Mit einer starken ersten Halbzeit hat sich der VfB Auerbach wieder auf der Erfolgsspur zurückgemeldet. Gegen den Landesligisten VfL Hohenstein-Ernstthal zeigten die Vogtländer, dass der unterirdische Auftritt beim Bad Brambacher Cup in Adorf nur ein Ausrutscher war. Die Dünger-Elf sorgte mit einem kraftvollen Auftritt im ersten Spielabschnitt, dass die vorherige Kritik verstummte.
VfB-Trainer Steffen Dünger stellte im Vergleich zum Turnier in Adorf um und schwor seine Schützlinge auf Wiedergutmachung ein. Bis auf Mittelfeldmotor Mirco Wemme, der derzeit sich eine Urlaubs-Auszeit gönnt, baute er auf die vermeintliche Startelf für den Oberliga-Auftakt in Halberstadt in einer anderthalben Woche. Tobias Düring tauchte deshalb im zentralen Mittelfeld auf, wo er eine überraschend gute Partie bot. Taktisch setzten die Göltzschtalstädter auf dem engen Reumtengrüner Rasenplatz auf frühes Stören. Möglichst schon in der eigenen Hälfte wurden die Hohensteiner Gäste, die wohl in der kommenden Landesliga-Saison eine gute Rolle spielen werden, gestört und zu Fehlern gezwungen. Zehn Minuten vergingen, ehe diese Ausrichtung erste Erfolge erzielte. Die Gäste schienen überrascht über das engagierte Auftreten des Oberligisten. Dem stetigen Druck hielt das von Sven Günther trainierte Team nicht stand. Carsten Pfoh scheiterte als erster VfB-Angreifer am gut aufgelegten VfL-Keeper Grabowski (10.) Auch Andreas Sommermeyer machte es einige Minuten später nicht besser und verfehlte freistehend die Führung zu erzielen. Erst Torjäger Marcel Schuch gelang der Durchbruch: Nachdem er im ersten Versuch noch scheiterte, erhielte er das Leder von Ricardo Persigehl zurück und traf aus Kurzdistanz zum 1:0. Der Damm war damit gebrochen - Auerbach stürmte nun unermüdlich auf den 05er-Kasten. Ivaylo Ivanov (32.) und nochmals Marcel Schuch (35.) erhöhten schnell bis auf 3:0, wobei die Führung bis zum Pausenpfiff durchaus höher hätte ausfallen können. Schuch (30.) und Vogel hatten die dicksten Auerbacher Möglichkeiten auf dem Fuß.
Schon in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte nahm der Oberligist das Tempo aus dem Spiel. Das Forechecking zuvor hatte Kraft gekostet. Zusätzlich brachte Steffen Dünger mit Tommy Herrmann, Kevin Petrovics und Philipp Kötzsch drei neue Spieler, die erst einmal die Bindung zum Spiel erlangen mussten. So richtig gelang im zweiten Abschnitt das zuvor starke Offensivspiel nicht mehr. Symptomatisch: Die ersten beiden Tore fielen vom Elfmeterpunkt. Erst holte Schuster Fichtelmann im Strafraum von den Beinen - der Ex-Plauener Wander traf zum 1:3. Im direkten Gegenzug gleiches Spiel - und auch Steffen Vogel traf vom Punkt. Den Schlusspunkt setzte Borner, der den eingewechselten VfB-Keeper Markus Dölz narrte und aus spitzem Winkel in die kurze Ecke traf. “Es war ein sehr ordentliches Spiel unsererseits - bis auf die schlechte Chancenverwertung. Wir haben druckvoll gespielt und hätten von den Torchancen her drei bis vier Tore schon in der ersten Hälfte mehr schießen müssen. In der zweiten Hälfte konnten wir nicht dranbleiben. Ich habe durchgewechselt. Das passiert dann eben”, so VfB-Trainer Steffen Dünger.

Statistik:
Tore: 1:0/3:0 Schuch (25./35.) 2:0 Ivanov (32.) 3:1 Wander (FE/70.) 4:1 Vogel (FE/72.) 4:2 Borner (87.)
Auerbach: Berger (76. Dölz) - Otte, Vogel, Schuster, Kramer (65. Kötzsch), Persigehl, Düring, Sommermeyer (65. Petrovics), Ivanov (65. Herrmann), Pfoh, Schuch (85. Grunert)
Schiedsrichter: Albert (Muldenhammer)
Zuschauer: 140
(masc)


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