„Heimstärke istdas A und O"


Fußball-Kreisoberligist SC 09 Effelder hat eine gute Serie gespielt und wird Vizemeister. Freies Wort spricht mit Trainer Frank Dreilich über die Saison 2016/2017 und blickt auch schon mal in die Zukunft.

 

Herr Dreilich, Sie haben die Mannschaft im Frühjahr übernommen. Ihr Eindruck vom Verein und der Mannschaft?

Es wird viel für den Ort Effelder und damit die Gemeinde Frankenblick bewegt – vom Nachwuchs bis hin zu den Alten Herren. Mein Vorgänger hat gute Arbeit geleistet. Die Mannschaft selbst hat noch einiges an Potenzial in sich. Wir müssen in der Vorbereitung viel an der Kraft und der Kondition arbeiten.

 

Effelder wurde Vizemeister, damit kann man zufrieden sein?

Ja, man kann mit dem zweiten Platz zufrieden sein. Ich wünsche mir jedoch noch konstantere Leistungen. Insbesondere in Heimspielen müssen wir erfolgreicher werden. Wir haben da unser Publikum im Rücken, aber die Fans erwarten auch wieder gute Leistungen.

 

Die Mannschaft spielte die gesamte Serie nicht so konstant wie erhofft. Was sind die Ursachen?

Dies lag, so glaube ich, an unseren Langzeitverletzten. Zudem haben wir einige Gegner wohl zu leicht genommen.

 

Und sie ist nicht mehr so effektiv im Abschluss?

Durch Unkonzentriertheiten machten wir uns das Leben selbst schwer. Die 43 Auswärtstore sind ein sehr guter Wert, aber die 34 Heimtore sind ausbaufähig. Heimstärke ist das A und O. Da müssen wir zulegen.

 

Wann beginnt die Vorbereitung auf die neue Serie? Wer sind die Vorbereitungsgegner?

Offizieller Auftakt für die Vorbereitung war am 23. Juni. Testspiel-Gegner sind Suhl und Mellenbach-Sitzendorf; dazu kommt ein Blitzturnier. Weitere Spiele sind möglich.

 

Gibt es im Kader zur neuen Saison Veränderungen?

Zwei Junge Spieler sind bislang hinzu gekommen.

 

Wie lautet das Ziel für die neue Spielserie?

Auf jedem Fall wollen wir wieder eine gute Rolle und ganz vorne mitspielen.

 

Die Reserve wurde Staffelsieger in der 1. Kreisklasse. Hatten Sie dies auch auf dem Schirm?

Natürlich habe ich dies verfolgt, da ich selbst auch einmal in dieser Mannschaft mitspielte und auch auf einige Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen musste. Bei uns hilft einer dem anderen.

Interview: Jürgen Eckstein

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 28.6.17




Kein Aufwand, sondern Leidenschaft

 

Der SC 06 Oberlind ist einer der traditionsreichsten hiesigen Fußballvereine. Im schweren zweiten Jahr in der Kreisoberliga belegten die Linder einen einstelligen Tabellenplatz.

Freies Wort sprach mit Trainer Nico Eber.

 

Der SC 06 Oberlind hat sein Saisonziel vorfristig erreicht, belegte in der Endabrechnung mit Rang neun einen einstelligen Tabellenplatz. Zufrieden damit?

Das Wichtigste ist, dass die Klasse gehalten werden konnte. Zufrieden sind wir aber mit Rang neun gewiss nicht.

 

In der Vorrunde holte die Mannschaft 19 Punkte, in der Rückrunde 16 Punkte. Dies nennt man Konstanz. Aber die Leistungen waren nicht immer konstant, warum?

Die Mannschaft hatte jede Woche ein anderes Gesicht. Da ist es kaum möglich, konstante Ergebnisse zu liefern.

 

In Oberlind arbeiteten mit Stefan Gernlein, Mario Heymann und Ihnen in dieser Serie drei Trainer. Wie hoch ist der Zeitaufwand eines Trainers in der Kreisoberliga?

Hier kann ich nur für mich sprechen. Dadurch, dass ich Vollblutfußballer bin und meine Frau voll hinter dem steht, was ich mache, ist es für mich kein Zeitaufwand, sondern eine Leidenschaft.

 

 Die Sommerpause hat nunmehr begonnen. Wann ist Trainingsauftakt für das Spieljahr 2017/2018? Welche Testspiele sind geplant?

