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Meng-Hämm-Trio kickt jetzt für den Sportclub

 

Fußball-Kreisoberligist SC 09 Effelder hat sich für die kommende Saison die Dienste von gleich drei Spielern des FSV 1999 Mengersgereuth-Hämmern gesichert. Robin Siebenäuger, der bereits von 2013 bis 2016 das rot-schwarze Trikot der Hinterländer trug, soll im Mittelfeld eine zentrale Rolle einnehmen. Neben Siebenäuger verstärken die Zwillinge Tristan und Lois Traut den Sportclub. Effelders Vorsitzender, Tino Schwesinger, sagte zu den Neuzugängen: „Wir freuen uns, dass die drei Spieler freiwillig zu uns gekommen sind. Wir konnten unseren Kader damit verjüngen und verbreitern." Auch Effelders Coach Frank Vogel ist zuversichtlich: „Robin Siebenäuger hat das Zeug, als Spielmacher zu agieren. Tristan und Lois Traut sind gelernte Defensivspieler, doch ich werde sie auch auf anderen Positionen ausprobieren, denn aufgrund ihrer Körpergröße haben sie im Kopfballspiel Vorteile". Den Verein verlassen haben Toni Steiner und Lucas-Zacharias Heinz, die nunmehr bei ihren Stammvereinen FC Blau-Weiß Schalkau und dem SV 08 Steinach spielen werden.

 

 Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 17.7.2019

 

Enuta kommt, Haupt hört vorerst auf

Oberlind – Auch bei Fußball-Kreisoberligist SC 06 Oberlind dreht sich in diesem Sommer das Personal-Karussell. So wird Cosmin Enuta den Sportclub in der kommenden Saison verstärken. Der 25-jährige Mittelfeldakteur
wechselt vom oberfränkischen Club 1. FC Altenkunstadt/ Woffendorf nach Oberlind. Kapitän Tino Jäger stellte über die identische Arbeitsstelle den Kontakt zum Offensiv-Allrounder her.
Nicht mehr zur Verfügung stehen wird dagegen Chris Haupt, der nach zahlreichen schweren Verletzungen seine Fußballschuhe vorerst an den Nagel hängt. „Wir bedanken uns bei Chris Haupt für die gezeigten Leistungen
und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg für seine bereits begonnene Laufbahn als Trainer im Jugendbereich", so Oberlinds Fußball-Abteilungsleiter Eric Bischoff. eb
 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 16.7.2019

 

Rückblick Kreisoberliga 2018/19 FW Hildburghausen: Ein Favorit, der keiner war

 

13 von 14 Teams tippten vor der Kreisoberliga-Saison 2018/2019 in Sachen Titel auf den Erlauer SV. Am Ende führte aber kein Weg an der SG Steinach vorbei. Für Aufsehen sorgte hingegen ein Team vom Schleusegrund. Ernüchternd fällt einmal mehr das Fazit aus. Zumindest aus Hildburghäuser Sicht. Denn mit der SG  endhausen/Römhild und Eintracht Hildburghausen II kommen wie schon im Vorjahr die beiden Absteiger aus dem Landkreis Hildburghausen. Während die Kreisstädter nach nur einem einjährigen Intermezzo wieder zurück in die Kreisliga müssen, kickten die Grabfelder zwei Spielzeiten in der höchsten Kreisspielklasse. Am Tabellenende verabschiedete sich die SG Mendhausen/ Römhild mit einigen negativen Rekorden aus der Kreisoberliga.

 

Anders hat man sich die Saison bei Vizemeister Erlau vorgestellt. Vor der Saison mit den Neuzugängen Eggemann (aus Sachsenbrunn) und Pilz (Suhler SV) noch als Geheimfavorit gehandelt, kamen die Grün-Weißen in der Endabrechnung nur auf dem zweiten Platz ein. Am Ende hatten sie sogar 13 Punkte Rückstand auf Meister Steinach. Ausschlaggebend hierfür war die durchwachsene Auswärtsbilanz, die mit jeweils fünf Siegen und Niederlagen bei drei weiteren Unentschieden und somit 18 Punkten nur ausgeglichen war. Auch die beiden Punkteteilungen gegen die Kellerkinder aus Mendhausen/ Römhild und Milz waren so nicht eingeplant.

 

Ganz anders lief die Saison für die Fellberg-Kicker aus Steinach. Ging es zu Beginn der Rückrunde noch äußerst spannend zu – mit Neuhaus-Schierschnitz, Erlau, Sonneberg-West, Haina und Steinach, die in dieser Reihenfolge lediglich durch zwei Pünktchen voneinander getrennt waren –, bestimmten sie im Laufe der zweiten Saisonhälfte das Geschehen maßgeblich und ballerten sich förmlich in die Landesklasse. Nach dem letztjährigen Abstieg ist den Steinachern, die zu Beginn des Jahres von Trainerduo Daniel Meyer und Christian Häusler geleitet wurden, damit das schwierige Projekt „sofortiger Wiederaufstieg" geglückt. Mit 13 Siegen in 14 Begegnungen waren die Fellberg-Kicker von der Konkurrenz nicht mehr aufzuhalten. Den einzigen Dämpfer gab es im Nachholspiel zu Ostern mit der 0:2-Niederlage in Sonneberg-West.

Zudem darf sich der amtierende Meister, der auch das Pokalfinale mit 3:0 gegen Oberlind für sich entscheiden konnte, trotz 3:4-Niederlage im Supercup „Triple-Sieger" schimpfen lassen. Der Grund: Max Rädlein, der mit einer Auswahl der   Kreisoberliga Südthüringen gerade gegen die Steinacher gewonnen hatte, übergab den Pokal gleich nach dem Spiel den Steinachern. Den – nach dem Wirrwarr vor dem Cup – für viele einzig wahren Super-Cup-Sieger. 

 

Mit ebenfalls 45 Punkten, aber mit der um acht Treffer schlechteren Tordifferenz, belegt Neuhaus-Schierschnitz den Bronzeplatz. Der ISO-Mannschaft ging am Ende der Saison etwas die Puste aus. Aus den letzten sieben Begegnungen holten sie von 21 möglichen Zählern nur acht Punkte. Der Tabellendritte hatte mit dem Torschützenkönig Marcel Winkler (25 Treffer) und mit Martin Gelbricht (Platz vier der Torschützenliste mit 19 Buden) ein treffsicheres Duo in seinen Reihen. Beide erzielten mit ihren 44 Toren genau zwei Drittel aller Treffer der Schierschnitzer.

 

Gleich um fünf Ränge – von Platz 9 zur Winterpause (19 Punkte aus 15 Spielen) bis auf Position vier am Spieljahresende – konnte sich die SG Goßmannsrod/Oberland noch verbessern. Aus den restlichen elf Begegnungen konnten sie 23 Punkte erkämpfen.

 

Die Westler aus Sonneberg können mit ihrer Endplatzierung sehr zufrieden sein. Wie schon im Vorjahr erreichten die Bettelhecker den fünften Rang. Dabei kamen sie auch heuer wieder auf 41 Punkte. Und auch die Trefferausbeute ist mit 51:40 gegenüber 54:41 fast gleich.

 

Mit einer ausgeglichenen Bilanz von zehn Siegen, sechs Unentschieden und zehn Niederlagen kam die SG  Veilsdorf/Heßberg auf den sechsten Platz. Besonders schmerzlich waren die beiden Derbyniederlagen gegen den Aufsteiger aus Hildburghausen und das 3:7 gegen den Ortsnachbarn aus Goßmannsrod. Lichtblicke waren der Heimsieg gegen Erlau und gleich vier Punkte aus den Duellen gegen Neuhaus-Schierschnitz.

 

Seinen Platz aus dem Vorjahr konnte der SC 09 Effelder verteidigen. Erneut war es in der Abschlusstabelle der siebte Platz. Danach sah es lange Zeit allerdings nicht aus. Denn nach der Vorrunde rangierten die 09er mit elf Punkten auf dem  vorletzten Platz. Diese Punkteausbeute konnten sie in der Rückrunde mit 24 Zählern mehr als verdoppeln.

 

Auf den Plätzen acht bis zehn liegt ein Hildburghäuser Trio mit jeweils 34 Punkten. Position acht geht an den SV Schleusegrund Schönbrunn. Die Mannschaft von Trainer Dirk Forkel ist somit auch der bestplatzierte Aufsteiger.

 

Aus der Spitzengruppe zur Winterpause bis auf Position neun wurde der Hainaer SV durchgereicht. Der Grund waren zwei völlig unterschiedliche Spielserien. In der Vorrunde kamen die Grabfelder mit 25 Punkten auf den zweiten Platz. In der Rückrunde bedeuteten die neun Punkte dagegen den vorletzten Rang. Im Kalenderjahr 2019 erspielte sich der HSV ganze sechs magere Punkte – das schlechteste Ergebnis aller 14 Teams. Und die Grabfelder haben dann sogar die letzten neun Punktspiele am Stück verloren. Sicherlich spielte dabei auch das Verletzungspech in der Rückrunde eine Rolle. Hinzu kamen allerdings auch unnötige Spielsperren.

 

Der Kreisoberliga-Dino vom SV 08 Westhausen behauptete am Ende Platz zehn. Damit hält der negative Trend der vergangenen Jahre bei den Unterländern an. Über Platz vier vor drei Jahren und zwei Mal Rang acht war es heuer der erste zweistellige Rang. Als kleine Entschuldigung muss man aber anführen, dass die Westhäuser fast die ganze Saison ihre Heimspiele nicht auf ihrem Hauptplatz austragen konnten. Sie mussten auf den Waldsportplatz und nach Gompertshausen ausweichen.

 

Wie schon im Vorjahr konnte sich der SC 06 Oberlind wieder über den Strich retten. Siege in Mendhausen/ Römhild und in Haina sowie vor den eigenen Fans gegen Hildburghausen II bedeuteten den Klassenerhalt. Auffällig bei den Rand-Sonnebergern ist die Diskrepanz zwischen der Heimund Auswärtsbilanz. Zu Hause kamen sie gerade mal auf elf Punkte. In der Fremde können sie mit 18 Punkten eine ausgeglichene Bilanz vorweisen.

 

Auf den Relegationsplatz und somit in ein Entscheidungsspiel gegen Häselrieth konnte sich der SV 07 Milz noch retten. Das dramatische Ende mit dem Klassenerhalt ist ja hinlänglich bekannt. Der scheidende Trainer Frank Sommer hat es treffend umschrieben: „Wir haben uns am Ende einer beschissenen Saison noch belohnt."

 

Der zweite Aufsteiger Hildburghausen II kam eigentlich gut in die Serie. Nach fünf Spieltagen behauptete der Neuling den zweiten Rang, zur Winterpause war es immerhin noch Position zehn. Aber danach ging es stetig bergab – am Ende sogar zurück in die Kreisliga. Die kleine Eintracht tat sich vor allem gegenüber den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf schwer. Null Punkte gegen Milz, ein Zähler gegen Oberlind und drei Punkte gegen Mendhausen/Römhild waren hier deutlich zu wenig.

 

Für Mendhausen/Römhild war die letztjährige Kreisoberliga-Saison eine Nummer zu groß. Die Grabfelder befanden sich durchweg im Abstiegskampf. Mit Beginn der Rückrunde dümpelten sie auf dem vorletzten Tabellenplatz. Sechs Spieltage vor Saisonende übernahmen sie die Rote Laterne. Der junge Trainer Marcus Arnhold versuchte viel, vielleicht zu viel. Die ständig wechselnden Aufstellungen bei der Suche nach dem Erfolg taten der Mannschaft nicht gut. Mit der schlechtesten Heimbilanz (zehn Punkte) und auch nur neun Punkten in der Fremde ging es zurück in die Kreisliga.

 

Die frei gewordenen Plätze in der Kreisoberliga werden im neuen Spieljahr von Kreisliga-Aufsteiger SC 07 Schleusingen und den beiden Landesklasse- Absteigern SG 51 Sonneberg sowie SG Sachsenbrunn/Crock eingenommen. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 16.7.2019

 

Rückblick Kreisoberliga 2018/19 FW Sonneberg: Der Lohn für einen langen Atem


Die junge Mannschaft der SG SV 08/VfB Steinach  spielt in der Fußball-Kreisoberliga eine eindrucksvolle Rückrunde und steigt sofortig wieder in die Landesklasse aus. Indes lassen Erlau, Neuhaus-Schierschnitz und Sonneberg-West Federn.

