TFV-Talentförderung
Konzept
Der Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2002 macht sich bereits bemerkbar. Nach dem zweiten Platz bei den Titelkämpfen in Korea und Japan rennen die Kinder und Jugendlichen hierzulande zum Beispiel den Veranstaltern der Fußball-Ferien-Camps die Türen ein. Zwischen Flensburg und Passau wollen Jungen wie Mädchen ihren WM-Helden nacheifern. Der Nachwuchs sieht in Oliver Kahn, Michael Ballack, Miroslav Klose und Co. wieder echte Idole. Ein Umstand, der dem Talentförderprogramm des Deutschen Fußball-Bundes zu starkem Rückenwind verhelfen könnte. "Dies kann aber kein Grund sein, sich zurückzulehnen", sagt Gerhard Mayer-Vorfelder. Vielmehr sieht der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes darin genau die richtige Motivation, "den Erfolg zu bestätigen und in die Zukunft zu tragen." Ein Vorhaben, das mit Hilfe des DFB-Talentförderprogramms umgesetzt werden soll.

Die wichtigsten Ziele des DFB-Talentförderprogramms
Das perspektivische Ziel läßt sich leicht ausmachen: Das Talentförderprogramm soll das Potential an zukünftigen Spitzenspielern spürbar vergrößern. Von diesen Anstrengungen profitieren nicht nur die DFB-Auswahlmannschaften bis hin zur A-Nationalmannschaft sondern letztlich alle Vereine im Lizenz- und höherklassigen Amateurfußball.
Je größer der Kreis an kreativen, spielstarken Fußballern ist, umso erfolgreicher und attraktiver werden wir auf allen Ebenen des deutschen Fußballs sein! Dieses anspruchsvolle Ziel läßt sich nur erreichen, wenn mit dem neuen DFB-Talentförderprogramm gleichzeitig viele Teilziele mit Blick auf eine optimierte Talentförderung und Trainerausbildung realisiert werden!
Ziele
1. Intensive und regelmäßige Sichtung aller Talente einer Region.
2. Flächendeckendes Fördern von talentierten Spielern/Spielerinnen.
3. Individuelle Förderung der Talente als Ergänzung zum Vereinstraining.
4. Förderung der Talente mit einer einheitlichen, zeitgemäßen Methodik.
5. Heranbildung technisch-versierter und taktisch geschulter Spieler.
6. Organisation von Fortbildungen für Vereins-Juniorentrainer vor Ort.
7. "Kurze Wege" zwischen DFB, Verband und Vereinen.
8. Neue Motivation für alle an der Talentförderung Mitwirkenden.
9. Neue Anreize und Motivation für alle talentierten Nachwuchsfußballer.
10. Schnelleres Vermitteln neuer Trends in Spiel und Training an alle Vereine.
Der auffälligste Unterschied zum bisherigen Talentförderprogramm ist zunächst die Ausweitung auf bis zu 390 einheitliche Stützpunkte in ganz Deutschland. Gleichzeitig setzt das Training an den Stützpunkten bereits bei den D-Junioren ein. Damit hat jedes leistungswillige Talent im wichtigsten fußballerischen Lernalter die Chance hat, zusätzlich zum Vereinstraining individuell gefördert zu werden. Um trotz der Vergrößerung der Trainingsgruppe eine individuelle Förderung sicherzustellen, werden zukünftig drei Honorartrainer die Trainingseinheiten leiten. Darüber hinaus bietet dieses flächendeckende Talentfördersystem erstmals die Möglichkeit, einheitliche Sichtungs- und Förderstrukturen von gleichhoher Qualität in ganz Deutschland einzurichten!
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