Trainingsstart war am 25. Juni. Wir haben ein kleines Turnier zur Sport-und Spielfestwoche am 1. Juli ab 13 Uhr geplant. Eine Woche später, am 8. Juli, erwarten wir den TB/VfL Neustadt-Wildenheid um 16 Uhr in Oberlind. Abschließend spielen wir am Kirmessonntag, 16. Juli, um 15 Uhr, gegen den Ortsnachbarn aus Unterlind.

 

Wie lautet das Ziel der Linder im Spieljahr 2017/2018?

Unser Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt und unsere Leistungen konstant zu gestalten.

 

Wird es Veränderungen im Kader des SC 06 geben?

Die Gespräche laufen, aber spruchreif ist heute noch nichts.

 

Wer wird Kreismeister? Wer steigt ab?

Ganz weit vorne sehe ich die neu zusammen gewachsenen Spielgemeinschaften.

Zum Thema „Abstieg" möchte ich aus Respekt vor meinen Trainerkollegen keine Prognose abgeben.

Interview: Jürgen Eckstein

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 1.7.17

 



„CH17" stürmt ab sofort für Sachsenbrunn/Crock

Sachsenbrunn – Bei der neu gegründeten Spielgemeinschaft Sachsenbrunn/ Crock stehen die ersten Neuzugänge für die kommende Kreisoberliga- Saison fest. Und mit Angreifer Christopher Hopf vom SV 08

Steinach ist ein echter Kracher dabei. Zudem wechselt ein Torwart vom FC Blau-Weiß Schalkau und ein Akteur vom SV Empor Heßberg zur Spielgemeinschaft Sachsenbrunn/Crock. Hopf wird also zukünftig für die neu gegründete SG Sachsenbrunn/ Crock auf Torejagd gehen. Dass er genau das perfekt beherrscht, hat er die letzten Jahre bewiesen. In der Saison 2015/2016 wurde der heute 27-Jährige mit 28 Treffern Torschützenkönig in der Landesklasse. Ein Jahr zuvor war Hopf sogar in der ARD-Sportschau für das „Tor des Monats" nominiert. Gegen den 1. FC Sonneberg zimmerte „CH17", wie Hopf auch gerne genannt wird, einen Freistoß aus 40 Metern direkt in den Winkel. Hopf wird wohl kommende Saison gemeinsam mit Maximilian Leis, Dominik Eggemann und Co. die stärkste Offensive der Liga bilden. In der abgelaufenen Saison kam der Angreifer zwar nur zu 17 Einsätzen für den SV 08 Steinach, trug sich aber 14 Mal in die Torschützenliste ein. Weiterhin verstärkt mit Maximilian Langbein (FC Blau-Weiß Schalkau) ein junger Torwart und mit Patrick Schmidt (Empor Heßberg) ein weiterer junger, ambitionierter Akteur die neu gegründete Spielgemeinschaft. Awh

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 1.7.17

 

Neue Chefs auf der Trainerbank

Goßmannsrod/Römhild – Das Personalkarussell im Südthüringer Fußball dreht sich auch auf den Trainerbänken:

So übernimmt bei der neu gegründeten Spielgemeinschaft Goßmannsrod/Oberland Olaf Otto den Trainerposten. Otto kennt sich aus beim SV Eintracht Oberland, war er doch im Verein über mehrere Jahre Abteilungsleiter.

Auch beim Kreisoberliga-Aufsteiger Mendhausen/Römhild wird ab der kommenden Saison ein neues Gesicht auf der Trainerbank sitzen: René Amberg, der bislang im Tor stand, macht ab sofort den Job von Alexander Bäßler. Co-Trainer bleibt Uwe Heyn. Für die Position des Torwarts sucht die SG noch Ersatz. Awh


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 1.7.17

 



Uneinnehmbare Festung bauen

 

Nach einer doch recht komplizierten Spielserie feiert Fußball-Kreisoberligist TSV Germania 1884 Sonneberg-West als Neuling den Ligaerhalt. Trainer Mario Ries spricht über die Spielzeit und die Zukunft.

 

Der TSV 1884 Germania Sonneberg-West hat als Aufsteiger sein Saisonziel mit dem Klassenerhalt erreicht. Zufrieden damit?