 

Sonneberg – Nach dem Abstieg aus der Landesklasse am Ende der Saison 2017/2018 gab es beim Traditionsverein, der als SG SV 08/VfB Steinach auftritt, schon lange Gesichter. Aber zugleich ging der Blick in die Zukunft. Nachdem die verdienstvollen Björn Sesselmann, Stefan Wild und Jan Möller ihre Schuhe an den berühmten Nagel gehangen hatten sowie Dominik Wenke und Pascal Koch zur SG 1951 Sonneberg gewechselt waren, hatte Trainer Daniel Meyer viele junge Spieler in seinem Kader, welchen die West-Sonneberger Frederic Wohlleben und Max Töpfer aufpeppten. Meyer versuchte, den Ball recht flach zu halten, wollte den Druck von den jungen Leuten nehmen. Er wollte den vielen Youngstern einfach die nötige Zeit geben, sich zu entwickeln. Die junge Mannschaft „verkaufte" sich bereits in der Herbstrunde sehr gut. Allerdings fehlte da noch etwas die Konstanz. Mit Beginn des neuen Jahres trainierte dann das Trainerduo Daniel Meyer/Christian Häusler die Steinacher „Fohlen". Und dieses Frühjahr sollte für die Blau-Weißen überaus erfolgreich werden. Alle Heimspiele wurden siegreich beendet, und auch in den Auswärtsspielen mischten die Mannen um den starken Torwart Kevin Eichhorn mächtig auf. 7:0 hieß es in Veilsdorf, 5:0 in Westhausen, 5:0 in Oberlind und 3:0 auf der „Biene" in Neuhaus-Schierschnitz. Nur im Derby bei den „Westlern" gab es eine Niederlage. Die Kicker vom Fellberg waren elfmal Tabellenführer, erzielten die meisten Tore und kassierten die wenigsten Gegentreffer. Imponierend die Rückrundentorbilanz von 49:3.

Auch im Pokal marschierten die 08er gerade aus durch bis ins Finale. Und auch in dieser Partie drückten die Steinacher dem Spiel den Stempel auf. Vor 630 Zuschauern wurde Oberlind mit 3:0 besiegt. Steinach hatte auch einen sehr guten Zuschauerschnitt. Etwa 1800 Fans wollten die Spiele der 08er sehen; dies sind fast 150 im Schnitt. Erfreulich ist auch der dritte Platz im Fairplay-Wettbewerb. Die junge Mannschaft ist in der abgelaufenen Serie gewachsen, hat weiter an Qualität gewonnen. Trainer Daniel Meyer steht seit dem Sommer nicht mehr zur Verfügung, denn er schwingt nun beim FSV Oberweißbach den Taktstock. Christian Häusler wird dann in der Landesklasse die Mannschaft trainieren, Maurice Müller-Keupert (einst langjähriger Trainer der SG Lauscha/Neuhaus) wird dabei assistieren. Eine gewisse Vorfreude ist bei den Brunnenstädtern schon jetzt auszumachen, wenngleich dann eine noch höhere Qualität von allen verlangt werden wird.

 

Vor Saisonbeginn galt der Erlauer SV Grün-Weiß als der Top-Favorit. Mit Eggemann (aus Sachsenbrunn) und Pilz (Suhler SV) bekam Erlau Top- Leute hinzu. Doch es lief in der Vorrunde nicht optimal. Trotzdem konnten sich die Grün-Weißen mit einer guten Rückrunde den bedeutungslosen Vizemeistertitel sichern.

 

Der SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz lag nach 15 gespielten Runden vorne. Es schien so, als ob sich ein Fünfkampf im Meisterschaftsrennen entwickeln würde. Doch vier der fünf Teams schwächelten – auch die „Iso". 30 Punkte sammelten die Rosenbauer- Schützlinge im Jahr 2018, nur noch 15 bis zum Saisonende. Dem 2:2 gegen Schlusslicht Milz folgte ein 4:5 in Erlau. Im Wechselbad der Gefühle angekommen, gab es dann einen Derbysieg gegen Sonneberg-West, ehe Niederlagen in Goßmannsrod und in Veilsdorf das Stoppzeichen in der Meisterschaft setzten. Der zwischenzeitliche Derby- Erfolg in Effelder und der Auswärtserfolg beim Neuling in Schönbrunn waren nur noch von statistischem Wert. Warum konnte die „Iso" die Form vom Herbst nicht konservieren? Die Unterländer hatten mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Auch wenn sich der vom 1. FC Sonneberg 04 gekommene junge Moritz Baumgarten einen Stammplatz sichern konnte, so fielen doch verletzungsbedingte Ausfälle langjähriger Stammspieler ins Gewicht. Und auch wenn die Top-Stürmer Marcel Winkler – er sicherte sich mit 25 Treffern die Torjägerkanone – und Martin Gelbricht (19) nach wie vor absolut zuverlässig und treffsicher sind, so kann dieses Duo nicht jedes Spiel entscheiden. Obwohl die „Iso" in der Tabelle stets oben dabei war, halten sich die Besucherzahlen in Grenzen. 101 Fans pilgerten im Durchschnitt zur „Biene".

 

In der Rückrundentabelle auf Rang zwei – dies steht auf der Vita der SG Goßmannsrod/Oberland. Die SG überzeugte aber auch nicht durchgängig, und so ist das negative Torverhältnis zu erklären. Überragend bei der SG einmal mehr Kevin Diller, der sein Torekonto auf 18 hochschraubte.

 

Der Vorjahresfünfte, der TSV 1884 Germania Sonneberg-West, hat auch in dieser Serie zumeist überzeugt. Die Mannen von Trainer Sven Brückner pendelten zwischen Rang eins (18. Spieltag) und Rang zehn. Aber im Prinzip waren sie immer mit oben dabei. Einige Fußballfans trauten den Westlern nach Rang drei der Herbstrunde (28 Punkte) gar den Titel zu. Kam doch in der Winterpause Johannes Roth noch hinzu. Neben Roth schlossen sich auch Marco Stärker und Stephan Funke der Germania an, die jedoch nur in wenigen Spielen mitwirkten. Die „Westler" kamen gut aus der Winterpause, gewannen das Derby in Oberlind (2:0) und besiegten danach Haina (1:0). Dann aber folgten drei Niederlagen am Stück. Die Derbys in Neuhaus-Schierschnitz und gegen Effelder gingen sprichwörtlich in die Hose, ehe mit dem letzten Aufgebot auch die Hürde in Milz nicht genommen werden konnte. Dazwischen lag der Erfolg im Nachholspiel gegen Steinach (2:0). Durch langwierige Verletzungen, aber auch Studium, fehlten Trainer Sven Brückner mehrfach viele Spieler. Jede Woche liefen andere Akteure mit auf. Da ist es nur gut, dass der Verein nach wie vor von der intensiven Jugendarbeit der vergangenen Jahre profitiert. Letztlich – Ergebnisse und Leistungen schwankten noch weiter – war man bei den Germanen froh, dass die Saison zu Ende ist.

 

Das Mittelfeld der Tabelle reicht von der SG Veilsdorf/Heßberg, dem SC 09 Effelder, über den starken Neuling Schleusegrund Schönbrunn, dem Hainaer SV bis hin zum SV 08 Westhausen. Die SG Veilsdorf/Heßberg konnte sich gegenüber der Vorsaison (9.) zwar um drei Ränge und fünf Punkte verbessern, aber die Leistungen glichen doch einer Achterbahnfahrt. Ronny Jauch war bester Schütze; er traf 20 Mal.

 

In akuter Abstiegsgefahr befand sich zur Winterpause nach vielen guten Jahren der SC 09 Effelder. Seit dem Landesklasse-Abstieg verabschiedeten sich Dustin Heß, Martin Coburger, Martin Hirschberger, Robin Siebenäuger, Martin Lehr, Robert Bätz, Tobias Treciak, Maximilian Engel und Michael Funke fast eine ganze Mannschaft. In der Winterpause sagten Julian Sommer (Schalkau), Pascal Neuber (Steinach) und Stephan Funke (Sonneberg-West) ade, so dass Trainer Frank Vogel vor keiner leichten Aufgabe stand. Glücklicherweise kehrten mit Torwart Michael Funke und dem mannschaftsdienlichen Maximilian Engel zwei Spieler zurück, die nach der Winterpause das Bild der 09er prägten. „Wir sind enger  zusammengerückt und haben daher noch viele Punkte geholt", freute sich Spielführer Toni Lenkardt. Die Resultate der Rückrunde können sich wahrlich sehen lassen, denn Effelder gewann acht Begegnungen und gehörte zu den besten Teams. Die Abwehr war stabil, vorne gab es Tore zur richtigen Zeit. Neben einer ausgeglichenen Heimbilanz (da gibt es Reserven) steht eine gute Auswärtsbilanz zu Buche. Toni Lenkardt war bester Torjäger mit zwölf Treffern.Schlecht: Im Fairplay hat Effelder die Rote Laterne inne. „Ich habe fest daran geglaubt, dass wir über das Jubiläum hinaus in der Kreisoberliga spielen werden", sagte ein erfreuter Coach Frank Vogel anlässlich 110 Jahre SC 09 Effelder.

 

Zuschauerkrösus war der Aufsteiger SV Schleusegrund Schönbrunn (2124/164 im Schnitt). Der Neuling belebte das „Geschäft"; allerdings wechselten sich bei den Jungs von Trainer Dirk Forkel auch Licht und Schatten ab. Tino Luther (20) war bester Torschütze.

 

Zum Spitzen-Quintett zählte im Herbst der Hainaer SV, der in der Rückrunde allerdings nur neun Punkte holte und damit zweitschlechtestes Team war. Die Grabfeld- Kicker landeten gerade noch auf einem einstelligen Platz.

 

„Nur nicht gleich wieder in den hinteren Tabellenregion festsetzen", hieß es beim SC 06 Oberlind. Die Rand-Sonneberger punkteten auch bis zur Winterpause tüchtig (19). Doch in der Frühjahrsrunde kamen die von Spielertrainer Nico Eber aufs Feld geführten „Linder" nicht wirklich gut in die Gänge. Sechs sieglose Begegnungen in der Meisterschaft sorgten dafür, dass sich das Abstiegsgespenst im Sonneberger Süden wieder breitmachte. Aber nach dem 0:1 gegen Westhausen gab es am ersten Mai-Wochenende, im sogenannten Sechspunktespiel in Mendhausen, einen 3:1-Auswärtserfolg. Anschließend hatte man gegen Steinach (0:5) freilich das Nachsehen, aber gegen Hildburghausen II (3:2) und in Haina (4:1) holten die Mannen um den starken Torwart Carlo Bischoff jene Punkte, die zum Klassenverbleib nötig waren. Das letzte Heimspiel – es war das Derby gegen den SV Isolator (0:6) – hatte so nur noch freundschaftlichen Charakter. Blickt man auf die Heimbilanz des SC, stellt man fest, dass die „Linder" viele Punkte liegengelassen haben. Acht Niederlagen zeugen von akuter Heimschwäche. Auswärts hingegen erreichten die 06er eine ausgeglichene Bilanz; da waren die Grün-Weißen besser als manches Spitzenteam. Kevin Geßwein führt die interne Oberlinder Torjägerliste (11) an.

Stark war das Auftreten im Pokal: Über die Stationen Sonneberg-West (3:1), Dingsleben/St. Bernhard (3:2) und Erlau (2:0) gab es im Semifinale einen 5:1-Kantersieg gegen Effelder. Im Finale war dann aber Steinach eine Nummer zu groß – die 06er unterlagen mit 0:3.

 

Der SV 07 Milz spielte eine schwache Hinrunde (10 Punkte). Aber mit einem starken Schlussspurt gelang es den Kickern aus dem Grabfeld, sich noch den Relegationsplatz zu sichern.

