Frank Schön, der wie er in der benachbarten Saalestadt wohnt und sich aus zeitlichen Gründen nach nur einem knappen halben Jahr verabschiedet hatte (TA 14.6.). Junker stammt aus Bad Lobenstein und kam 1981 als Zwölfjähriger zum FC Carl Zeiss Jena sowie an die Sportschule. Nach einem kurzen Abstecher zu Jenaer Glas gehörte er 1990/91 zu der FCC-Mannschaft, die sich in der letzten Ost-Oberliga-Saison für die 2. Bundesliga qualifizierte. Dort kam er aber nicht mehr zum Einsatz - mehrere Kreuzbandrisse zwangen ihn schon mit Mitte zwanzig, seine aktive Karriere zu beenden. Junker wurde Nachwuchs-Trainer bei Carl Zeiss, betreute unter anderem zusammen mit Heiko Weber die A-Junioren. Ab 2007/08 war er verantwortlicher Trainer der Männer-Zweiten in der NOFV-Oberliga. Junkers letzte Aufgabe bei Carl Zeiss waren wieder die A-Junioren, diesmal an der Seite von Mark Zimmermann. 

SC 03 Weimar stellte, wie schon bei Vorgänger Frank Schön, der in Mellingen lebende Ex-Profi Thomas Vogel her. "Ich wollte jetzt den nächsten Schritt gehen", begründete Michael Junker gestern seine Entscheidung für Weimar. "Ich würde gern mal eigene Vorstellungen umsetzen, bei einem anderen Verein was bewegen, selbst gestalten." Im Hauptberuf ist Junker Physiotherapeut mit einem Teilzeit-Job an der Reha-Klinik in Bad Klosterlausnitz. "Ich habe mich über das Angebot riesig gefreut", sagte er am Dienstag, als er erstmals vor seine neue Mannschaft trat. An einige Spieler, die sich mit Abwanderungsgedanken tragen, appellierte er, ihm vorher die Chance eines Gesprächs einzuräumen. Einige Unterredungen kamen gestern bereits zustande. Zudem erklärte Junker, er würde sich über eine Zusammenarbeit mit dem bisherigen Co-Trainer Jens Ahlgrimm freuen. Die Ansprache blieb kurz: "Ich habe gehört, man wird sonst schnell in die Schublade ,Schwätzer gesteckt." Seine erste Trainingseinheit leitet Junker zum Vorbereitungsstart am 9. Juli.

Michael Grübner / 20.06.12 / TA

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