Natürlich muss man zufrieden sein. Wir hatten zwar einen sehr guten Saisonstart und waren plötzlich vorne dabei, doch mit der hohen Niederlage in Lauscha begann dann der Absturz. Es konnte nur noch ein Sieg gegen Oberland errungen werden, alle anderen Spiele verlor man – aber meist mit guten Kritiken und sehr knapp. Die Saison verlief schwierig, da man eigentlich nie mit der gleichen Abwehr spielte und ständig umstellen musste. Die Jungs haben es dann trotzdem ganz gut gemacht, denn die Verteidigung hat bis auf drei, vier Spiele doch eine solide Leistung gebracht. Was uns fehlte, war ein Knipser wie Eggemann, Büchner oder Marsiske. Nach der bösen Klatsche gegen Erlau stand uns das Wasser eigentlich bis über den Scheitel. Dennoch straffte sich die Mannschaft und bekam natürlich auch die Unterstützung unserer A-Jugend. Die Jungen brachten neuen Schwung in die Offensive, und man erzielte endlich wieder Tore. Mit den Big Points in Westhausen und Veilsdorf konnte man Lauscha wieder auf Distanz bringen und überholte sogar noch die Streufdorfer. Bei etwas mehr Trainingsfleiß und Disziplin hätte man nicht bis zum Schluss zittern müssen.

Dennoch sind Mike (Mike Eber/ Anm. d. Red.) und ich stolz auf unsere Jungs – man darf nie vergessen, wo wir herkamen.

 

Der TSV 1884 hat die zweitschlechteste Heimbilanz. Wie kam dies?

Keine Ahnung? Unser Platz ist vielleicht viel daran schuld. „Wölla" (Wolfgang Fischer/Anm. d. Red.) hat zwar alles Menschenmögliche gegeben, um unsere „Wiese" bespielbar zu machen, aber bei der Flut an Füßen, was darauf herumtrampelt, ist es ein Kampf gegen Windmühlen.

Auf guten Plätzen – zum Beispiel in Veilsdorf – zeigte das Team, zu was es fußballerisch im Stande ist. Zuhause müssen wir wieder stärker werden, und die Festung Karpfenteich wieder uneinnehmbar machen – so wie in der Rückrunde der Aufstiegssaison. Wir sind es unseren Fans einfach schuldig. Außerdem ist es doch schön, wenn nach dem Spiel die Leute noch bleiben und mit der Mannschaft feiern.

 

Immer, wenn es drauf ankam, erfüllte der TSV seine Aufgabe. Anscheinend steckt noch mehr Potenzial in der Mannschaft?

Potenzial ist absolut vorhanden, aber dazu muss jeder über die Schmerzgrenze gehen und eigene Interessen hinten anstellen. Wir haben in einer komplizierten Situation doch verstärkt

auf die Jugend gesetzt und wurden für das Vertrauen belohnt. Was natürlich absolut besser werden muss, sind die vielen sinnlosen Sperren, die wir durch Dummheit absitzen mussten. Auch dieser Umstand brachte uns immer wieder in die Bredouille.

 

Die Sommerpause hat nunmehr begonnen. Wann ist Trainingsauftakt für das Spieljahr 2017/ 2018? Welche Testspiele sind geplant?

Auftakt war Ende Juni. Die Vorbereitung beginnt jedoch stark minimiert, da sich die halbe Mannschaft in Spanien zur Abschlussfahrt der A-Jugend befindet. Testspiele finden gegen Steinach und Mupperg statt.

 

Wie lautet das Ziel der Westler im Spieljahr 2017/2018?

Besser als in der Vorsaison. Der Klassenerhalt soll möglichst nicht erst am letzten Spieltag erreicht werden. Ich sehe natürlich eine sehr starke Südstaffel, denn mit Milz, Sachsenbrunn,

Haina, Effelder, Veilsdorf, Goßmannsrod und Erlau sind die ersten acht Plätze schon so gut wie vergeben. Auch die starken Aufsteiger aus Römhild und Schleusingen werden sicher für Überraschungen sorgen. Das Niveau wird sicherlich deutlich nach oben geschraubt, wenn man sieht, wie so mancher Verein aufrüstet.

 

Wird es Veränderungen im Kader der Germania geben? Trägt die Nachwuchsarbeit Früchte?

Mit David Vorndran verlässt ein verdienter Spieler den TSV Richtung Oberlind. Heiko Heßland – ebenfalls ein Garant für die letzten erfolgreichen Jahre – wird ab sofort vermehrt

in der Altherrenmannschaft des TSV zu finden sein. Ich hoffe, es werden die übrigen Spieler weiterhin für die Germania auf Punktejagd gehen, auch wenn der eine oder andere Akteur

aus verschiedenen Gründen etwas kürzer treten will, aber bei Bedarf zur Verfügung steht.