 

Stark begann auch der Aufsteiger FSV 06 Eintracht Hildburghausen II, der aber in der Rückrunde nur elf Punkte einspielte. Die Gelb-Schwarzen müssen genau wie die SG Mendhausen/ Römhild absteigen und in der Kreisliga einen Neuanfang wagen. Mendhausen/Römhild gelang in der Rückrunde der Saison 2018/2019 lediglich ein voller Erfolg. Red

 

Torjäger

1. Marcel Winkler (Neuhaus-Schierschnitz) ......... 25

2. Ronny Jauch (Veilsdorf/Heßberg)..................... 20

Tino Luther (Schönbrunn)................................. 20

4. Martin Gelbricht (Neuhaus-Schierschnitz)....... 19

5. Kevin Diller (SG Goßmannsrod/)...................... 18

6. Nico Birkenwald (Erlau)................................... 15

7. Dominik Eggemann (Erlau).............................. 14

Max Töpfer (SG Steinach) ................................ 14

9. Falko Barthelmann (SG Goßmannsrod) ........... 13

Patrick Bauer (Sonneberg-West) ...................... 13

11. Manuel Kick (Westhausen) .............................. 12

Toni Lenkardt (Effelder) ................................... 12

13. Kevin Geßwein (Oberlind)................................ 11

Jens Hirschfeld (Hildburghausen II) ................. 11

Dominik Lorenz (SG Steinach).......................... 11

Amir Rezai (Sonneberg-West) .......................... 11

13. Nils Großer (Schönbrunn) ................................ 10

 

Fairplay

1. Hildburghausen II 31 2 1 1 0 220 8,46

2. SG Goßmannsrod 27 0 2 6 0 225 8,65

3. SV 08/VfB Steinach 41 2 0 0 0 235 9,03

4. Neuhaus-Schierschnitz48 0 0 0 0 240 9,23

5. Schönbrunn 51 1 0 0 0 270 10,38

6. Milz 52 1 0 0 0 275 10,57

7. Erlau 42 1 1 4 0 275 10,57

8. Veilsdorf/Heßberg 48 1 1 1 0 290 11,15

9. Westhausen 60 0 2 2 0 320 12,30

10. Mendhausen/Römhild57 1 1 1 0 335 12,88

11. Oberlind 53 3 1 2 0 350 13,46

12. Haina 51 3 1 1 35 370 14,23

13. Sonneberg-West 42 0 2 9 100 415 15,96

14. Effelder 58 5 3 9 10 510 19,61

Erklärung: Gelbe Karten, Gelb-Rote Karten, Rote Karten, Anzahl der Zeitstrafen, Unsportlichkeiten, Gesamtpunktzahl, Quote

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 13.7.2019



Neuer Trainer, und neue Spieler beim Dino

 

Westhausen – Bei Fußball-Kreisoberligist Westhausen dreht sich das Personen- Karussell in dieser Sommerpause ordentlich. Gleich fünf neue Akteure streifen sich in der kommenden Spielzeit den Dress des Kreisoberliga- Dinos über. Und auch auf der Trainerbank gibt es eine Veränderung. Das Traineramt wird Markus Roth aus Gompertshausen übernehmen. Der Inhaber der Trainer-B-Lizenz aus dem Nachbarort löst den bisherigen Coach Steffen Müller ab. Markus Roth hat zuletzt bis 2017 die SG Gompertshausen/Hellingen in der Kreisliga betreut. Nun übernimmt er nach einer kurzen Pause den SV 08 Westhausen.

In Sachen Spieler wechselt Mittelfeldspieler Dominik Leipold vom Ortsnachbarn aus Gompertshausen. Vom SV EK Veilsdorf kommt Manuel Weikard zum SV 08. Weikard wechselte vor einigen Jahren zum Nachwuchs der Elektrokeramiker. Dort kam er in den vergangenen beiden Jahren aufgrund von Verletzungen nur zu drei Einsätzen in der Kreisoberliga. Nun spielt der Seidigenstädter erstmals im Herrenbereich in Westhausen. Letztmalig auch bei den Junioren spielte Dominik Hellmann bei den Unterländern. Nun will der mittlerweile 23-Jährige, nach einer Fußballpause, bei der Männermannschaft durchstarten. Die weiteren Neuzugänge sind Laurin France und Khiet Pham. Die beiden 18-Jährigen gehen an die Hermann-Lietz-Schule in Haubinda und wollen sich in ihrer Freizeit dem Fußball anschließen.

Der bisherige Spielertrainer Steffen Müller stellt zunächst auch den aktiven Part als Spieler ein. Stattdessen übernimmt er die Position des Nachwuchsleiters. Hier will er sich verstärkt um die D- und E-Junioren kümmern. Awh

 

 Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 13.7.2019



Die Saison beginnt in Schleusingen

 

Schleusingen – Die Führungsriege im Kreisfußballausschuss (KFA) Südthüringen ist schon wieder mitten in der Planung der neuen Fußballsaison. Der Spielplan der Kreisoberliga ist so gut wie fertig. Dieser wird nun noch in dieser Woche mit den Mannschaften der höchsten Kreisspielklasse abgesprochen und verfeinert. Der Austragungsort und die Ansetzung für das Eröffnungsspiel der Saison 2019/2020 stehen dagegen schon fest. Dieses wird am 2. August ab 18.30 Uhr in Schleusingen ausgetragen. Dies hat der KFA auf Anfrage bestätigt. Gespielt werden soll an diesem Freitagabend auf dem Rasenplatz in der Fischbacher Straße. Und hier stehen sich dann der Aufsteiger vom SC 07 Schleusingen sowie der SV Schleusegrund Schönbrunn gegenüber. Der KFA bleibt somit seiner Linie treu, beim Auftaktspiel der neuen Saison das Fairplay der abgelaufenen Saison und die Aufsteiger zu berücksichtigen. In diesem Jahr passt dies optimal. Denn die Burgstädter aus Schleusingen sind nicht nur Aufsteiger von der Kreisliga in die Kreisoberliga, sondern dazu haben sie auch noch den Fairplay-Wettbewerb der abgelaufenen Serie gewonnen. Übrigens: Der SC 07 Schleusingen und auch der SV Schleusegrund Schönbrunn haben schon Erfahrung mit Eröffnungsspielen, allerdings hier auch noch nie gewonnen. Im vergangenen Jahr fand dieses in Schönbrunn statt. Die Schleusegrunder und die SG Goßmannsrod/ Oberland trennten sich 0:0. Ein Jahr zuvor war das Eröffnungsspiel auch schon in Schleusingen. Der SC empfing hier den Ortsnachbarn aus Erlau. Die Gäste gewannen diese Partie mit 3:2. Damals wollten 490 Zuschauer dieses Auftaktmatch sehen. Kann diese Zahl in diesem Jahr getoppt werden? Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 25.6.2019


Norbert Rebhan zurück in Sachsenbrunn

 

Sachsenbrunn – Der neue Trainer bei Landesklasse-Absteiger SG Sachsenbrunn/ Crock heißt Norbert Rebhan aus Coburg. Der 65-jährige Fußballlehrer, Inhaber der Trainer A-Lizenz, kehrt damit an eine alte Wirkungsstätte zurück. Er war schon fast zwei Spielserien lang (von Sommer 2014 bis April 2016) verantwortlicher Coach bei der damaligen SG Sachsenbrunn/ Fehrenbach in der Kreisoberliga. Nach dem Abstieg aus der Landesklasse belegte Sachsenbrunn/ Fehrenbach 2015 den dritten Platz in der höchsten Kreisspielklasse. Ein Jahr später hieß es für die Spielgemeinschaft – im Saisonfinale dann schon ohne Rebhan – Platz fünf. Zwischenzeitlich trainierte Rebhan den Bezirksligisten SV Bosporus Coburg. In der Saison 2018/ 2019 pausierte er als Trainer. Norbert Rebhan soll der Mannschaft am 1. Juli vorstellt werden. Ein Teil der Akteure kennt ihn bereits. Für die Spielpartner Crock wird es die erste gemeinsame Begegnung sein.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 24.6.2019
 

Das typisch zweite, schwere Jahr

 

Die Fußballer der SG 51 Sonneberg schauen nach ihrem Abstieg aus der Landesklasse nach vorne. Bereits am 6. Juli beginnt mit einem Test in Schalkau die Vorbereitung auf die Kreisoberliga-Saison.

 

Sonneberg – Nach einem Hoch kommt bekanntlich immer wieder ein Tief. Drei überaus erfolgreiche Jahre hatten die Kicker der SG 51 Sonneberg absolviert. In der abgelaufenen Saison gab es indes nicht viel Erfreuliches. Die Männer vom  Wolkenrasen spielten eine bescheidene Runde und spielen in der nächsten Serie wieder in der Kreisoberliga. Dabei hatte in den Jahren 2015 bis 2018 nahezu alles gepasst; die Mannschaft eilte von Erfolg zu Erfolg: Zwei Kreismeistertitel, zwei Super-Cup-Erfolge, dazu den Kreispokal 2017. Und im Premierenjahr in der Landesklasse lief es wie geschmiert. Zu keiner Zeit war von Abstieg die Rede. Am Ende des Premierenjahres war es ein guter Mittelfeldplatz, den die Mannen um Torjäger Andy Marsiske erspielten. Im „schweren zweiten Jahr" indes konnte der angestrebte Klassenerhalt nicht bewerkstelligt werden. Obwohl die Mannschaft zusammen blieb (insgesamt kamen 32 Spieler zum Einsatz), mit den beiden jungen Steinachern Dominik Wenke und Pascal Koch gar noch im Kader verbreitet wurde, lief es von Beginn an nicht nach Wunsch. Gewannen die Schützlinge von Trainer Peter Bernet in der Vorsaison zehn Heimspiele, so konnten die 51er auf dem heimischen Terrain in der Serie 2018/2019 höchst selten überzeugen. Lediglich fünf Siege (15 Punkte) gelangen den Wolkenrasen-Kickern. Der Funke, der im Vorjahr von der Mannschaft auf das Publikum übergesprungen war, war höchst selten zu spüren. Damit war die Basis dahin, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Nach dem Abschluss der Vorrunde lag die Mannschaft (11.) schon auf einem Abstiegsplatz, aber das rettende Ufer war in Sicht. Zwei Punkte mussten die Sonneberger gegenüber Siebleben aufholen. Das Trainingslager im Winter in Thalheim (Sachsen) war wiederum gut, und die Hoffnung bei den Kickern auf eine bessere Rückrunde war zweifellos vorhanden. Aber die kampflos abgegebenen Punkte in Viernau (der FSV stimmte einem Verlegungswunsch der Spielzeugstädter nicht zu), dann der Spielausfall gegen Brotterode sowie drei weitere Niederlagen am Stück mit dem 0:9 in Borsch als Tiefpunkt führten dazu, dass das Trainerduo Peter Bernet/ Frank Meyer ihre Tätigkeit auf eigenem Wunsch hin beendeten.

 

Der Steinacher Stephan Wild übernahm die Verantwortung an der Seitenlinie. Er kennt die Landesklasse aus dem Effeff. Aber die Ergebnisse wurden nicht besser. Einem 0:6 bei Fahner Höhe II folgte ein 0:6 im Stadtderby gegen die 04er. Der Zug Richtung Ligaerhalt war zwar immer noch nicht abgefahren, aber die Verantwortlichen der SG teilten dem Staffelleiter mit, dass sie in der nächsten Serie in der Kreisoberliga spielen werden. Nach dem 3:4 in Hildburghausen folgte dann gegen Siebleben ein 4:2-Heimsieg. Nur eine Woche später mussten die Sonneberger das geplante Gastspiel bei Wacker Bad Salzungen aufgrund Personalmangels kampflos absagen. Der letzte Heimerfolg gegen Gotha (4:3) hatte dann zwar nur noch statistischen Wert, aber Andy Marsiske zeigte noch einmal, dass er sein Handwerk versteht. Er erzielte alle vier Sonneberger Tore. In den Auswärtsspielen holte die Elf vom Wolkenrasen nur zehn Punkte. Dem Dreier von Brotterode folgte ein zweiter Auswärtssieg in Siebleben (4:3), ein Remis beim Verbandsliga- Absteiger Ohratal und zum Finale ein 4:2 in Crock. In diesen Auswärtsbegegnungen passte bei den Sonnebergern vieles. Aber dies war halt im Saisonverlauf zu wenig. Viele deutliche Niederlagen – die Sonneberger mussten mehr als 100 Gegentore schlucken – zeigten, dass die Schwachstellen in der Defensive noch größer statt kleiner geworden sind. Das Durchschnittsalter der Stammmannschaft ist zudem auch recht hoch. Mehrere Akteure konnten an die Leistungen des Premierenjahres nicht mehr anknüpfen. „Uns war es von vornherein schon bewusst, dass die zweite Saison sehr schwer werden würde.

