Spielen mit falscher RĂŒckennummer zieht keine Wertung nach sich

Urteil in der Landesklasse Ost


Das Sportgericht des ThĂŒringer Fußball-Verbandes (TFV) hat ĂŒber den Einspruch des 1. FC Greiz gegen die Wertung des Punktspieles der Landesklasse Ost Nr. 065, SV Eintracht Eisenberg vs. SG 1.FC/Chemie Greiz vom 16.10.2011, Endstand 2:0, ein schriftliches Einzelrichterverfahren durchgefĂŒhrt und so entschieden:


Der Einspruch des 1.FC Greiz wird zurĂŒckgewiesen, die Spielwertung erfolgt gemĂ€ĂŸ dem Spielausgang.


Der SV Eintracht Eisenberg wird wegen Verstoß gegen §7 Ziffer 5 Absatz (2) der Spielordnung des TFV zur Zahlung eines Strafgeldes verurteilt. Unter Beachtung 2.13 des Strafenkataloges zur Rechts- und Verfahrensordnung des TFV betrĂ€gt das Strafgeld 50,00 €.


Die eingezahlte VerfahrensgebĂŒhr des1.FC Greiz ist gemĂ€ĂŸ §16 Ziffer 1 Absatz (3) der Rechts- und Verfahrensordnung (RuVO) verfallen


In der BegrĂŒndung wird u. a. ausgefĂŒhrt:


Der form- und fristgerechte Einspruch des 1.FC Greiz bezog sich auf das Mitwirken eines Eisenberger Spielers unter anderer RĂŒckennummer als auf dem Spielbericht eingetragen. Der Spieler war auf dem elektronischen Spielbericht (ESB) unter der Nummer 10 eingefĂŒgt. WĂ€hrend des Spiels trug er die RĂŒckennummer 19.


Vor dem Spiel, bei der Passkotrolle und der Ausfertigung des ESB, wurde die Spielberechtigung des benannten Spielers beanstandungslos festgestellt.


Die Trikotverwechslung stellt einen Verstoß gegen §7 Ziffer 5 (2) der Spielordnung des TFV dar, die jedoch keine Auswirkung auf die Spielberechtigung hat. Diese wird durch den Spielerpass und Eintrag auf dem ESB nachgewiesen.


Nach Erkennen der Trikotverwechslung wurde durch den Schiedsrichter die bestehende Spielberechtigung kontrolliert und zweifelsfrei nachgewiesen.


Hartmut Gerlach

 
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