Der Nachwuchsbaum wirft endlich gut gewachsene Früchte ab, denn was Sven Brückner und Jens Popp hier über viele Jahre entwickelt haben, ist sensationell. Ein fettes Dankeschön von meiner Seite. Aber nun gilt es, die jungen Wilden weiter einzubauen und die Spielsysteme so anzupassen, um alle so zu fordern beziehungsweise zu fördern, damit in „West" ansehnlicher und erfolgreicher Fußball geboten wird. Umbrüche sind sicher immer kompliziert, und Alt mit Jung zu kombinieren, wird eine Herausforderung, der sich Mike und ich stellen müssen und das auch gerne tun. Hoffen wir, dass wir alle gemeinsam einen erfolgreichen und harmonischen Weg gehen. Wichtig sind Geduld und Vertrauen, denn jeder Spieler ist wichtig, auch wenn er nicht immer die gewünschten Einsatzzeiten hat.


Wer wird Kreismeister? Wer steigt ab?

Kreismeister? Schwierig. Natürlich die Absteiger aus der Landesklasse, Haina und Milz, aber auch Effelder und Sachsenbrunn haben gute Chancen mit ihrer Qualität. Einen Abstieg gönne ich keiner Mannschaft, und Prognosen sind schwierig. Ich hoffe jedenfalls, dass meine Mannschaft nichts damit zu tun hat. Pack mers.

Interview: Jürgen Eckstein


Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 4.7.17



 

Thomas Müller fortan Co-Trainer

Oberlind – Auch beim Fußball-Kreisoberligisten SC 06 Oberlind tut sich was in Sachen Personal: Schon lange war nämlich Chefanweiser Nico Eber auf der Suche nach  Unterstützung, und in der Sommerpause gelang es dem Trainer endlich, die vakante Position zu besetzen. Aus einer losen Begegnung heraus entwickelten sich mehrere konstruktive Gespräche, und Thomas Müller stieg pünktlich zum Trainingsauftakt vergangene Woche mit ein. Viel musste ihm gar nicht erzählt werden; handelt es sich doch mit Thomas um einen echten Oberlinder, welcher mit einem Großteil der Mannschaft selbst noch zusammen gespielt hat und daher einiges an Stallgeruch mitbringt. Der 36-jährige Polizist wird fortan seine ersten Erfahrungen im Trainergeschäft sammeln. Dazu wünscht ihm der SC 06 viel Erfolg. Eb

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 12.7.17

 

Julian Sommer wechselt nach Effelder

Effelder – Nach Maximilian Engel und Pascal Neuber vermeldet der SC 09 Effelder den dritten Zugang. Vom Kreisligaabsteiger Schalkau schloss sich Julian Sommer dem vorjährigen Vizemeister an. „Julian Sommer ist ein erfahrener Spieler, der auf verschiedenen  Positionen eingesetzt werden kann", sagt 09-Coach Frank Dreilich. Gegen Suhl feierte Sommer, der auch schon Landesklassenerfahrung aus Steinach und Sonneberg mitbringt, beim 3:1-Erfolg der 09er einen prima Einstand. Je

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 12.7.17

 




Die Sprache des Fußballs

 

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die der Fußball-Kreisliga-Meister aus Schleusingen in der vergangenen Saison schreibt. Vor allem aus menschlicher Sicht.

Von Carsten Jentzsch

Sommer, Sonne, Aufstieg. Die Stimmung beim SC 07 Schleusingen könnte besser nicht sein. Auch rund sieben Wochen nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft weht der Hauch einer gewissen Lockerheit durch die Fischbacher Straße. Vergessen sind die kräftezehrenden Wochen, in denen man den Schleusingern immer wieder ein Bein stellen wollte. Erst am letzten Spieltag konnten Spieler, Trainer und Verantwortliche die Last, die auf dem Verfolgten lag, endgültig von ihren Schultern abschütteln. Eine Bleiweste, die der Aufsteiger in die Kreisoberliga bis zum Ende souverän mit sich rum trägt. Mit 21 Siegen, vier Unentschieden, nur einer Niederlage und einem Torverhältnis von 98:23 weist der SC eine nahezu makellose Bilanz auf. Nach dem Aufstieg in die Kreisliga 2012, damals noch als SG Waldau/ Schleusingen, nun also Kreisoberliga. „In den ganzen sechs Jahren in denen ich hier bin, war mein Ziel immer der Aufstieg in die Kreisoberliga. Davor habe ich immer gesagt, dass