 

Der Abstieg ist für uns aber kein großes Drama, denn in der Kreisoberliga wird auch guter Fußball gespielt. Und da in Sonneberg mit Sonneberg-West, Oberlind und uns alleine drei Mannschaften aus dem Stadtgebiet mit dabei sind, reduziert sich folglich der zeitliche und finanzielle Aufwand", sagt Michael Stegle, der Sportliche Leiter bei der SG 51.

Das Zuschauerinteresse wird mit den Derbys dann wahrscheinlich wieder steigen, denn in dieser Saison waren doch nur recht wenig Fans zu den Heimspielen gekommen. Einzige Ausnahme war das Derby gegen die 04er: Dieses Spiel wollten immerhin 230 Interessierte sehen.

Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt im Juli. Dabei hofft Trainer Stephan Wild, dass alle Spieler weiter zur Verfügung stehen. Das erste Testspiel bestreitet die SG beim FC Blau-Weiß Schalkau. Außerdem ist für Samstag, 20. Juli, 15 Uhr, ein Testspiel in Oberweißbach vereinbart worden. Red

 
Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 24.6.2019



Blumen und Präsente zum Abschied

 

Crock – Vor dem letzten Punktspiel am Sonntag in der Fußball-Landesklasse gegen die SG 51 Sonneberg hat die SG Sachsenbrunn/Crock mehrere Akteure verabschiedet. Martin Lehr und Martin Lehmann werden beide ihre Karriere beenden. Sebastian Schwabbacher wechselt von Sachsenbrunn zur SG Goßmannsrod/ Oberland und wird deshalb zukünftig wieder mit seinem großen Bruder Christian Schwabbacher gemeinsam in einer Mannschaft spielen. Spielertrainer Rene Dötsch wird ebenfalls seine Fußballschuhe als Spieler an den Nagel hängen. Er wird der Mannschaft aber als Co-Trainer weiterhin zur Verfügung stehen. Sein Engagement bei der Spielgemeinschaft wird auch Mannschaftsleiter Ralf Schilling beenden. Dagegen, so war zu vernehmen, machen die Gespräche mit dem neuen verantwortlichen Trainer Fortschritte. Dieser soll dann bis Ende des Monats feststehen. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 19.6.2019


 

Interview: Randy Zetzmann, Vorsitzender des SV Falke Sachsenbrunn

 

Das Ende einer Abenteuer-Saison

 

Im Juni vor einem Jahr ist die Vorfreude auf die Fußball-Landesklasse kaum auszuhalten. Ein Jahr später sind Spieler, Trainer und Verantwortliche der SG Sachsenbrunn/ Crock nur noch erleichtert, dass die Saison endlich vorbei ist. Mit einer 2:4-Heimniederlage gegen die SG 1951 Sonneberg verabschiedet sich die SG Sachsenbrunn/Crock nach nur einer Saison aus der Landesklasse/ Staffel 3.

Im Interview spricht Randy Zetzmann, Vorsitzender des SV Falke Sachsenbrunn, über eine Saison, in der 27 von 30 Spielen verloren gingen, und Torwart Raiko Mittenzwei 155 Mal hinter sich greifen musste.

 

Herr Zetzmann, wie froh sind Sie, dass die Saison zu Ende ist?

Sagen wir eher erleichtert, und da dürfte ich nicht der Einzige sein.

 

Vor der Saison haben Sie die Landesklasse als Abenteuer bezeichnet. Wie bleibt dieses Abenteuer bei der SG Sachsenbrunn/Crock in Erinnerung?

Wir wollten unsere jungen Wilden vor der Saison nicht vor den Kopf stoßen. Sie hatten sich die Landesklasse verdient und als Vorstand standen wir hinter dem Aufstieg. In dieser Saison haben viele Spieler die Erfahrung machen müssen, dass diese Liga kein Federlesen ist.

 

Jede Woche, teilweise mit zweistelligen Niederlagen, unter die Räder zu kommen ist sicherlich für niemanden leicht. Wie ist die Stimmung bei den Verantwortlichen auf und neben dem Platz?

Das ist wohl wahr. Die Stimmung ist angesichts der Situation verständlicherweise nicht die beste. Aber die Enttäuschung weicht im Moment einer gewissen Erleichterung. Was die Ergebnisse angeht: Hier muss man Abstriche machen. In der Hinrunde gab es noch Niederlagen, die absolut vertretbar waren. Es ist keine Seltenheit, dass in dieser Klasse eine Mannschaft mal mit fünf, sechs Gegentoren verliert. Zudem konnten wir zwei Siege einfahren. Das kam nicht von ungefähr. Hier haben wir auch die nötige Leidenschaft an den Tag gelegt. Ich bin weiterhin überzeugt, dass, wenn die Truppe so zusammen geblieben wäre, noch einiges mehr möglich gewesen wäre.

 

Der Klassenerhalt?

Ja.

 

Sie haben gesagt, in der Hinrunde war noch Leidenschaft da. Hat sich die Mannschaft, vielleicht auch mit dem Abgang von Christopher Hopf, der in der Winterpause zum Spitzenreiter nach Sonneberg gewechselt ist, ein Stück weit aufgegeben?

Ja und nein. Nicht alle Spieler, aber doch ein Teil der Mannschaft ließ den Kopf hängen. Dadurch waren die Weichen, wenn man ehrlich ist, bei einigen schon in der Winterpause gestellt.

 

Wie betrachten Sie diesen Wechsel im Nachgang?

Christopher Hopf war Leistungsträger. Vor der Saison wurde viel über die Abgänge von Dominik Eggemann und Christian Schwabbacher geschrieben, aber man darf nicht vergessen, dass auch Hopf einen großen Anteil am Aufstieg hatte. Er hat uns immerhin mit 32 Toren in die Landesklasse geschossen. Das muss man auch einfach mal anerkennen.

 

Was vielen sauer aufgestoßen sein dürfte, ist sicherlich der Zeitpunkt des Wechsels. Statt mit der SG die Kohlen aus dem Feuer zu ziehen und nach der Saison zu wechseln, geht es in der Winterpause in die heile Welt von Sonneberg 04.

Rein fußballerisch kann man den Wechsel nachvollziehen. Christopher ist ein sehr ehrgeiziger Spieler, der auf dem Platz immer hundert Prozent gibt und immer gewinnen will. Wenn so ein Spieler mit so viel Potenzial das Boot verlässt, dann läuft in den Köpfen der jungen Spieler natürlich so einiges ab. Und diese Kleinigkeiten sind es dann, die Vieles ins Wanken bringen. Letztendlich greift ein Zahnrad in das andere.

 

Inwiefern war das Thema Rückzug vom Spielbetrieb ein Thema?

Das war nie ein Thema. Und ich bin wirklich froh, dass René Dötsch in der Winterpause mutig und couragiert die Rolle als alleiniger Spielertrainer angenommen hat. Er hat das Training in dieser Saison wirklich gut geleitet, aber auf dem Platz ließ sich einiges dann nicht so umsetzen. Die Funktion als Spieltrainer in der Landesklasse ist eben nicht einfach beziehungsweise unmöglich. Wir haben dann als Mannschaftsbetreuer Ralf Schilling mit ins Team geholt, der während der Spiele an der Seitenlinie zusätzlich als Trainer fungiert hat. So viel Ehre haben wir dann doch noch, dass wir nicht einfach aufgeben. In Eisenach hat man sich zuletzt sogar bei uns bedankt, dass wir gekommen sind.

 

In Eisenach hat die SG am Ende 1:11 verloren.

Sicherlich hätten wir auch zwei, drei Spiele absagen können. Aber wir haben es durchgezogen. Und so sollte es auch sein. Lediglich in der Kreisliga mussten wir zwei Mal absagen. Diese Absagen hatten aber mit der Doppelbelastung einiger Spieler in der Landesklasse, die Priorität hatte, zu tun. Quantitativ haben da die Großstädter natürlich ihre Vorteile.

 

Gibt es überhaupt etwas Positives,das Sie aus dieser Saison mitnehmen?

Ich ziehe den Hut vor jedem, der bis zum Schluss durchgezogen hat. Ich bedanke mich nicht nur bei der Mannschaft, sondern auch bei den Fans, die zu den Spielen gekommen sind und Eintritt gezahlt haben und natürlich auch bei allen Heinzelmännchen im und um den Verein herum.

 

Wird die Mannschaft beziehungsweise die Spielgemeinschaft bestehen bleiben?

Ja, definitiv.

 

War das jemals Thema? Zum Beispiel in der Winterpause?

Nein.

 

Welche Ziele hat sich die SG für die kommende Saison in der Kreisoberliga gesteckt? Auf was kommt es jetzt an?

Es kommt erst einmal nicht auf die Platzierung an, sondern darauf, aus der Mannschaft wieder eine selbstbewusste Truppe zu formen, die wieder die alten Tugenden an den Tag legt.

 

Was meinen Sie mit alten Tugenden?

Stärke, Wille, Kampfgeist, Geschlossenheit, Herzblut für den Verein. All das müssen wir erst wieder erwecken.

 

Was ändert sich personell?

Wir werden demnächst einen neuen Trainer präsentieren. Als Co-Trainer wird René Dötsch, der seine Karriere beendet, fungieren. Weiterhin werden leider Martin Lehmann und Martin Lehr ihre Fußballschuhe an den berühmten Nagel hängen. Einziger Abgang ist bis dato Sebastian Schwabbacher, der aber mit den Neuzugängen leicht kompensierbar sein wird.

 

Ansonsten wird es keine Abgänge geben?

Nein.

 

Welche Namen tragen die neuen Spieler?

Stand heute ein Youngster und zwei altbekannte Falken sollten reichen.

 

Welche Lehren ziehen Sie aus dieser Saison?

Dem Falken wurden gehörig die Flügel gestutzt, aber er wird sich neu mausern und zu alter Stärke zurückfinden. Das kann ich versichern.

 

Es ist mittlerweile keine Seltenheit, dass Mannschaften, die von der Platzierung her aufstiegsberechtigt sind, nicht von ihrem Recht Gebrauch machen. Können Sie das neuerdings besser nachvollziehen?

Sollte unsere Mannschaft in Zukunft wieder auf solch einem Platz stehen, werden selbstverständlich Vorstand, Trainer und Mannschaft diskutieren und analysieren. Nach dem dritten Erlebnis Landesklasse verbunden mit dem direkten Wiederabstieg, sollte man eigentlich vorsichtig geworden sein, aber trotzdem wird es immer wieder den Reiz des Fußballs ausmachen, etwas Großes zu erreichen und sich dafür auch zu belohnen. Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 17.6.2019

 


Zwei Teams weniger in der nächsten Saison

 

Hildburghausen – Der Kreisfußballausschuss (KFA) Südthüringen hat in seiner letzten Beratung aufgrund vorliegender Anträge einige Beschlüsse gefasst. Diese greifen auch noch in die aktuelle Auf- und Abstiegsregelung ein. Für die neue Saison gab es einen Antrag auf Genehmigung einer Spielgemeinschaft. Die SG Simmersberg Schnett und der VfB Grün-Weiß Fehrenbach wollen sich zusammenschließen und ab der Saison 2019/20 gemeinsam am Spielbetrieb teilnehmen. Da beide gemeinsam in der 1. Kreisklasse Ost gespielt haben, wird hier ein zusätzlicher Platz frei. Weiterhin gibt es einen Antrag der SG Sachsenbrunn/Crock II auf Rückstufung in die unterste Spielklasse. Somit kommt der Absteiger aus der Kreisliga nicht in der 1. Kreisklasse, sondern in der 2. Kreisklasse an. Es gibt dadurch einen weiteren freien Platz in der 1. Kreisklasse. Neben den beiden planmäßigen Aufsteigern aus der 2. Kreisklasse – das sind in der Staffel Ost der TSV Germania Sonneberg-West II (der Staffelsieger SG Lauscha/Neuhaus II verzichtete auf den Aufstieg) und in der Staffel West der SV Grün-Weiß Waldau – gibt es damit noch zwei weitere Aufsteiger in die 1. Kreisklasse. Aus der Staffel Ost ist das der Drittplatzierte VfR Jagdshof und aus der Staffel West der Tabellenzweite der SV Eintracht Heldburg II. Aus der 1. Kreisklasse gibt es nach dem Rückzug des SV 08 Westhausen II mit der SG 51 Sonneberg II eigentlich nur einen Absteiger. Somit werden im neuen Spieljahr 2019/20 insgesamt 71 Mannschaften den Spielbetrieb im Männerbereich aufnehmen. Jeweils 14 Teams in der Kreisoberliga und Kreisliga, zwei Mal zwölf Mannschaften in der 1. Kreisklasse Staffel Ost und West und noch 19 Mannschaften in der 2. Kreisklasse. Das sind zwei Mannschaften weniger als im gerade abgelaufenen Spieljahr. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 15.6.2019

  


So viel Spannung für wenig Geld

 

Die Fußball-Helden aus Milz haben den Klassenerhalt nach dem Krimi von Bedheim entsprechend gefeiert. Doch die Rückfahrt verläuft zunächst nicht hindernisfrei.

