elf Jahren zusammenspielte.

"Gesundheitliche und persönliche Gründe zwingen mich zum Rücktritt. Es fällt mir mit Sicherheit nicht leicht", so Rene Feistner, der mehr Zeit für die Familie - das zweite Kind ist unterwegs - haben möchte.

 


 

 

 

Mit Andreas Kirchner (19 - Mitte), Johannes Werner (21 - li.) und Dominique Voigt (23 - re.) leitete diesmal ein äußerst junges Schiedsrichtergespann das Pokalendspiel. (Foto: gat)


 

"Aga ist Pokalsieger und wir sind die Verlierer. Da ist egal, ob wir nahe dran waren oder nicht", urteilte LSC-Trainer Mario Nietzold nach Spielende. "Ein Unentschieden wäre verdient gewesen", lächelte er, wohlwissend um diesen im Pokal nicht möglichen Ausgang.

Eine Rote Karte wegen einer Notbremse hatte der Lusaner Coach eingefordert, nachdem Tarne als letzter Mann von Agas Bergmann festgehalten wurden war, dann aber doch freistehend zum Abschluss kam.

"Wir haben eine Halbzeit lang gespielt gespielt, waren sehr nervös. Mit unseren vielen Abspielfehlern haben wir Lusan zum Kontern eingeladen. Doch zum Glück hatten wir einen starken Torwart zwischen den Pfosten", resümierte Agas Trainer Uwe Pilakowski, der von seinen Spielern nach der Siegerehrung ausgiebig mit Sekt und Schwarzbier geduscht wurde.

 


 

 

 

In einem ausgeglichenen Kreispokalfinale hat am Ende der Regionalklasseaufsteiger aus Aga Dank eines zum letzten Mal spielenden Rene Feistners das bessere Ende für sich. (Foto: gat)


 

"Nach dem Wechsel hatten wir dann Chancenvorteile. Für die Zuschauer war es auf jeden Fall sehr interessant", fügte Pilakowski hinzu. Überglücklich war auch der Agaer Kapitän Matthias Tretbar: "Wir haben es zum Schluss noch einmal spannend gemacht. Trotzdem haben wir verdient gewonnen. Lusan hat uns das Leben schwer gemacht. Zwei Tore habe ich vorbereitet, dann selbst eine Großchance vergeben."

Die Lusaner hatten die bessere erste Halbzeit gespielt. Zwar war Aga nicht chancenlos und immer dann gefährlich, wenn schnell über die Außenbahnen gespielt wurde. Die besseren Gelegenheiten besaßen aber die Lusaner, die nach dem 0:1 durch Tarne nach Vorarbeit von Schönrock (28.) noch weiter hätten erhöhen können. Aber Herold (36.) und Pötzschner (38.) fanden in SVA-Torwart Günther ihren Meister.

Mit dem Pausenpfiff glich Aga aus. Tretbars Flanke unterlief LSC-Keeper Plarre und Schulze köpfte zum 1:1 ein (45.). Kurz nach Wiederbeginn dann das 2:1 durch Herrmann, der nach erneuter Eingabe Tretbars am langen Pfosten einschob (55.). Möglichkeiten gab es hüben wie drüben. Wie Tretbars Aktion, der Plarre schon umkurvt hatte, rettete Tille auf der Torlinie (64.).

Auf der anderen Seite parierte Günther gegen Mendes Schuss (70.). Bei Schulzes Lattenkopfball schienen die Agaer dem dritten Tor nahe, ehe in der dramatischen Schlussphase nach dem Lusaner Foulelfmeter zum 2:2 dem eingewechselten Feistner sein Abschiedstor gelang.

SV
Aga: Günther - Benthin, Bergmann, Heller, Ziegengeist, Herrmann, Siegert (71. Vieweg), Schönberg (68. Schreiber), Tretbar, Schulze, Krawczyk (85. Feistner)

Lusaner SC 1980: Plarre - Schönrock, Pötzschner, Kolinsky (46. Nürnberger, 79. Unger), Bilz (73. Scholz), Herold, Tille, Mende, Rolle, Tarne, Hoffmann

Schiedsrichter: Kirchner/D. Voigt/Werner (alle Gera)

Zuschauer: 220

Tore: 0:1 Tarne (28.), 1:1 Schulze (45.), 2:1 Herrmann (55.), 2:2 Tille (90./Foulelfmeter), 3:2 Feistner (90.+2)


  

Die Videos vom Köstritzer Kreispokalfinale 2009/2010

 


 



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