ich, wenn es soweit ist, aufhören werde. Nun ist der Moment da und ich hänge doch noch ein Jahr dran", sagt ein entspannter Burkhardt Winkler. Bei der Frage, warum es diesmal so gut lief, muss der Meisertrainer nicht lang überlegen. „Der entscheidende Unterschied sind die Zugänge vor der Saison. Allein die Tatsache, dass wir sechs neue Leute haben, war schon viel wert", sagt er. Recht hat der ehemalige Oberliga-Assistenztrainer der BSG Motor Suhl. Denn im Jahr zuvor sah es noch ganz anders aus. „Da kam in der Kabine vor dem Spiel häufig der Satz von mir, dass heute alle auf die Zähne beißen und spielen müssen. Das war natürlich ein absoluter Krampf."

 

Doch schon früh stellt sich heraus, dass der SC nicht einfach nur ein paar Spieler des Wechsels wegen mehr hat. „Mit Nils Helmutthäuser, Jonas Pehlke und Jakob Tepler kamen drei talentierte Spieler von den A-Junioren. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an Uwe Kummer, der hier sehr gute Arbeit leistet", sagt Winkler. Und dann wären da noch Ousman Badjie, Modou Dampha und Pamodou Sanyang. „Die drei haben uns wirklich  weitergeholfen", betont er. Im Probetraining fallen dem 72-Jährigen die Ballkünste der drei aus Gambia in Westafrika geflüchteten Jungs sofort auf. Zu diesem Zeitpunkt keine Frage für Trainer, Spieler und  Verantwortliche, dass die drei eine echte Bereicherung für die Mannschaft wären. Und die Spieler selbst fühlen sich ebenfalls wohl, kommen wieder, trainieren und streifen sich schon bald das blau-gelbe Jersey über. Sanyang als Sechser, Dampha, der auf der linken und rechten Außenbahn im Mittelfeld für Wirbel sorgte und Badjie im Sturm, der sich am Ende mit 37 Treffern die Torjägerkanone zusammen mit Andreas Heyn von der SG  Mendhausen/  Römhild teilt. Mittlerweile sind die drei in Schleusingen angekommen und fühlen sich hier rundum wohl. Einen großen Anteil daran trägt auch der Verein um seinen Vorsitzenden Sebastian Fleischmann, der sich entschieden dafür einsetzte, dass Badjie, Dampha und Sanyang in einer Wohngemeinschaft in Schleusingen unter kommen. Zuvor mussten Sanyang und Dampha, die sich auf der Flucht in Italien kennen lernten, stets mit dem Bus zum Training, weil sie in der Gemeinschaftsunterkunft in Hildburghausen unter gebracht waren. „Da hatte ich vor allem in den Wintermonaten ein mulmiges Gefühl, wenn die Jungs nach dem Training den Bus um fünf nach neun genommen haben. Du weißt ja nie, wer um die Uhrzeit unterwegs ist."

 

Doch die bangen Momente sind vorbei. Die gambische WG hat sich eingelebt und harmoniert bestens. Dabei sind die Rollen im Haushalt klar verteilt. Wer das Kochen übernimmt, ist klar definiert. Auf keinen Fall ist es Sanyang. „Pamodou? Hm. Er kocht einmal im Monat. Das reicht", sagt Dampha, während der mit dem überschaubaren Kochwissen die Hand vor sein Gesicht schlägt. Da muss selbst Winkler herzhaft lachen. Innerhalb der Mannschaft waren die drei schnell integriert. Auch wenn sich der Trainer an das ein oder andere Verständigungsproblem am Anfang erinnert. Doch mit Händen und Füßen sowie Englisch wurden diese schnell aus dem Weg geräumt. Und auf dem Platz, da sprechen ohnehin alle dieselbe Sprache. Die, des Fußballs. Darin sind sich alle einig. Ein Vorteil dabei dürften jedoch die fußballerischen Grundkenntnisse gewesen sein. „Wir mussten nicht mehr viel erklären", verrät der Trainer. Denn bis auf Sanyang waren Badjie und Dampha in ihrem Mutterland bereits in Fußballvereinen aktiv. „Und dafür, dass sich Sanyang vorher nicht wirklich für Fußball interessiert hat, gibt er einen exzellenten Sechser ab. Er kann ein Spiel lesen und hat eine unglaublich ruhige Ballbehandlung", lobt ihn der 72-jährige Übungsleiter. Lob haben auch die drei für ihren Trainer übrig, auch wenn es Badjie und Sanyang noch nicht so gut ausdrücken können wie Dampha: „Burkhardt hat einen guten Charakter. Er hat uns immer motiviert. Ob im Fußball oder wegen anderer Sachen." Dass Winkler ein strenger Trainer ist, würden sie nicht sagen. „Natürlich muss man auch gewisse Dinge einfordern. Wenn es zum Beispiel um Pünktlichkeit geht. Allerdings muss dann auch wieder sehr liebevoll mit ihnen umgehen. Das muss sein. Die sind mit 17 von zu Hause weg. Da muss man sie auch mal über den Kopf streicheln, mal in den Arm nehmen. Das ist wichtig", sagt Winkler. Wichtig vor allem bei Kommentaren gegnerischer Fans, die laut Winkler nicht selten weit jenseits des Guten waren. Doch in solchen Fällen habe er seine Schützlinge schnell mal an die Seitenlinie genommen und immer wieder vermittelt, dass dies nur Einzelne seien, die so denken. „Am Anfang war diese Situation sehr schwer. Aber die meisten meinen es gut mit uns", sagt Dampha.