  

Milz/Bedheim – Das erste Sieger-Bier gab es natürlich noch am Tatort selbst, in Bedheim. Und nachdem auch die letzten Akteure der Mannschaft endlich fertig geduscht hatten, ging es im großen Bus – gesteuert von Edel-Fan Jörg Schwamm – zurück Richtung Grabfeld. Wobei die letzten Spieler fast keinen Platz mehr im Mannschaftsbus bekommen hätten. Denn gegenüber der Hinfahrt – mittlerweile regnete es heftig – befanden sich nun auch zwei Zuschauer mehr im Bus. Zudem mussten deren Fahrräder noch verstaut werden. Doch für die Milzer wäre an diesem Tag wohl alles möglich gewesen. So hätten sie an diesem Tag womöglich sogar das Kunststückchen fertig gebracht, den kompletten Tross im Fiat Punto zurück nach Milz zu befördern. Bereits im Vorfeld – egal wie das Relegationsspiel enden würde – war der Jugendclub in Milz als Tagesabschluss gebucht. Doch auf den letzten Metern wurde der Bus noch einmal gestoppt. Am Ortseingang bereiteten die Spielermuttis und Spielerfrauen der erfolgreichen Mannschaft einen gebührenden Empfang. Diese hatten sich spontan zu dieser tollen Geste verabredet. Mit super Laune, guter Stimmung und mit Regenschirmen bewaffnet wurde den Helden ein Empfang à la Wunder von Bern bereitet. Vielleicht nur etwas kleiner. Auf der Straße – die erfolgreichen Kicker waren trotz der anhaltenden Niederschläge ausgestiegen – gab es Glückwünsche und Streicheleinheiten. Da wurde sich geherzt und gedrückt. Natürlich war im Jugendclub dann genügend Flüssigstoff vorhanden. Und die Essenbestellung zu späterer Stunde ist ja in der heutigen Zeit auch kein Problem mehr. Bis weit in die Nacht wurde der Erfolg der 07er gefeiert. Und zigmal wurde dabei das Wahnsinnsspiel mit seinen vier Akten auf dem Spielfeld analysiert und ausgewertet.

 

Die zahlreichen neutralen Zuschauer in Bedheim waren ob des Spielverlaufs ebenso aus dem Häuschen. Zweieinhalb Stunden beste Fußballunterhaltung mit Spannung und Dramatik – mehr ging einfach nicht. Und das war für nur drei Euro ein echtes Schnäppchen, fand auch Dietmar Grobeis vom SC 07 Schleusingen. Er hätte jedenfalls nach Abpfiff noch einmal zwei Euro nachbezahlt. So ging es an diesem Pfingstmontag vielen Fußballfans. Aber die Tageskasse hatte bereits längst geschlossen und auch der Finanzer des Kreisfußballausschusses (KFA) Südthüringen befand sich mit den Tageseinnahmen bereits auf dem Heimweg. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 15.6.2019

 


Im Interview: Toni Haschke Trainer des SV 07 Häselrieth

 

 „2020 klingt sowieso viel geiler"

 

Eine grandiose Saison hält für den SV 07 Häselrieth kein Happy End parat. Stattdessen verliert der Fußball-Kreisligist das Relegationsspiel gegen den SV 07 Milz auf hochdramatische Weise im Elfmeterschießen. Vier Mal liegen die Häselriether in diesem denkwürdigen Spiel in Führung, vier Mal kann Milz ausgleichen, um am Ende mit einem Treffer Vorsprung das Ticket für die Kreisoberliga zu lösen. In Häselrieth ist dagegen wieder einmal ein Traum geplatzt. Wie schon 2018 scheitern die Kicker des Hildburghäuser Ortsteilclubs auf der Zielgeraden. Im Interview spricht Häselrieths Trainer über die wohl bitterste Niederlage der Vereinsgeschichte und verrät, warum die Mannschaft in der kommenden Saison noch stärker ist.


Herr Haschke, wie sind Sie in die Woche gestartet?

Na ja, geht so. Ich hatte für den Dienstag im Vorfeld Urlaub beantragt. Diesen freien Tag habe ich mir natürlich ganz anders vorgestellt.

 

Was haben Sie aus diesem Tag gemacht?

Ich war deutlich früher wach, als ich es geplant hatte und habe mich an die Saisonvorbereitung gesetzt.

 

Einen Tag nach dem verlorenen Relegationsspiel setzen Sie sich schon mit der neuen Saison auseinander? Sollte man nicht erst einmal durchschnaufen, etwas Abstand gewinnen?

Wieso? Was wollen wir denn machen? Es muss doch weitergehen. Natürlich tut das weh, und dieses Gefühl wird mit Sicherheit noch ein paar Tage andauern, aber wir dürfen jetzt nicht in Selbstmitleid verfallen, sondern müssen die Arschbacken zusammenkneifen. Zumal es eine richtige Sommerpause ja gar nicht gibt.

 

Wie konkret sahen die Planungen am Dienstag aus?

Wir müssen in der Formation noch ein bisschen flexibler werden. Insofern habe ich erste Entwürfe, was den Trainingsplan angeht, ausgearbeitet.

 

Sind Sie zufrieden?

Ja. Wir werden in der nächsten Saison noch besser spielen, weil wir aus unseren Fehlern gelernt haben. Außerdem passen unsere drei Neuzugänge richtig gut in unser System.

 

Die da wären?

Das teilen wir erst mit, wenn die Unterschriften in trockenen Tüchern sind.

 

Sind es Spieler mit höherklassiger Erfahrung?

Ein Spieler kommt aus der Landesklasse.

 

Sie haben gesagt, dass Ihre Mannschaft in der kommenden Saison besser spielen wird. Auch wegen dieses bitteren Spiels am Saisonende?

Definitiv gewinnst du durch diese Erfahrung an Reife. Nach dem Spiel bin ich gleich zu meinen Jungs, aber ich musste gar nicht viel trösten. Die Reaktion der Mannschaft war gleich, dass wir nach vorne schauen. Das spricht einfach für dieses Team. Wir haben dann auch schnell festgestellt: Aufstieg 2020 klingt sowieso viel geiler.

 

Klingt auf jeden Fall runder. Um aufzusteigen, sollten solche Fehler wie nach dem 5:4-Führungstreffer Ihrer Mannschaft, als man im direkten Gegenzug den Ausgleich kassierte, nicht passieren. Insgesamt hat Ihre Mannschaft vier Mal gegen Milz geführt. War man sich vielleicht zu sicher, Milz in der 116. Minute nun endlich den Gnadenstoß verpasst zu haben?

Wir haben in diesem Spiel auch Fehler gemacht. Keine Frage. Aber ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben wirklich alles reingeworfen, was ging. Und wenn du schon 116 Minuten in den Beinen hast, dann bist du freilich nicht mehr ganz auf der Höhe. Du versuchst es, aber du bist es nicht. Wir wussten genau, was nach dem Führungstreffer auf uns zukommen wird. Dass Milz noch mal alles nach vorne werfen wird, aber am Ende geht der Ball dann trotzdem rein.

 

Saß die Mannschaft nach dem Spiel noch ein bisschen zusammen oder wird man den feuchtfröhlichen Saisonausstand nachholen?

Teils, teils. Ein paar Spieler haben sich schon noch zusammengesetzt, andere sind schon eher nach Hause gegangen. Aber in dieser Situation gibt es, meiner Ansicht nach, kein richtig oder falsch. Nächste Woche haben wir dann unser Sportfest, da werden alle auf der Matte stehen und da werden wir uns dann noch mal zusammen hinsetzen.

 

Wie bleibt die Saison für Sie in Erinnerung? Auf welche Dinge sind Sie besonders stolz?

Rein punktemäßig liegt mit 62 Zählern die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte hinter uns. Darauf können wir wirklich stolz sein. Für mich bleibt unter anderem die überragende Siegesserie im Herbst mit acht Siegen am Stück in Erinnerung. Oder dass unser Kapitän Roman Thiel bei 70 Trainingseinheiten nur zwei Mal gefehlt hat. Er geht in jedem Training vorne weg. Pro Training haben wir 15 bis 20 Leute an Bord. Die Jungs sind mit ordentlich Feuer bei der Sache. Und wenn man sieht, wie sich die Mannschaft weiterentwickelt und wir gemeinsam Erfolg haben, dann macht das einfach Spaß. Nach dem Training sitzen wir oft noch zusammen. Auch die alten Herren sind manchmal noch dabei. Bei uns packen alle zusammen mit an. Das macht unseren Verein aus. Und das bleibt mir auch am Ende dieser Saison positiv in Erinnerung.

 

Wie bleibt der 10. Juni 2019 in Erinnerung?

Wir werden dieses Spiel sicherlich noch unseren Enkelkindern erzählen.

 

2020 wären aller guten Dinge drei. Sie und Ihre Mannschaft wären nicht die Ersten, die im Fußball erst zweimal scheitern müssen.

Das habe ich mir nach dem Spiel auch gedacht. Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 15.6.2019
 

Der Wahnsinn von Bedheim

 

2:2 nach 45, 3:3 nach 90 Minuten. 5:5 nach Verlängerung. Und dann noch Elfmeterschießen. Die Relegation zwischen Häselrieth und Milz ist an Dramatik nicht zu überbieten. Am Ende ist der Kreisligist der tragische Held im Drama in vier Akten.

Bedheim – Was geht denn bitte schön hier ab? Was für ein verrücktes Spiel! Hallo, geht’s noch? Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn! So oder so ähnlich wurde das Relegationsspiel unter den 800 Zuschauern kommentiert. Das Spiel, das wohl in die Geschichtsbücher des hiesigen Amateurfußballs eingehen wird. Das Spiel, in dem es um den letzten freien Platz in der höchsten Spielklasse des KFA Südthüringen geht. SV 07 gegen SV 07.

 

Pfingstmontag, 10. Juni 2019: Die Partie zwischen dem Tabellenzweiten der Kreisliga Häselrieth und dem Zwölften der Kreisoberliga Milz beginnt 15 Minuten später als geplant. Der Andrang an der Tageskasse ist so enorm, dass sich eine lange Schlange gebildet hat. Und dennoch: Als Florian Gottwalt das 1:0 für den Underdog erzielt, stehen noch zahlreiche Fans am Einlass. Ein katastrophaler Rückpass von Mathias Krämer aus dem Mittelfeld landet nicht bei seinem Keeper, sondern bei Pascal Wagenschwanz. Dieser bedient von der Grundlinie Florian Gottwalt und nach genau 66 Sekunden führen die Häselriether. Diese Führung hätten die Schwarz-Roten eigentlich ausbauen müssen. Doch gleich zwei Hochkaräter lässt das Team von Trainer Toni Haschke liegen. Fast aus dem Nichts gelingt den Grabfeldern der Ausgleich. Einen Flankenball von Maximilian Preusse aus dem Halbfeld verwertet Florian Eppler mit dem Kopf. Dieser Treffer hinterlässt in der Hintermannschaft der 07er Wirkung. Bereits der nächste Angriff bringt die Milzer Führung. Krämer setzt sich über rechts durch und macht mit dem 1:2 seinen Fehler wieder wett. Und wieder nur fünf Minuten später steht es 2:2. Tom Höhn steht völlig blank und kann sich die Ecke aussuchen. Das muntere Toreschießen setzt sich auch im weiteren Spielverlauf fort. Häselrieth gelingt die Führung, Milz kann ausgleichen. Zwei Minuten vor Schluss erzwingt Johannes Arnhold die Verlängerung.

 

Das Ganze wiederholt sich anschließend in der 30-minütigen Verlängerung. Die Rand-Hildburghäuser legen vor, die Grabfelder antworten. Wobei sich der Ausgleich zum 5:5 vom Anstoß weg nach der 5:4-Führung der Häselriether ereignet. Die darf so nicht passieren. Doch Milz-Keeper Daniel Eppler nutzt die Unkonzentriertheit des Gegners, nach dem  vermeintlich alles entscheidenden Treffer, eiskalt aus, drängt in Oliver-Kahn-Manier auf schnelle Fortsetzung.

 

Und dann wäre da ja noch der vierte Akt: das Elfmeterschießen. Inzwischen lässt Fritz Walter von oben grüßen. Die ersten zehn Schützen treffen jeweils recht überzeugend. Und so muss es auch hier in die Verlängerung gehen. Johannes Arnold legt für Milz vor, Marian Witter – ausgerechnet ein Akteur mit Milzer Vergangenheit – scheitert aber. Der Strafstoß ist zwar gut geschossen, doch der Keeper der Grabfelder riecht den Braten und taucht in die rechte untere Ecke ab. Anschließend legt Daniel Eppler wohl den Sprint seines Lebens hin. Es ist mit Sicherheit kein hochklassiges Spiel, keine fußballerische Offenbarung, die sich im thüringischen Grabfeld auftut. Aber der kämpferische Einsatz, die Leidenschaft, der Nervenkitzel, machen es zu einem großen Spiel. Die Häselriether haben an diesem denkwürdigen Tag Torwart- Pech. Stammkeeper Dieter Höhn ist bekanntlich schon länger verletzt. Sein jüngerer Bruder Paul Höhn geht für den angeschlagenen Karsten Bauer ins Tor. Und dann muss auch noch Bauer zu Beginn der zweiten Hälfte für den verletzten Höhn zwischen die Pfosten.

 

„Glückwunsch an die Milzer. Der Fußballgott war heute kein Häselriether. Wir lagen gleich vier Mal in diesem Spiel vorn. Nach der schnellen Führung und nach dem 3:2 hatten wir klare Möglichkeiten zu einer höheren Führung. Ich kann meinen

Jungs heute keinen Vorwurf machen. Sie haben alles rein geworfen. Auch unsere Fans waren echt der Wahnsinn. Leider hat es für die Kreisoberliga noch nicht gereicht", sagt Häselrieths Trainer Toni Haschke nach diesem irren Spiel. Milz-Coach Frank Sommer gibt zu Protokoll: „So ein verrücktes Spiel habe ich auch noch nicht erlebt. Das geht schon an die Nerven. Eigentlich hat so ein Spiel keinen Sieger verdient. Wir haben mehrmals zurückgeschlagen und Elfmeterschießen ist dann immer auch Glückssache. Wir haben uns am Ende einer beschissenen Saison noch belohnt. Meine Mannschaft hat mir ein schönes Abschiedsgeschenk gemacht." awh

 

Häselrieth: P. Höhn (46. Bauer), Knauer (77. Teuber), Witter, Chemissov, A. Schmidt, Wacker, Thiel, Jäger, T. Höhn, Gottwalt (115. Jonschker), Wagenschwanz

 

Milz: Da. Eppler, Hebig, Reß, Do. Eppler (75. Supp), Preusse, Wehner, Mai, Peter (111. Jacob), Krämer, F. Eppler, Lautensack (65. Arnhold)

 

Reuter (Eisfeld) – 800 – 1:0 F. Gottwalt (2.), 1:1 F. Eppler (25.), 1:2 M. Krämer (30.), 2:2 T. Höhn (36.), 3:2 F. Gottwalt (70.), 3:3 J. Arnhold (88.), 4:3 P. Wagenschwanz (95.), 4:4 S. Peter (110.), 5:4 P. Wagenschwanz (116.), 5:5 M. Preusse (117.)

Elfmeterschießen: 5:6 Mi. Mai, 6:6 P. Jäger, 6:7 S. Hebig, 7:7 S. Wacker, 7:8 F. Eppler, 8:8 A. Jonschker, 8:9 A. Reß, 9:9 T. Höhn, 9:10, Da. Eppler, 10:10 R. Thiel, 10:11 J. Arnhold, Witter (Daniel Eppler pariert)

 

Goldbach neuer Trainer

Am Rande des Relegationsspiels wurde das Geheimnis um den neuen Trainer beim SV 07 Milz gelüftet. Neuer Coach wird Wolfgang Goldbach aus Fladungen, der schon im Nachwuchs von Großbardorf sowie als Trainer der ersten Elf von Rödelmaier aktiv war. Co-Trainer wird der von Absteiger SG Mendhausen/ Römhild scheidende Markus Arnhold.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 11.6.2019

 


Ein bißchen Dänemark

 

Der Super-Cup 2019 geht an die SG SV 08/VfB Steinach. Sie zieht zwar mit 3:4 gegen eine Kreisoberliga- Auswahl den Kürzeren, doch der Gegner gibt den Siegerpokal nach wenigen Minuten der Freude an die Gastgeber weiter.

 

Von Ulrich Hofmann

 

Steinach – Nach der sportlichen Qualifikation wäre eigentlich der Erlauer SV Grün-Weiß als Vizemeister der sportliche Herausforderer des Doublesiegers SG Steinach gewesen. Aber die Mannschaft sagte vor gut einer Woche ihre Teilnahme ab. Dabei sollte der diesjährige Super-Cup ein Höhepunkt zum 500-jährigen Jubiläum der Stadt Steinach sein. Deshalb hatte der Kreisfußballausschuss (KFA) Südthüringen das Finale auch nach Steinach vergeben. Damit das Spiel dennoch ausgetragen werden konnte, hatte der KFA eine Kreisoberliga- Auswahl – allerdings mit ein paar Hindernissen – auf die Beine gestellt. Doch es klappte noch ...

 

Steinachs Stadionsprecher begrüßte die 140 Zuschauer „auf dem Weg zum Triple" – sicherlich nicht ohne Hintergedanken. Wörtlich sagte er: „Lange wussten wir nicht, wer heute unser Gegner sein wird. Im Vorfeld gab es viele, zu viele Absagen. Dankenswerterweise hat der KFA eine Auswahlmannschaft organisiert. So kann dieses Match heute doch noch ausgetragen werden." Diese Kreisoberliga-Auswahl bestand genau aus elf Akteuren. Zum Trainer wurde Mario Winter vom FSV Rauenstein – auch Nachwuchstrainer am DFB-Stützpunkt im Landkreis Sonneberg – berufen. Dies geschah genau um 15.44 Uhr und somit eine Viertelstunde vor Spielbeginn. Und sein Auftritt war dann wider Erwarten äußerst erfolgreich.

 

Die Auswahl hatte im ersten Durchgang zur Überraschung der Zuschauer auch die etwas bessere Spielanlage. Allerdings hätten die Gastgeber führen müssen. Die Winter-Elf hatte im Spiel den besseren Auftakt: Stephan Funke versuchte es mit einem Aufsetzer-Freistoß. Und dazu kamen in den ersten zehn Minuten noch zwei gefährliche Eckbälle. Nach knapp einer halben Stunde hatten die Gastgeber durch Nico Sesselmann (frei vor dem Keeper) und Luca Scheler-Stöhr (trifft das Leder nicht optimal) zwei Hochkaräter. Der Führungstreffer fiel aber auf der anderen Seite: Nach einem Foulspiel von Steven Frommann an Stephan Funke schnappte sich Ronny Jauch das Leder und verwandelte den Strafstoß zum 0:1. SG-Keeper Pascal Neuber (der Winterneuzugang aus Effelder vertrat den angeschlagenen Stammkeeper Kevin Eichhorn) war zwar noch am Ball, konnte aber den Einschlag nicht verhindern.

 

Mit Wiederbeginn stabilisierte Trainer Winter mit Stephan Funke seine Abwehr. Er beorderte hinter die Viererkette mit Börner und Nagel auf den Verteidigerpositionen sowie Rädlein und Heinz in der Innenverteidigung quasi noch einen Libero. Und diese Maßnahme fruchtete. So versuchte er, die Schnelligkeitsvorteile der Steinacher Stürmer einzudämmen. Auch in der zweiten Halbzeit ließ der Stürmer der Auswahl, Ronny Jauch, seine Klasse mehrmals aufblitzen. Er erzielte für seine Farben zwei weitere Treffer. Zwischenzeitlich hatte aber der Steinacher Kapitän Dominik Lorenz auf 1:2 verkürzt. Ein Abschlag von Keeper Karl Schindhelm von der Strafraumgrenze war genau beim Spieler mit der Nummer acht gelandet; vom Anstoßkreis beförderte Schlitzohr Lorenz das Leder über den halben Platz und den Keeper hinweg ins leere Tor. Mit einem Doppelschlag von Nico Sesselmann waren die Steinacher in der Schlussphase innerhalb von vier Minuten mit dem Ausgleich im Spiel zurück. Und die Mannschaft von Trainer Christian Häusler wollte nun mehr. Aber dies ging nach hinten los. Denn der abgefälschte Schuss von Philipp Holland brachte das 3:4. Vom Anstoß weg traf dann Nico Leipold-Büttner nur den Pfosten; sonst wäre es wohl in das Strafstoßschießen gegangen. Dies hätte sich gleich ohne Verlängerung angeschlossen.

 

Aus den Händen von KFA-Chef Dittmar Börner nahm der Kapitän der Auswahl, Max Rädlein, den Sieger-Pott in Empfang. Aber nach dem Siegerfoto wurde dieser an die Steinacher in Person von Dominik Lorenz weitergegeben. Und so war der Super-Cup für die Zuschauer nicht nur wegen der sieben Treffer ein kurzweiliges Spiel.

 

Steinach: Neuber (52. Eichhorn-Nelson), Kämpf, Telser, Lorenz, Greiner, Frommann (46. Felix Häusler), Wohlleben, Lukas Häusler, Al-Jaet (46. Leipold-Büttner), Nico Sesselmann, Scheler-Stöhr

 

Kreisoberliga-Auswahl: Schindhelm (Neuhaus-Schierschnitz), Börner, Rädlein (beide Veilsdorf), Heinz (Effelder), Stephan Funke, Nagel, Bauer (alle Sonneberg-West), Baumgarten (Neuhaus-Schierschnitz), Otto (Veilsdorf), Holland (Sonneberg-West), Jauch (Veilsdorf)

 

Nedbal (Streufdorf) – 140 – 0:1 Jauch (30. Foulstrafstoß), 0:2 Jauch (48.), 1:2 Lorenz (58.), 1:3 Jauch (71.), 2:3, 3:3 N. Sesselmann (77./80.), 3:4 Holland (89.)

 

Trainerstimmen

Christian Häusler (Steinach): Bei uns haben heute gleich sechs Stammspieler gefehlt. Und dazu musste Max Töpfer nach der Aufwärmung passen. Aber wir treten dennoch an. Andere Mannschaften tun dies nicht. Über das ganze Drumherum müssen schon ein paar Worte verloren werden, aber nicht von uns. Wir bereiten wochenlang einen Fußballhöhepunkt in Steinach vor und haben dann, wenn es so weit ist und trotz Pflichtspielansetzung, keinen Gegner. Deshalb Danke an die Akteure der Auswahl. Sie sorgten für einen würdigen spielerischen Rahmen. Das Ergebnis erinnert mich an die Europameisterschaft 1992. Hier kam Dänemark auch aus dem Urlaub und gewann am Ende.