 

Das beste Beispiel dafür ist der Verein selbst. Insbesondere Sebastian Fleischmann hat neben Trainer Winkler einen engen Draht zu den mittlerweile 18-Jährigen und unterstützt sie auch hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft. „In den Sommerferien absolvieren die drei Praktika in ortsansässigen Firmen. Da können sie mal reinschnuppern und sehen, ob das was für sie wäre." Während Modou Dampha Tischler werden will, kann sich Pamodou Sanyang eine Zukunft als KFZ-Mechatroniker vorstellen. Torjäger Badjie wäre gern in der Metallverarbeitung tätig.

Und die Ziele bezogen auf den Fußball? „Landesklasse!", sagt Sanyang. „Ja, warum nicht? Man soll ja Ziele haben", sagt Winkler. In erster Linie, das weiß auch er, gehe es jedoch um den Klassenverbleib. „Das ist das oberste Ziel. Und dann muss man wie man so schön sagt von Spiel zu Spiele schauen. Ich bin aber guter Dinge, dass wir, und ich habe schon einige Spiele in der Kreisoberliga gesehen, mit der unteren Hälfte mithalten können. Jetzt sind wir die Jäger." 

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 17.7.17




 „Die Jungs haben viel Potential"


Beim SV Isolator Neuhaus-Schierschnitz gab es in der Sommerpause einen Trainerwechsel. Neuer Steuermann ist nun Frank Rosenbauer, der den langjährigen Coach Lars Sauer ersetzen wird. Freies Wort sprach mit dem neuen „Iso"-Trainer Frank Rosenbauer über die Saison 2017/18.

 

Herr Rosenbauer, Sie übernehmen nun die Männermannschaft der „Iso". Wo waren Sie bislang im Fußballgeschäft tätig?

Ich habe sieben Jahre lang in der Jugend des SV Friesen und der JFG Frankenwald trainiert. Letzte Saison

kam ich zu meinem Heimat-Verein, der Iso, zurück und übernahm die A-Jugend des Vereins.

 

Ihre Mannschaft ist sehr routiniert, was trauen Sie ihr in der neuen Spielzeit zu?

Es steckt sehr viel Qualität in der Mannschaft und wenn wir es schaffen, diese auf den Platz zu bringen, wer weiß wo die Reise hingeht.

 

Aus den A-Junioren rücken einige Spieler nach. Haben diese schon die Qualität, um in der Kreisoberliga

mitzuhalten?

Die Jungs haben viel Potenzial und es wird sicher für die Kreisoberliga reichen . Unser Ziel ist es, die Jungs

zu integrieren und über Kurzeinsätze an die KOL heranzuführen. Die jungen Spieler sollen Stück für Stück behutsam aufgebaut werden.

 

Wie steht es um die langzeitverletzten Bill Walter und Toni Stammberger?

Toni steht wieder voll zur Verfügung. Bei Bill müssen wir uns noch ein wenig gedulden.

 

Welches sind die Stärken , welches die Schwachstellen in Ihrer neuen Mannschaft?

Nach den ersten Trainingseinheiten und Vorbereitungsspielen kann ich sagen, dass wir in der Breite des Kaders

gut aufgestellt sind.

 

Glauben Sie, dass die „Iso" wieder an die Landesklassentür anklopfen kann?

In erster Linie wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben und eine gute Saison „mit dem Ziel oberes

Mittelfeld" spielen. Ich habe großes Vertrauen in meine Mannschaft und traue ihr viel zu, wer weiß was nach

oben geht.

 

Wer ist Ihr Titelfavorit?

Ich denke, dass Effelder und die SG Sachsenbrunn/Crock eine gute Rolle spielen werden.

Gespräch: Jürgen Eckstein

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Sonneberg vom 18.7.2017





Aufstiegsformeln

 

Viele junge Spieler, ein prominenter Neuzugang und die womöglich beste Offensive der kommenden Fußball-Kreisoberliga. Geht es nach Dominik Eggemann, Spielertrainer

der SG Sachsenbrunn/ Crock, entscheiden allerdings andere Dinge über Erfolg und Misserfolg.

Von Carsten Jentzsch


Sachsenbrunn – Leiten, koordinieren, beobachten, auswerten, Schlüsse ziehen, Formeln entwickeln, Mannschaftsbesprechung. Seiner Funktion als Trainer kommt er zu hundert Prozent nach. Doch Dominik

Eggemann ist nicht einfach nur Trainer. Er ist S+T = ST. Das Auslaufmodell des modernen Trainers im Amateurbereich: Der Spielertrainer. Was wiederum heißt, dass Eggemann nicht nur trainieren oder spielen

lässt, er greift auch aktiv ins Geschehen ein. Und das lässt sich durchaus sehen. Immerhin erzielte er in der abgelaufenen Kreisoberliga-Saison 28 Treffer. Macht Platz drei in der Torschützen-Liste. In dieser Woche war Eggemann jedoch mehr Trainer als Spieler. Die Ursache: WZUR. Weisheitszahn unten rechts. So brauchte der nach Schüttelfrost und Fieber – Folgen der Zahn-OP – ausgelaugte Körper von DE (Dominik Eggemann) in dieser Woche vor allem eines: S+P = Spielpause. Am Spielbetrieb teilnehmen kann DE erst wieder am ersten Spieltag gegen den Hainaer SV (Sonntag, 6. August). Die neu gegründete Spielgemeinschaft Sachsenbrunn/ Crock muss also auch an diesem Sonntag im Kreispokal gegen die SG Goßmannsrod/ Oberland wie schon in den vergangenen vier Testspielen ohne DE auskommen. Grund ist: RK (Rote Karte). Die sah STDE  Spielertrainer Dominik Eggemann) nämlich im zweiten Testspiel gegen Großbreitenbach. Nur zwei Minuten nach seiner Auswechslung. „Die Rote Karte war völlig überzogen. Es war keine Absicht", äußert sich DE dazu. Doch weiter will er darauf gar nicht eingehen. Das Thema ist für ihn abgehakt. Die Freude auf die neue Saison überwiegt. „Seitdem klar ist, dass wir mit Crock eine Spielgemeinschaft bilden, habe ich das Ende der Saison herbeigesehnt", sagt er über den Zusammenschluss, der vor allem durch die Auflösung der SG Sachsenbrunn/Fehrenbach möglich wurde. „Jetzt haben wir viele junge, frische Spieler an Bord", freut sich STDE.


Darunter auch CH17. Besser bekannt als Christopher Hopf. Mit ihm landete die neue SG einen wahren Transfer-Coup. Zusammen mit Dominik Eggemann und Maximilian Leis bildet er den wohl stärksten Sturm in der kommenden Kreisoberliga- Saison. Allein in der abgelaufenen Spielzeit erzielte das Trio zusammengerechnet 61 Tore. Zwar kommt Hopf nicht vom SV Edelweiß Crock, doch der Sportverein hatte entscheidenden Anteil an der Verpflichtung des Ex-Stürmers der SG Steinach (Landesklasse, Staffel 3). Doch der Reihe nach: „Der eigentliche Grund war, dass ich von Heldburg nicht mehr ständig nach Steinach fahren wollte. Der Aufwand war zu groß. Hinzu kam, dass ich hinsichtlich des Potenzials der Mannschaft keinerlei Aussicht auf Verbesserung gesehen habe", erklärt Hopf. Und als CH17 dann noch vom Abgang seines Stürmerkollegen Andre Gottschalk zur SG FC Sonneberg hörte, war ein Wechsel für ihn nicht mehr nur ein Gedankenspiel. „Dann habe ich gehört, dass Sachsenbrunn und Crock eine Spielgemeinschaft bilden." Es dauerte nicht lang, da kam es zu ersten Gesprächen zwischen Spieler und Verein. Denn für Hopf spielte nicht nur „das Potenzial der Mannschaft oben mitzuspielen", wie er sagt, eine Rolle, sondern auch die Familie, die in Crock wohnt. „Eine Bedingung gab es dann aber doch noch", verrät Eggemann. Genauer gesagt geht es um die 17. Die wollte Hopf nämlich unbedingt haben. „Das ist meine Lieblingsnummer", verrät CH, der 2015 für das Tor des Monats Juli – Freistoßtor aus Position der Mittellinie – in der ARD-Sportschau nominiert war und sich Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan

nur knapp geschlagen geben musste. Die 17 ist auch Teil von Hopfs Akronym CH, in Anlehnung an Cristiano Ronaldo, der aufgrund seiner fußballerischen Qualität hin und wieder als CR7 in Anlehnung an eine Maschine bezeichnet wird. Wie CH17 zu seiner Bezeichnung kam, weiß er selbst nicht genau. „Ich weiß nicht, wie genau das zustande gekommen ist. In meinem Freundeskreis hat sich das dann irgendwann so eingebürgert. Aber es muss wohl was mit Ronaldo zu tun gehabt haben.", erklärt er und lacht. Mittlerweile hat sich Hopf in der SG gut eingelebt. „Ich wurde super aufgenommen. Wir verstehen uns sehr gut", sagt er, der in der Mannschaft lediglich „Hopfi" genannt wird. Das scheint wohl vor allem während des Spiels unkomplizierter auszusprechen zu sein.


Und in Sachen Fußball dürfte es für die neue Spielgemeinschaft doch auch ziemlich unkompliziert zugehen, möchte der ein oder andere angesichts dieser Offensivkraft meinen. Platz eins bis drei ist zumindest von Vereinsseite wie auch in der vergangenen Saison das Ziel. Doch STDE hält dem entschieden dagegen. Für ihn ist LEH (Leis, Eggemann, Hopf) an und für sich keine Aufstiegsformel: „Prinzipiell sind die Ansprüche aufgrund der neuen Konstellation gestiegen. Aber ganz so einfach wird es nicht werden. Insgesamt schätze ich die Liga stärker ein als in der vergangenen Saison. Allein die Mannschaften, die mit Milz, Haina, Mendhausen und sicherlich auch Schleusingen hinzugekommen sind. Zudem sind gute Fußballer auf dem Platz nichts wert, wenn sie nicht harmonieren. Außerdem müssen wir uns defensiv noch verbessern. Eigentlich wollten wir hier noch den ein oder anderen verpflichten, doch hier hatten wir keinen Erfolg. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir in der Spitze eine gewichtige Rolle spielen werden." Davon ist DE überzeugt, auch wenn die Bilanz in den Testspielen durchwachsen ausfällt. Drei Niederlagen stehen drei Siege gegenüber. „Mit der Leistung bin ich noch nicht zufrieden", sagt DE. Kurios dabei: Aktuell ist die Chancenverwertung das größte Manko bei der SG, obwohl Hopf, Eggemann und Leis schon wieder auf über acht Tore kommen. In Sachen Fitness sei die Mannschaft dagegen schon ziemlich weit, so Eggemann. Weit oben möchten Spieler und Verantwortliche auch am Ende der Saison stehen. „Insgeheim ist der Aufstieg natürlich schon ein Ziel, allerdings muss man abwarten, wie sich die Konkurrenz entwickelt. Die SG Goßmannsrod/Oberland schätze ich auch sehr stark ein", so Hopf, der über sich selbst sagt, dass er hin und wieder etwas zu ehrgeizig ist. So musste ihn STDE am Anfang schon etwas bremsen. „Es braucht eben Zeit, bis die Mannschaft harmoniert", betont er, der analysiert, auswertet und Formeln entwickelt. Ob die am Ende zum ganz großen Coup reichen, bleibt ein Blick in die Glaskugel. „Es gibt keine exakte Formel. Aber was es definitiv braucht, ist ein funktionierendes Mannschaftsgefüge", weiß auch Hopf. LEH, CH17, STDE, ML, SGSC hin oder her. Am Ende kommt es auf viele Formeln an. WZOR, WZUL und WZOL gehören sicherlich auch dazu. „Aber die haben noch Zeit bis zur Winterpause",  sagt Eggemann und lacht.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 29.7.2017


 
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