 

Mario Winter (Kreisoberliga-Auswahl): So schnell habe ich auch noch kein Team zum Sieg gecoacht. Na ja, ich kenne eben die Steinacher in- und auswendig. Nein, Spaß beiseite. Wir waren zwar nur elf Mann, aber in allen Mannschaftteilen gut besetzt. Wir haben sehr effektiv gespielt und die Vorgaben clever umgesetzt. Die Schnelligkeitsnachteile unserer Hintermannschaft haben wir mit einer zusätzlichen Absicherung gut  kompensieren können.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 11.6.2019


 

Bäßler beerbt Arnhold

 

Römhild – Die in die Fußball-Kreisliga abgestiegene SG Mendhausen/ Römhild hat einen neuen Trainer. Nach dem Abgang von Markus Arnhold holen die Verantwortlichen mit Alexander Bäßler – er trainierte das Team bereits – einen alten Bekannten ins Boot. Aufgrund seiner „fußballerischen Fachkompetenz (B-Lizenz)" und seiner menschlichen Fähigkeiten habe man eine „sehr gute" Lösung gefunden, heißt es auf der Vereinsseite der SG. Rd

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 7.6.2019

 

 

Dinge, die nützlich sein können

 

Um den letzten freien Platz in der Fußball-Kreisoberliga stehen sich am Pfingstmontag im Relegationsspiel in Bedheim der Zweite der Kreisliga Häselrieth und der Zwölfte der Kreisoberliga aus Milz gegenüber. Die Redaktion hat sich im Vorfeld mit den beiden Trainern Toni Haschke (Häselrieth) und Frank Sommer (Milz) unterhalten.

 

Herr Haschke, warum geht Ihre Mannschaft aus dem Relegationsspiel als Sieger hervor? Wie lautet das Erfolgsrezept?

Weil wir es verdient haben. Ganz so leicht ist es zwar nicht, aber meine Mannschaft weiß, um was es geht. Wir haben uns die ganze Saison den Arsch aufgerissen, und nun wollen wir uns belohnen. Meine Spieler sollen ihr schwarz-rotes Herz in die Hand nehmen. Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert. Auch in diesem Spiel werden wir auf unsere Stärken setzen. Grundsätzlich haben wir eine offensive Ausrichtung. Wir wollen das Spiel gewinnen und dazu gehören nun mal Tore.

 

Herr Sommer, selbstbewusste Worte vom Außenseiter. Was haben Sie dem entgegen zu setzen?

Wir wollen mannschaftlich geschlossen auftreten. Unsere Stärke ist der Kampf gepaart mit einem enormen Siegeswillen. Zuletzt haben wir mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen noch einmal mächtig Fahrt aufgenommen. Hieran gilt es anzuknüpfen. Unabhängig vom Ausgang wird es mein letztes Spiel für die Milzer sein. Nach dieser Saison ist Schluss. Das haben wir bereits zur Winterpause vereinbart. Vielleicht ist die Mannschaft dadurch zusätzlich motiviert und verabschiedet mich mit einem Sieg.

 

Herr Haschke, Sie haben den Gegner mit Blickrichtung Relegation beobachtet. Welche Schlüsse ziehen Sie daraus?

Grundsätzlich ging es um die Aufstellung, um die Formation, die Absicherung nach hinten und auch das Verhalten bei Standards. Wir haben auch ein paar Sachen gesehen und notiert, die für uns nützlich sein könnten. Diese Ansatzpunkte werden wir aber nicht über die Zeitung kommunizieren.

 

Herr Sommer, hat der Gegner Einfluss auf Ihre Taktik?

Im Endeffekt kennen wir den Gegner doch genug. Sie haben eine starke Offensive und den besten Angriff der Kreisliga. Dagegen gab es zuletzt in der Defensive ein paar Probleme und Unsicherheiten. Wir haben uns zuletzt auch nicht auf den Gegner eingestellt. Und dabei wird es auch bleiben. Wir wollen unser Spiel durchziehen.

 

Herr Haschke, Ihr Team hat 2019 eine überragende Serie gespielt und nur eine von elf Begegnungen verloren. Ausgerechnet da standen Sie nicht an der Seitenlinie.

Das ist richtig, war aber weit im Vorfeld so geplant. Der Termin beim Standesamt stand seit über einem Jahr fest. Da war der Spielplan für die laufende Serie noch gar nicht erstellt. Die Begegnung in Neuhaus ist abgehackt. Wir haben es – wie übrigens jedes Spiel – kurz ausgewertet. Jetzt schauen wir nach vorn. Wir werden nicht nachtrauern, was wir nicht erreicht haben.

 

Herr Sommer für Sie wird es eine ganz besondere Begegnung, haben Sie doch eine Häselriether Vergangenheit. Gibt es da noch Verbindungen zu den Randhildburghäusern?

Das ist richtig. Ich habe damals zweieinhalb Jahre in Häselrieth gearbeitet. Gleich in meinem ersten Jahr sind wir aufgestiegen. Aber das ist schon eine Weile her. Danach bin ich nach Streufdorf. Dort haben wir bei der Umstrukturierung des Fußballkreises 2012 die Relegation gegen Judenbach gewonnen. Vielleicht ein gutes Omen für Pfingstmontag. Nach Häselrieth gibt es keine Verbindungen mehr. Interview: awh

 

Die Konkurrenz drückt die Daumen

Kreisliga-Meister Schleusingen lobt auf seiner Homepage den SV 07 Häselrieth und drückt für Montag fleißig die Daumen: „Respekt und Dank auch an den hartnäckigen Gegner aus Häselrieth, mit dem wir uns auf Augenhöhe bis zum Ende im Zweikampf aus der Ferne duellierten. Wir wünschen dem SV 07 viel Erfolg in der Relegation, damit wir uns auch nächste Saison gegenüber stehen."

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 7.6.2019

 


Wirrwarr um den Super-Cup

 

Steinach – Die Austragung des Super-Cup-Finales des Kreisfußballausschusses Südthüringen gestaltet sich als äußerst schwierig. Laut Abschlusstabelle der Kreisoberliga wäre der Erlauer SV als Vizemeister Gegner von Meister und Pokalsieger SG Steinach. Die Grün-Weißen haben ihre Endspielteilnahme allerdings aufgrund der Abwesenheit einiger Spieler abgesagt.

Daraufhin hat der KFA die nachfolgenden Teams aus Neuhaus- Schierschnitz, Goßmannsrod/Oberland, Sonneberg-West sowie Veilsdorf/ Heßberg kontaktiert, ob sie für den Erlauer SV einspringen könnten. Allerdings erteilten alle  angesprochenen Mannschaften dem KFA eine Absage. Nun soll eine Kreisoberliga-Auswahl aus Spielern der Kreise Hildburghausen und Sonneberg zusammengestellt werden. Wer hier aufläuft beziehungsweise von wem diese Auswahl betreut wird, ist allerdings noch unklar.

 

Auf den Erlauer SV könnte nun sogar noch eine Geldstrafe zukommen. Der KFA hat nämlich einen Antrag auf Verfahren gegen den ESV beim zuständigen Sportgericht des Thüringer Fußballverbandes (TFV) eingereicht. Die Begründung: Laut Ansetzungsheft ist der Super-Cup ein Pflichtspiel. Zudem seien vor der Saison alle Mannschaften, auch der Erlauer SV, auf der Staffelberatung mit dieser Regelung einverstanden gewesen. Das Super-Cup-Finale findet im Rahmen der 100-Jahrfeier des SV 08 Steinach am Samstag, um 16 Uhr, im Steinacher Fellbergstadion statt. Rd

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen + Sonneberg vom 7.6.2019

 


Eine echte Institution an der Seitenlinie

 

Oberlind – Am letzten Spieltag der Saison verabschiedete Fußball-Kreisoberligist SC 06 Oberlind vor dem Spiel gegen Neuhaus-Schierschnitz (0:6) das Betreuerteam um Thomas und Marcel Ehrlicher.

Es benötigt nun schon mehr als eine Hand, um die Dienstjahre der beiden zusammenzuzählen. Vater und Sohn stellten eine echte Institution an der Seitenlinie des SC 06 dar und waren trainerübergreifend tätig. Nichtsdestotrotz entschieden sich beide im Winter, ihre Ämter nach der Saison 2018/2019 nicht fortzuführen. Auch wenn der Verein über die Entscheidung nicht glücklich war, galt es, diese nach einer langen Periode zu respektieren und akzeptieren.

 

Der Verein bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz und wünschte den beiden für ihre weitere Zukunft vor allem viel Gesundheit und dass sie den Weg zu ihren ehemaligen Schützlingen nie vergessen werden. Eb

  

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 5.6.2019


 

 „Ich bin nicht der Messias"

 

Seit April 2018 steht Markus Lauth beim Schleusinger Sportclub an der Seitenlinie. Nun gelingt dem 39-Jährigen aus Frauenwald, der auch schon in der Landesklasse bei Blau-Weiß 90 Stadtilm auf der Trainerbank saß, mit den Burgstädtern der direkte Wiederaufstieg in die Fußball-Kreisoberliga. Im Interview verrät der in Oberhof und Friedrichroda als Hotelier beschäftigte Lauth, was hinter dem Erfolg steckt beziehungsweise was Erfolg für ihn bedeutet.

 

Herr Lauth, Glückwunsch zum Aufstieg.

Danke. Jetzt kann ich mich wieder ein bisschen mehr dem Hotel widmen (lacht) .

 

Sind Sie froh, dass die Saison jetzt rum ist?

Was heißt froh? Es macht unglaublich viel Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. Vielleicht trifft es das Wort erleichtert ein bisschen besser. Denn hinter uns liegt schon eine schwerfällige, ereignisreiche Saison.

 

Wie meinen Sie das?

Wir hatten reichlich Pleiten, Pech und Pannen.

 

Können Sie ein Beispiel nennen?

Im Herbst wurde unser Kunstrasenplatz umgebaut. Da hatten wir kein Flutlicht und konnten insofern nicht ordentlich trainieren. Das hat man die restlichen Spiele in der Hinserie gemerkt.

 

Ihnen und Ihrer Mannschaft gelingt der direkte Wiederaufstieg in die Kreisoberliga. Das dürfte vor der Saison auch das Ziel gewesen sein, oder?

Nein. Um ehrlich zu sein, war das interne Ziel, unter die ersten fünf zu kommen. Wir wussten nämlich, dass es aufgrund des vor der Saison eingeläuteten Umbruchs nicht einfach werden würde. Wir haben in dieser Saison auf viele junge Spieler gesetzt, die unter zwanzig sind. Die gehen ganz anders mit Drucksituationen um als ältere, gestandene Spieler. Das ist völlig normal, aber dementsprechend musst du denen dann auch die Zeit geben.

 

Welche Spieler meinen Sie konkret?

Pino Heun, Paul Lohfink und Fabian Hartung. Die haben in dieser Saison nebenbei noch für die A-Junioren gespielt. Alle drei haben einen großen Entwicklungsschritt gemacht.

 

Am Ende hat es zum Titel gereicht.

Besser abgeschnitten als erwartet, könnte man sagen.  Das stimmt schon. Hinter uns liegt eine erfolgreiche Saison, aber wir dürfen nicht vergessen, dass nicht alles rund lief. Wir mussten auch Rückschläge verkraften.

 

Können Sie das konkretisieren?

Wir haben bei null angefangen. Nicht nur die Mannschaft wurde komplett neu zusammengestellt, wir haben auch unsere Spielweise von Grund auf geändert.

 

Dafür sind in erster Linie Sie verantwortlich. Kurz vor Ende der Abstiegssaison haben Sie Burkhardt Winkler als Trainer beim Sportclub beerbt. Wofür steht der Fußball von Markus Lauth?

Mir geht es vor allem darum, dass wir mehr mit dem Kopf spielen. Das heißt, dass wir auch auf Spielsituationen reagieren und dementsprechend unsere Formation ändern. Das war für viele Spieler am Anfang ungewohnt. Dementsprechend haben wir zu Beginn der Saison auch noch viel falsch gemacht. Aber das gehört zum Entwicklungsprozess dazu. Du musst Fehler machen, Erfahrungen sammeln, um voranzukommen. Das hat sich bei uns bestätigt. Wir brauchten erst ein paar Aha-Momente. In der Rückrunde hat es dann schon wesentlich besser geklappt. Am Ende konnten wir die ein oder andere Mannschaft schon ganz schön überraschen.

 

Warum hat das so gut funktioniert?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in den unteren Ligen Südthüringens verschiedene taktische Formationen keine Rolle spielen. Stattdessen wird weiterhin viel Wert auf Manndeckung gelegt. In meiner Heimat war das völlig normal, dass auch die Teams in den unteren Klassen mit verschiedenen taktischen Systemen ausgerüstet sind.

 

Sie leben seit sechs Jahren in Thüringen. Fühlen Sie sich inzwischen mehr als Thüringer?

Ha, na ja (lacht) . Also ich muss ja zugeben, dass es auf der Meisterfeier Kölsch gab. Ohne geht nicht. Da müssen dann auch meine Spieler durch. Andererseits fühle ich mich auch mehr und mehr als Thüringer. Auch wenn ich das mit der Uhrzeit, Stichwort dreiviertel, immer noch ein bisschen üben muss. Aber es wird langsam. Ich bin da zuversichtlich. Außerdem weiß ich inzwischen, dass beim Grillen von Bratwürsten Holzkohle Pflicht ist. Also ich gebe mir schon Mühe, mich auch anzupassen.

 

Sind Sie eigentlich ein richtiger Jeck?

Ja, durch und durch. Wenn es die Zeit hergibt, dann feiere ich auch Karneval. Am liebsten in Köln. Aber während meiner Tätigkeit beim FSV Blau-Weiß 90 Stadtilm habe ich auch die hiesigen Karnevalstraditionen gelebt.

 

Was ist Markus Lauth für ein Mensch?

Die Heimat geht nie komplett aus einem raus. Wir Kölner sind Lebemänner. Klar gehen wir auch pflichtbewusst unserer Arbeit nach, zahlen fleißig unsere Rechnungen und so weiter, aber wir wissen das Leben auch zu genießen.

 

Vor allem beim Fußball. Wie zuversichtlich sind Sie, dass die kommende Saison in der Kreisoberliga Spaß macht?

Das wird definitiv eine andere Saison. Da warten andere Kaliber auf uns. Aber wir steigen mit Sicherheit nicht auf, um jetzt juhu zu schreien und wieder abzusteigen. Wichtig ist, dass die Spieler den Weg mitgehen.

 

Klassenerhalt würde der Erfolg 2020 lauten.

Ich mache Erfolge nicht grundsätzlich an Punkten und Toren fest.

 

Wie meinen Sie das?

Wenn der Sören Hess mit links zwei gute Flanken schlägt, obwohl er das linke Bein zuvor nur als Standbein benutzt hat, dann ist das für mich ein Erfolg. Ich will, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt. Wenn uns in der kommenden Saison der nächste Schritt gelingt, dann ist das ein Erfolg. Aber ich bin zuversichtlich, dass in unserem Konzept unheimlich viel Potenzial schlummert.

 

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Ihre Mannschaft zusammenbleibt und andere Vereine nicht ihre Fühler ausstrecken?

Da bin ich sehr optimistisch.

 

Mit Mittelfeldspieler Anton Sittig von Schönbrunn haben Sie bereits einen Neuzugang. Wird es weitere geben?

Wir sind natürlich in Gesprächen, auch mit Kreisoberligisten. Denn mit dem Aufstieg und unserem Konzept machen wir uns ja auch attraktiv für andere Spieler. Zwar haben wir auch schon die ein oder andere Absage erhalten, aber es gibt auch ganz aussichtsreiche Gespräche.

 

Wie viel Anteil haben Sie an diesem Erfolg?

Ich fördere und fordere meine Spieler. Aber ich bin nicht der Messias.

 

Interview: Carsten Jentzsch

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 5.6.2019

 

 

„Natürlich bleibe ich"

 

Daniel Meyer beendet in der Sommerpause sein Engagement als Fußball-Trainer bei Kreisoberliga- Meister und Landesklasse- Aufsteiger SG SV 08/VfB SG Steinach. Freies Wort fragt nach.

 

Herr Meyer, Sie werden bald nicht mehr der Trainer in Steinach sein, warum eigentlich?

Natürlich spielt der Umzug und Hausbau in Oberweißbach eine große Rolle. Aber das ist nur einer von mehreren Gründen. Meinen Rückzug habe ich am 13. April, vor dem Pokalhalbfinale gegen Neuhaus- Schierschnitz, Christian Häusler (zusammen mit Daniel Meyer Trainer in Steinach/Anm.d.Red.) und René Queck (Co-Trainer/Anm.d.Red.) mitgeteilt und dann nach dem Spiel der Mannschaft. Seit diesem Tag habe ich noch keinen von der Vereinsspitze gesehen, der persönlich zu mir gekommen ist oder wenigstens mal nachgefragt hat, wieso, weshalb, warum. Das finde ich eigentlich schade.

 

Aber als Physiotherapeut bleiben Sie noch den Sonnebergern erhalten?

Viele meiner Patienten fragten bereits, ob ich weggehe. Natürlich bleibe ich ihnen und auch der Praxis in Sonneberg erhalten und werde dort weiter nach bestem Wissen und Gewissen arbeiten.

 

Trotz Hausbau geht es dann aber doch nicht ganz ohne Fußball?

Ich wohne ja jetzt schon eineinhalb Jahre in Oberweißbach. Und da ist doch klar, dass man mit einigen Leuten in Kontakt kommt. Klar wusste man dort, dass ich Trainer in Steinach bin. Und als man davon erfuhr, dass ich aufhöre, fragte man unmittelbar danach an. In Oberweißbach läuft fußballtechnisch auch nicht alles ganz rund. Und so bin ich zum neuen Trainerposten gekommen.

 

Gibt es da also neue sportliche Ziele?

Ich habe mir die Oberweißbacher Fußballer schon oft angeschaut. Und angesichts des knappen Klassenerhalts in der Kreisoberliga in dieser Saison wird mein Ziel sein, diese Mannschaft erst einmal zu stabilisieren. Ich will frühestmöglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Darüber hinaus ist auch dort ein neues Projekt, ein Umbruch vonnöten. Ähnlich so, wie es vor nicht allzu langer Zeit in Steinach nötig gewesen war ...

 

Ist das angesichts einer so bewegten und interessanten Fußball-Karriere kein Abstieg?

Nein. Meine Wurzeln sind in Steinach. Auf der Sportschule in Jena habe ich dann so richtig das Fußballspielen gelernt und nach der Wende  noch mit Suhl in der Oberliga gespielt. Meine erste Trainerstation war Schalkau. Insofern ist das kein Abstieg für mich. In Oberweißbach reizt mich zudem die Aussicht, auch dort etwas bewirken zu können.

 

In noch zwei ausbleibenden Punktspielen und einem Supercup- Finale stehen Sie noch zusammen mit Christian Häusler an der Steinacher Seitenlinie. Ein schöner Abschied.

Dieser Abschied ist erst einmal rundum gelungen, da wir Meister geworden sind und auch den Kreispokal geholt haben. Rückblickend gesehen, war aber für mich als Trainer die Zeit in Steinach wohl die schwerste. In Zeiten, als es nicht so gut lief, musste ich die Jungs immer wieder motivieren, damit sie nicht die Lust verlieren. Der Abstieg war trotzdem nicht zu verhindern, was natürlich auch dem radikalen Umbruch geschuldet war. In den vergangenen zwei Jahren gab es durchaus Momente, in denen ich mich schon ein bisschen allein gelassen gefühlt habe. Da habe ich wenig Leute gesehen. Als wir dann aber besser wurden, kamen automatisch mehr. Plötzlich wollte jeder mitmachen und am Erfolg partizipieren. Heute sehe ich eine junge Mannschaft mit Perspektive. Darum ist der Abschied sicherlich auch mit ein bisschen Wehmut verbunden.

 

Seit Januar steht mit Ihnen Christian Häusler gleichberechtigt an der Seitenlinie. Wie sah die Arbeit einer solcher Trainer-Doppel-Spitze aus?

Der Erfolg gibt uns erst mal im Endeffekt recht. Die Arbeitseinteilung hat gut funktioniert und war konstruktiv. Wir haben uns beispielsweise vor den Trainingseinheiten abgesprochen, wer was übernimmt, oder auch, wer die Ansprache zur Mannschaft hält. Um aber ehrlich zu sein: Für die Zukunft ist dies kein Modell, das auf Dauer funktioniert. Dafür sind wir beide zu sehr Alpha-Tiere – mit ab und zu unterschiedlichen Auffassungen, klar. Dafür kennen wir uns auch zu lange, um uns das nicht selber einzugestehen. Und ja, schon im Januar stand für mich fest, dass es eine Doppelspitze in der nächsten Saison nicht geben wird. Und ja, sicherlich war das auch ein Grund für meinen Weggang aus Steinach gewesen.

 

Hat das Steinacher Publikum eine gute Rolle gespielt?

Na ja, das Steinacher Publikum ist erfolgsverwöhnt. Ganz klar, man will Steinach auf Landesebene spielen sehen. Das Publikum musste sich auch erst mal mit der jungen Mannschaft anfreunden. Aber ich denke, angesichts des Umbruchs und der Erfolge wird es auch wieder mehr Zuschauer geben.

 

Werden Sie den Fußball in Steinach auch von Oberweißbach aus verfolgen?

Auf jeden Fall. Ich werde mir die Entwicklung anschauen und hoffe, dass es weiter so gut geht wie bisher. Sofern es mir die Zeit erlaubt, werde ich mir auch die Steinacher Spiele in der Landesklasse anschauen.

 

Was möchten Sie persönlich den Steinachern und besonders den Fußballern mit auf den Weg geben?

Dieser Mannschaft, diesem eingeschworenen, guten Haufen, wie er es jetzt ist, wünsche ich eine gute Saison in der Landesklasse, dass sie viele Punkte sammelt und sich weiter so entwickelt, wie sie es bis jetzt getan hat. Diese Mannschaft ist topp. Das passt schon. Interview: Lars Fritzlar

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 24.5.2019

 

Amend: „Mehr Rückgrat"

 

Veilsdorf – Enrico Amend ist nicht mehr Trainer von Fußball-Kreisoberligist SG Veilsdorf/Heßberg. Wie die Redaktion erfuhr, hat sich der Verein bereits Anfang Mai nach dem Heimspiel gegen den SC 09 Effelder von Amend getrennt. „Es waren drei schöne Jahre, die ich mit Sicherheit nicht missen will, allerdings hätte ich mir einen saubereren Abgang gewünscht", äußert sich der Ex-Trainer kritisch. So sei die Trennung nicht einstimmig erfolgt.

 

Laut Aussagen von Amend habe man sich in einer Vorstandssitzung drei Tage nach dem Heimspiel gegen den Sportclub entschieden, die letzten Spieltage ohne ihn zu planen. Und das, obwohl sich die SG im vorderen Mittelfeld der Tabelle befindet. Amend selbst sei bei dieser Entscheidung nicht dabei gewesen, stattdessen habe er durch einen Anruf von Dittmar Börner, Fußball-Abteilungsleiter des SV EK Veilsdorf, von der Entscheidung des Vorstandes erfahren. Dittmar Börner war zu diesem Thema am Dienstag nicht zu erreichen. Laut Albrecht Wirsing, Vorsitzender des Vereins, habe man Amend für die letzten Spieltage „beurlaubt". Stattdessen setzt man nun auf die Geschicke von Mannschaftsleiter Gregor Otto sowie Co-Trainer Marcus Kellner. Seit dem Spiel gegen den SV 07 Milz leiten sie die Mannschaft. Laut Angaben von Enrico Amend habe er sich, kurz nachdem er von seiner „Beurlaubung" erfahren hat, persönlich von der Mannschaft verabschiedet. „Da haben wir uns auch noch mal gedrückt. Auch in den Tagen danach habe ich noch mit Spielern telefoniert. Das spricht eindeutig für den guten Charakter der Mannschaft", so der Ex-Coach der SG Veilsdorf/Heßberg. Selbst nach seiner Verkündung nach dem Spiel gegen Steinach Ende März, habe es keinerlei Probleme mit der Mannschaft gegeben. Den Vorstand habe er noch früher von seiner Entscheidung, den Verein am Saisonende zu verlassen, unterrichtet. „Ich wollte das hier ordentlich zu Ende bringen, aber so rausgeworfen zu werfen, finde ich schon ganz schön verwerflich. In der Vereinsführung sollte sich der ein oder andere mal ernsthaft überlegen, ob er im Umgang mit Menschen nicht doch mehr Aufrichtigkeit, Offenheit und Rückgrat an den Tag legen sollte." Dass man Enrico Amend demnächst wieder irgendwo auf der Trainerbank sieht, schließt er selbst keineswegs aus. „Ich brenne eben für den Fußball, aber jetzt will ich erst mal ein bisschen Abstand gewinnen", sagt er. Cj

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 22.5.2019

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